Vorschau

28.10. Konzert: Cooperativa Ensemble – Weekly Tones
04.11. Jour fixe: Adriana Hölzky von Edith Murasov
02.12. Jour fixe: Conradisischer Abend mit Heidemarie Bhatti-Küppers

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Weekly Tones – Konzert des Cooperativa Ensembles

Weekly Tones
Multitonales Echo zum aktuellen Zeitgeschehen
von Reinhold Westerheide

Montag, 28.10.19, 19 Uhr
Raum T0 260,
Universität Bielefeld

„Weekly Tones“ geht in Resonanz mit aktuellen Ereignissen aus dem Tagesgeschehen. Politik, Gesellschaft, Kultur, Sport – spontan vor dem Konzert ausgesuchte Themen finden ihren Niederschlag in der Aufführung. Nach einem Konzept von Reinhold Westerheide interpretieren die Mitglieder des Cooperativa Ensembles Ereignisse, die an dem Tag die Nachrichten bestimmen.

Ein reger Austausch mit dem Publikum nach dem Konzert ist erwünscht.

Eine Konzertreihe, die die Konzertsäle verlässt und in die Universität, das Gewerkschaftshaus, das Kulturzentrum geht.

Das Cooperativa Ensemble:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Monochord
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Elena Kaßmann – Klavier
Djamilija Keberlinskaja-Wehmeyer – Klavier
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

Der Eintritt ist frei.

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Jour fixe Oktober

Oona Kastner

Nach klassischem Piano-/Oboe-Studium entwickelte Oona Kastner ihren ganz eigenen Gesangs-Stil zwischen der Dekonstruktion von Songs, Performance, Spoken Word und freien Formen der Improvisation. In ihren Kompositionen wie Improvisationen widmet sie sich den unerforschten Grenzgängen zwischen Song und Soundscape, Drone und Pausenmusik, Noise, Dark Ambient, Minimal, Punk und Textvertonung.
Die entstehenden Wort-Klangverbindungen entwerfen in Gegenräumen, Soundlandschaften,fixierten Strukturen eigenwillige Hör-Spiel-Stücke.

Der ,Jour fix‘ des Oktobers ist zugleich eine Hör-Wiese-Installation in der Capella Hospitalis.
Besucher sind gebeten, eine Matte ( z.b.Yogamatte)
mitzubringen.

Montag, 7.10., 20 Uhr, Capella hospitalis

Porträtkonzert Ketan Bhatti

30 Jahre Cooperativa Neue Musik

Kunsthalle Bielefeld, 30.09.2019, 19 Uhr

Das Konzert bestreitet das Ensembles Adapter (Berlin) erweitert mit Mitgliedern des Ensembles Brandt Brauer Frick (Berlin), das die jüngst entstandenen Kom­positionen Ketan Bhattis unter dem Titel „Nodding Terms“ im letzten Jahr einge­spielt hat. Das Label COL LEGNO hat das Album im April 2018 veröffent­licht.

Ketan Bhatti ist als Grenzgänger zwischen den Musikstilen sowohl in populären Spielarten der elektronischen Musik wie im Jazz als auch in der experimentellen, zeitgenössischen Musik zuhause. Sein genuines Interesse gilt aber dem Zwischenbereich, in dem sich klangliche Ereignisse nicht mehr einem bestimmten Genre oder einem bestimmten Stil zuordnen lassen. In seinem neuen Projekt verbindet der Komponist, Schlagzeuger und Produzent auf einzigartige Weise die nüchterne Kühle durchkomponierter Kammermusik mit der spielerischen Leich­tigkeit aktueller Clubmusik.
»Nodding Terms« heißt das Album, das nun entstanden ist. Der englische Begriff bezeichnet eigentlich flüchtige Bekanntschaften und verweist damit einerseits auf die soziale Komponente der involvierten Kooperationspartner: neben Paul Frick und Jan Brauer von Brandt Brauer Frick, die jeweils ihre Produktions- und Remix­künste mit einfließen lassen, sind vor allem die MusikerInnen des Berliner Ensemble Adapter maßgeblich für die zwischen irisierend schimmerndem Ensembleklang und trockenen 4/4-Grooves changierende Umsetzung der Stücke zuständig. Frick und Brauer haben ein klassisches Instrumentalstudium absol­viert, beschäftigen sich in ihrer alltäglichen Arbeit aber primär mit den Struktu­ren und Wirkweisen von Pop und Clubmusik; Ensemble Adapter ist eines der führenden Ensembles zeitgenössischer Musik in Berlin.

Mit mehreren Musiktheaterproduktionen an verschiedenen Häusern in ganz Deutschland und interdisziplinären Projekten hat Ketan Bhatti in den letzten Jah­ren ästhetische Impulse gesetzt, die mit den vorliegenden Kompositionen fort­gesetzt werden. Das Innovationspotential seines künstlerischen Schaffens strahlt somit weit über den Berliner Raum hinaus und hat als Motor neuer Entwick­lungen erhebliche Bedeutung.

Biographie

Ketan Bhatti, geboren in New Delhi, aufgewachsen in Bielefeld, studierte Jazz-Drums an der Universität der Künste in Berlin, wo er seit 2002 lebt.
Von 2010 bis 2012 war Bhatti Stipendiat der Graduiertenschule für die Künste und die Wissen­schaften der UdK Berlin unter der Betreuung von Daniel Ott (Komposition) und Gunter Gebauer (Philosophie).
Als Schlagzeuger spielte Bhatti bei diversen Bands wie etwa bei Cyminology, die persische Lyrik in kammermusikalischen Jazz übersetzt, und dem Brandt Brauer Frick Ensemble, das Techno mit klassischen Instrumenten spielt.
2013 initiierten Ketan Bhatti und Cymin Samawatie das Kammerorchester Divan der Kontinente, das sich aus Instrumentalisten der Berliner Philharmoniker sowie Musikern aus Syrien, Japan, China, Israel, Sibirien, dem Libanon und der Türkei zusammensetzt, und u.a. auf dem Jazzfest Berlin 2015 gastierte.
Ketan Bhattis enge Zusammenarbeit mit dem Berliner-Isländischen Ensemble Adapter führte zu einer Reihe von Uraufführungen im Rahmen des Wien Modern Festivals 2015 zum Thema Groove und Neue Musik.
Als Komponist von Theatermusik arbeitet Ketan Bhatti seit 2003 mit seinem Bruder Vivan Bhatti regelmäßig für die Inszenierungen des Regisseurs Nuran David Calis u.a. am Deutschen Theater Berlin, Schauspiel Köln, Thalia Theater Hamburg oder für die Nibelungenfestspiele Worms.
Seit 2009 produzieren und komponieren die Bhatti-Brüder die Musik zu den Pro­duktionen der international tourenden Berliner Breakdance Gruppe Flying Steps. Die gemeinsame Produktion Flying Bach wurde mit dem Echo Klassik Sonderpreis 2010 ausgezeichnet. Die aktuelle Produktion „Flying pictures“ erlebte jüngst über 40 Aufführungen im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin. Die aus diesem Anlass entstandene Neukomposition der „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky ist im April 2019 bei Sony Classical erschienen.
Ketan und Vivan Bhattis Musiktheaterstücke basieren auf Kooperationen mit Autoren wie Feridun Zaimoglu oder Roland Schimmelpfennig, stellen Fragen zu Integration und Ausgrenzung und wurden z.B. an der Neuköllner Oper oder der Tischlerei der deutschen Oper Berlin aufgeführt.
Im Tanztheaterbereich arbeitete Ketan Bhatti mit den Choreografen Davide Camplani (Sascha Waltz & Guests) für ein inklusives Tanztheater mit Menschen mit Down-Syndrom und mit Kadir Amigo Memis für ein Stück über heutige Jugendkultur in sozialen Brennpunktmilieus zusammen.
Ihr Spielfilm-Musikdebüt gaben Ketan und Vivan Bhatti 2010 mit der Filmmusik zu Frühlingserwachen, gefolgt von der Woyzeck-Verfilmung 2013. Der Film „Glück ist was für Weicheier“ mit der Filmmusik von Vivan und Ketan Bhatti hatte im Oktober 2018 als Eröffnungsfilm der 52. Internationalen Hofer Filmtage Premiere.

Preise und Auszeichnungen
Ketan Bhatti blickt auf Stipendien und Auszeichnungen des Deutschen Musikrats, des Berliner Senats und des Goethe-Instituts zurück. Als Komponist eines mit Simon Stockhausen aufgeführten Konzerts für Jazz und Neue elektronische Musik wurde Bhatti 2008 mit dem Karl-Hofer-Preis ausgezeichnet. 2017 war er Stipen­diat der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Das preisgekrönte Istanbuler Hezarfen Ensemble spielte Werke Ketan Bhattis, die er eigens für das Ensemble arrangierte. Die Aufführung dieser Kompositionen fand mit großem Erfolg im November 2017 in Istanbul statt.

Jour fixe Juli

Acuisha – Klanginstallation

Marcus Beuter ist im vergangenen Winter im Rahmen einer Künstlerresidenz in Bolivien im oberen Amazonsabecken gewesen. Aus seinen Aufnahmen entstand die 4-Kanal-Installation Acuisha.
Sie wird erstmalig am 12.7. zur Nacht der Klänge an der Universität Bielefeld zu hören sein.
Im Jour fixe stellt Marcus Beuter die Klanginstallation vor und berichtet von seinen Erfahrungen und Herausforderungen, um in den Regenwald zu gelangen.

Acuisha ist ein Wort aus dem Ese Ejja, einer indigenen Sprache im Amazonasbecken Boliviens. Es bedeutet der Dorn / der Stachel.

Montag, 1.7.19, 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spende erbeten

Jour fixe Juni

Instrumentale Komposition mit dem Computer

Nachdem der Computer zunächst vor allem die elektronische Komposition beeinflusste, wird dieser zunehmend auch im Bereich der Instrumentalkomposition zum wertvollen Hilfsmittel. In diesem Vortrag geht es sowohl um die technischen und ästhetischen Implikationen dieser neuen Methode, die ich an einigen meiner Stücke versuche zu erläutern. Dabei werden Themen wie Intuition, Selbstreflexion und Struktur, das Phänomenologische der zeitgenössischen Musik sowie Zufall und seine Wahrnehmung exemplarisch aufgegriffen.

Referent: Achim Bornhöft

Montag, 3.6.2019, 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spende für den Referenten erbeten

subversiv am Hauptbahnhof Osnabrück

subversiv
Klanginstallationen am Hauptbahnhof Osnabrück
28.5. bis 24.6. 2019
Eröffnung: Dienstag, 28.5. 18 Uhr

Ab Dienstag, den 28.5. um 18 Uhr wird die Klanginstallation subversiv am Eingang des Hauptbahnhof Osnabrück zu hören sein.
Zur Eröffnung spielt das Cooperativa Ensemble live und leitet direkt in die Installation über.

Die Klanginstallation subversiv wird in 2019 an 3 Orten in Osnabrück realisiert.

Die Mitglieder des Cooperativa Ensembles haben nach einer Konzeption von Willem Schulz Materialien für die Installationen eingespielt. Die Komposition für 6 Lautsprecher erstellte Marcus Beuter.
Das Konzept basiert auf unterschiedlichen Assoziationen, wie Düfte, Schwärme, Winde, aber auch Unbekannte Sprachen oder Punkte und Linien sind Themen.

Das Ensemble verfügt über ein breites musikalisches Spektrum: diverse Instrumente, Gesang, Text und Elektronik bringen Klänge verschiedenster Art ein.
Die Besetzung im Einzelnen:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Monochord
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Gerd Lisken – Klavier
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

Gefördert durch den Landschaftsverband Osnabrücker Land und die Stadt Osnabrück

Jour fixe Mai: Komponistinnen der Gegenwart II – Rebecca Saunders

II. Rebecca Saunders (*1967). Referat: Ulrich Maske

Die aus London stammende Rebecca Saunders (*1967) lebt seit 25 Jahren in Berlin. Nach dem Kompositionsstudium bei Nigel Osborne in Edinburg und Wolfgang Rihm in Karlsruhe ist sie seit Mitte der 90er Jahre frei schaffende Komponistin und seit 2011 Professorin für Komposition an der Musikhochschule in Hannover. Sie ist Mitglied der Berliner und der Sächsischen (in Dresden) Akademie der Künste und wurde Anfang dieses Jahres mit dem Ernst von Siemens-Musikpreis, quasi dem Musik-Nobelpreis, ausgezeichnet, der mit 250.000 EUR dotiert ist.

Die 51jährige Rebecca Saunders ist inzwischen bei Kennern der Neuen Musik eine hoch geschätzte Komponistin, – die Menge an Aufrufen ihrer Musik bei Youtube kann dafür als Gradmesser dienen. Hochspannung und Dramatik kennzeichnet diese Musik, paradoxer Weise häufig ausgelöst durch Phasen der Stille im Klanggeschehen, welche das dann Folgende als um so heftigere Ausbrüche erscheinen lassen. Der Gegenpol sind ruhige, fast schon melancholische Abschnitte, mit denen einige ihrer Stücke dann auch zu Ende gehen. Obwohl absolute Musik, scheint diese dennoch zum Musikdramatischen zu tendieren. Vielleicht/hoffentlich kann die Musikwelt von ihr die Oper des abstrakten Exressionismus erwarten – als solchen lässt sich ihre Musik m.E. charakterisieren. Der Jour fixe wird anhand von Klangbeispielen dieser in jeder Hinsicht vielseitigen, komplexen, aber eben auch von gegensätzlichen Emotionen gezeichneten Musik und ihrer Schöpferin nachspüren.

Montag, 6. Mai, 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spenden erwünscht

Jour fixe April: Komponistinnen der Gegenwart I – Isabel Mundry

Im Rahmen der Jours fixes beginnen wir eine spezielle Reihe:
Komponistinnen der Gegenwart – Leben und Werk. Unten sind die beiden ersten Termine angezeigt. Weitere sind geplant. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 20 Uhr in der Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50. Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

I. Isabel Mundry (*1963). Referat: Edith Murasova
Isabel Mundry (*1963) ist eine der interessantesten Komponistinnen der Gegenwart. Sie studierte Komposition bei Frank Michael Beyer und Gösta Neuwirth an der Hochschule der Künste Berlin und bei Hans Zender an der Hochschule für Musik Frankfurt am Main. 1994 belegte sie einen Kurs für Musikinformatik am IRCAM in Paris.
Von 1986 bis 1993 unterrichtete Mundry Musiktheorie und Analyse an der Berliner Kirchenmusikschule und an der Hochschule der Künste Berlin. 1996 übernahm sie eine Professur für Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule Frankfurt. Seit 2004 ist sie Professorin für Komposition an der Zürcher Hochschule der Künste. Zusätzlich übernahm sie zum Studienjahr 2011/12 eine halbe Kompositionsprofessur an der Hochschule für Musik und Theater München. Mundrys Werke zeichnen sich durch eine individualisierte und differenzierte, in sich variantenreiche und nuancierte Musiksprache aus: „Wiederholt wird in Mundrys Kompositionen so gut wie nichts; dasselbe gerät immer anders.“ International bedeutende Orchester und Ensembles haben Mundrys Werke aufgeführt. Ihr Musiktheater Ein Atemzug – Odyssee wurde an der Deutschen Oper Berlin im September 2005 uraufgeführt. Diese Produktion wählte die Kritikerjury der Fachzeitschrift Opernwelt zur „Uraufführung des Jahres 2006“. (Wikipedia)
Mundry komponiert unter anderem unter dem Eindruck der Prozesszeit Debussys, der Polyphonie Dufays und dem offenen Zeitbegriff Cages. In ihren Arbeiten verbinden sich komplexe Polyphonie, asynchrone Zeitverläufe und computergestützte Progressionsreihen zu einem poetischen Leuchten musikalischer Verläufe. Bestandteil des Vortrags sind u. a. Ausschnitte aus der CD „Isabel Mundry -Le Silence-Tystnaden“, eingespielt vom Klangforum Wien, sowie Teile aus der Auftragskomposition „Endless sediments “ (Uraufführung 2018, WDR Sinfonieorchester Köln).

1. April, Capella hospitalis, Teutoburgerstr. 50 um 20.00 h

Stationen IV | „STIMMEN aus NRW“

Während STATIONEN I in 2012 „fünf Kompositionen auf Tour“ durch sechs NRW-Städte schickte und STATIONEN II in 2014 zehn InterpretInnen der Region in den Mittelpunkt rückte, stand STATIONEN III 2017 im Zeichen einer großen, 20-köpfigen Ensemble-Besetzung.
Die Konzertreihe STATIONEN IV in 2019 setzt den Schwerpunkt auf ein experimentelles Zusammenspiel von unterschiedlichsten Stilrichtungen der menschlichen Stimme. Dabei wurde von den Gesellschaften für Neue Musik aus NRW zu denen die Bielefelder Cooperativa Neue Musik gehört ein acht-köpfiges Vokal-Ensemble aufgestellt. Unter der künstlerischen Leitung von Julia Mihály treten Gesangsstile wie Beatboxing, Operngesang, Jazzgesang, experimentelle Stimmkunst, neuer klassischer Gesang, Obertongesang und Sprachkunst in Beziehung. Es wird improvisiert, Raum und Performance werden inszeniert und 10 völlig verschiedene Kompositionen kommen zur Aufführung.
Die Sängerin Julia Mihály arbeitet als vielseitige Musikerin virtuos im Niemandsland zwischen Hoch- und Alltagskultur und ist somit bestens für die Leitung qualifiziert. Ein neues Werk der jungen Komponistin Elnaz Seyedi kommt zur Uraufführung, das dem Ensemble wie auf den Leib geschrieben wurde und damit die eigentümlichen Qualitäten der verschiedenen Stimmfächer auslotet und in Szene setzt. Weitere Werke sind u.a. von Georges Aperghis, Erhard Karkoschka, Mauricio Kagel und Giacinto Scelsi. Uraufgeführt wird zudem die Komposition „fliegend“ für 3 Sopranstimmen des Bielefelder Komponisten Willem Schulz.
Die beteiligten GesangssolistInnen sind: Heide Bertram, Manon Blanc-Delsalle, Sara Decker, Stefan Gwiasda, Martin Lindsay, Milena Schuster, Bettina Wenzel und Martin Wistinghausen.
Zur Tradition der STATIONEN-Reihe gehört auch die Verknüpfung mit einem groß angelegten Schulprojekt, dessen Leitung in den Händen von Lesley Olson und Johanna Daske liegt. In Zusammenarbeit mit den KomponistInnen und InterpretInnen wurde für STATIONEN IV ein umfangreiches und mit vielen Abbildungen und Notenbeispielen sinnlich aufbereitetes Unterrichtsmaterial erstellt. In den sieben Städten der Tournee besuchen die am Projekt beteiligten SängerInnen Schulklassen, um gezielt das Interesse an dem STATIONEN-Konzert und damit für Neue Musik zu wecken und zu fördern. In Bielefeld ist die Luisenschule und das Ehrenberg-Gymnasium beteiligt.

Gestartet wird in der Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle am Freitag, dem 29.03. um 20 Uhr. Weiter geht es am Samstag, dem 30.03. um 19.30 Uhr im Hangar 21 in Detmold und am 31.03. um 18 Uhr in der Musikhochschule Münster.
Unterstützt von Kulturamt Bielefeld, Detmolder Stadthallen GmbH, Kulturamt der Stadt Münster, Kulturbüro der Stadt Essen, Kulturamt der Stadt Köln und Kulturbetriebe Aachen
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen