Jour fixe Januar


NEUES präsentieren!

Einladung zu einem diversen Hörabend

Neu ist relativ. Es gilt vor allem für einen selbst: was ist für mich neu, was habe ich entdeckt, was begeistert mich? Mit diesem Gedanken sind alle, die an diesem Hörabend teilnehmen möchten eingeladen, ein oder zwei Stücke mitzubringen und vorzustellen. Auf CD oder auf einem USB-Stick kann es abgespielt werden und zu einem gemeinsamen Austausch führen: was haben andere gehört, gefühlt, erlebt? Was gibt es an Informationen über diese Musik und ihre Schöpfer? In welchem Genre kann es gesehen werden? Gibt es Vergleichbares in anderen Künsten?

Ein offener Abend mit hoffentlich diversen Überraschungen. Und wer nichts vorstellen möchte, kann selbstverständlich auch mit hören!

Montag, 10.0.22, 20 Uhr, Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50
Nach den derzeitigen Vorgaben gilt für den Einlass 2G.

Kammertöne: vom Erinnern

Angelika Höger
16. – 19.12.2021
Ausstellungseröffnung/Performance: Donnerstag, 16. Dezember 18 – 20 Uhr
Workshop: Samstag, 18. Dezember 10 – 13 Uhr
Alte SynagogeStiftstraße 759555 Lippstadt

Die alte Synagoge Lippstadt hat Geschichte. Wie kann diese Geschichte erfahrbar werden an einem Ort, der sich nicht vergessen hat und doch aktiv vergessen wurde? Was erzeugt Erinnerungen hier? Erinnerungen sind gemacht. Wir halten uns an Gegenständen fest, die noch Reste sein könnten, und heften Erinnern an sie. Nicht nur die Gegenstände verschwinden. Genau so verschwinden Klänge. Geräusche, so flüchtig und so voller Leben und Lebendigkeit.

Gegenstände die Töne erzeugen, Überreste vielleicht, sind in der alten Synagoge zu kinetischen Objekten arrangiert. Es sind leise Töne. Besucher:innen, die sich im Raum bewegen, können nachspüren und innehalten. Sich Erinnern gegen ein Vergessen.

Workshop
Mögliche Beziehungen zwischen Klang und Erinnerung erkunden wir in diesem Workshop. Mit alltäglichen Gegenständen erzeugen wir gemeinsam Klänge und Töne. Geräusche schaffen Orientierung, vermitteln räumliches Empfinden und ermöglichen so ein sich Verorten vor Ort. Welche Geräusche sind in in unserem Gedächtnis, welche Erinnerungen rufen sie wach oder erzeugen sie.

Wir praktizieren gemeinsam Geräusch-Musik, Improvisation als ein Aufeinander-hören, das die Basis für alles Verstehen bildet. Hier geben wir dem anderen Raum und teilen uns mit – jenseits der Sprache. Der Workshop ist offen für alle. Wir nehmen uns etwa drei Stunden Zeit. Zehn Menschen können teilnehmen.

Jour fixe Dezember

Duoni Liu, eine Komponistin aus China erzählt uns durch ihre ausgewählten Stücke, was ihre Kunstästhetik ist, warum politische Themen eine große Rolle in ihrer Komposition spielen, wie sie als chinesische Künstlerin, die seit 10 Jahren in Deutschland lebt und Teil einer neuen Generation von Komponist:innen ist, über die Musikwelt denkt.

Montag, 06.12.21, 20 Uhr, Capella hospitalis. Eintritt frei, um Spende wird gebeten. Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Zutrittsbestimmungen.

Jour fixe November

Im Rahmen des Jour fixe am 8. November um 20 Uhr in der Capella hospitalis in der Teutoburger Str. 50 stellt Jochen A. Modeß Beispiele seiner Musik auf visuelle Anregungen vor. Der Referent war langjährig als Kirchenmusiker tätig, u.a. in Bielefeld (Neustädter Marienkirche) und Greifswald. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat er auch immer wieder kompositorische Beiträge geleistet. Mehrere Werke entstanden auf visuelle Anregungen: diese reichen von der Stadtsilhouette Greifswalds bis zu Bildern von Caspar David Friedrich. Modeß wird den Kontext der Entstehungen erläutern und Ausschnitte der musikalischen Auseinandersetzungen mit den visuellen Eindrücken zu Gehör bringen.

Eintirtt frei, Spende erbeten

Konzert im Theater – Cooperativa Ensemble

Sonntag, 31.10.21, 18 Uhr, TOR 6 Theaterhaus

Hermann-Kleinewächter-Str. 6, Bielefeld

Edith Murasova – Mezzosopran, Heidemarie Bhatti-Küppers – Texte, Djamilija Keberlinskaja-Wehmeyer – Flügel, Stefan Kallmer – Klarinetten, Reinhold Westerheide – Gitarre, Angelika Höger – Klangobjekte, Marcus Beuter – Fieldrecordings, Peter Schwieger – Electronics, Willem Schulz – Cello

Werke von Kurtag, Cage, Lisken, Höger, Westerheide, Bloch, Beuter, Ball sowie eine Ensemble-Improvisation im Dunkeln, eine RAUM-Improvisation und eine Performance mit mobilen Lautsprechern

Eintritt: 15 / 10 €

Gefördert durch das Kulturamt Bielefeld und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Zyklon – Willem Schulz

Mittwoch 27.10. 20.00 Uhr

Kreisen, drehen, wirbeln, schleudern – Willem Schulz hat im Umgang mit seinem Cello alle nur möglichen Haltungen, Formen, Bilder und Klänge entwickelt, die in der Performance »ZYKLON« dramaturgisch zusammenfließen. Aus der Stille entstehen feine, minimalistische Muster, sich unmerklich verändernd. Aufkommende Turbulenzen und tanzende Wirbel: das Cello wird zum Kreisel bis der Musiker sich selbst im Reich spektraler Obertöne leichtfüßig um die eigene Achse schwingt. Die Energie nimmt Fahrt auf, das Cello wird schließlich geschleudert. Entstehende Winde werden über Mikrofone eingefangen und verstärkt: steife Brisen, die in einen heftigen Tornado übergehen. Und mittendrin der ruhende Pol. KörperMusik par excellence.

Willem Schulz: Cello-Performance, Leon Raum: Soundmix, Matthias Pohl: Lichtdesign

Eintritt: 15,- / erm. 10,-
nur Abendkasse

Reservieren unter: info@cooperativaneuemusik.de

Jour fixe Oktober

​selbstverständlich – mit leerstellen

selbstverständlich – mit leerstellen ist eine Klanginstallation von Marcus Beuter für den öffentlichen Raum.

Jüdisches Leben ist in Deutschland seit über 1700 Jahren selbstverständlich. Es gehört zum hiesigen Kulturkreis dazu und bereichert damit die Vielschichtigkeit der Gesellschaft.

Es ist aber auch ebenso Teil der Geschichte, dass jüdisches Leben immer wieder unterdrückt wurde, dass es Gewalt gegen jüdische Gemeinden und Mitbürger gab bis hin zu dem Versuch das jüdische Leben in ganz Europa zu vernichten. Der Holocaust hat Leerstellen hinterlassen. Leerstellen, die weit über den unfassbaren Verlust jedes einzelnen Menschen hinausgehen. Leerstellen in unserer Kultur, in unserer Gesellschaft.

Die Komposition selbstverständlich – mit leerstellen basiert auf Interviews mit Mitgliedern und dem Kantor der jüdischen Gemeinde Bielefeld, sowie der Rabbinerin der jüdischen Gemeinden Unna, Köln und Oberhausen.

Zusätzlich enthält sie liturgische Gesänge und Aufnahmen des Shofar. Und letztlich noch Störgeräusche, die alle auf Aufnahmen in der Synagoge Bielefeld basieren.

Die Klanginstallation besteht in zwei Versionen. Für Innenräume wurde eine 4-Kanal-Komposition erschaffen. Das Publikum wird von den Klängen umfangen und die räumliche Verortung schafft eine stärkere Verbindung zu dem Raum, in dem die Installation zu hören ist.

Für die Außeninstallation entstand eine Stereoversion mit Pausen, so dass sie mehr wie eine Intervention wirkt.

Das Projekt wurde zum jüdischen Festjahr 2021 umgesetzt. Es entstand in enger Kooperation mit den Jüdischen Kultusgemeinden Bielefeld und Unna.

Die 4-Kanal-Installation war im Mai in der Synagoge Bielefeld und im August in der Synagoge Unna zu hören.

Im Juni war die Außeninstallation am Jahnplatz in Bielefeld gerichtet auf das ehemalige jüdische Textilkaufhaus zu hören und im September vor dem St. Bonifatius Heim, dem ehemaligen jüdischen Altenheim für Westfalen.

Ebenfalls im September wurde die Installation in der Petrikirche Versmold realisiert.

Im Jour fixe der Cooperativa Neue Musik wird die Klanginstallation vorgestellt und die Erfahrungen der Realisation werden erläutert.

Mit Marcus Beuter

Montag, 4.10., 20 Uhr, Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50

diagonal

diagonal
willem schulz 70

Freitag, 24.09.21 und Samstag 25.09.21

 

Anlässlich seines 70. Geburtstags widmet die Cooperativa Neue Musik dem Musiker Willem Schulz eine große Retrospektive mit Arbeiten aus den Jahren 1968 bis 2020; Zwei Tage Musik – Raum – Performance – Aktion – Tanz – Vortrag.

Willem Schulz, der bereits in den 1970er Jahren Mitglied im legendären „Ensemble Musica Negativa“ war, ist bekannt als experimenteller Cellist und als künstlerischer Leiter innovativer Festivals und Konzertformate. In Bielefeld z.B. die »STADTSINFONIE«, 5 DIAGONALE-Festivals und die »bielefelder SCHWÄRME«.

Sein zentrales Anliegen, Musik, Raum und Leben in Beziehung zu setzen, wird in „diagonal“ in 7 Konzerten zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten inszeniert. 70 internationale Mitwirkende werden in Besetzungen von Soli über Ensembles bis zum Tutti sowohl die Konzerträume wie auch Open-Air-Bereiche bespielen. Dabei geht es diagonal durch die Perioden seines Schaffens, diagonal durch spannende kompositorische Ideen und diagonal durch die Orte. Mittendrin die Uraufführung von »MASSEN« durch das Cooperativa Ensemble.

Freitag

I. 20 Uhr Ouverture Rudolf-Oetker-Halle

Planetenbahn (1995) Das Erste Improv. Streichorchester                                      fliegend (2017) Oona Kastner, Edith Murasova, Pia Raum                                          Haus für Tuba (2012) Ensemble Contemporary Insights                                               Hier Gilt Fluxus-Text (1970) Mitch Heinrich                                                           MASSEN (2020) UA Cooperativa Ensemble

II. 24 Uhr Nachtkonzert Rudolf-Oetker-Halle

Sand und Sterne (2003) Pia und Fanja Raum                                                      Ahnungen nur (2009) – 3 Liebeslieder E. Murasova / J. Gerdes                                      Ich denke an dich in der Stille der Nacht (2019) Oona Kastner / Willem Schulz              Farben der Stille (1968) Offene Mitwirkung

Samstag

III. 06 Uhr Morgendämmerung Teutoburger Wald, Parkplatz Zweischlingen, Osnabrücker Str. 200, 33649 Bielefeld

Rufe (2018) Linus Bornheim, Fanja Raum                                                                          zrirr (1989), Planetenbahn, Soli u.a. Das Erste Improvisierende Streichorchester

IV. 12 Uhr Stadt-Performance Altstadt in Bielefeld, Fußgängerzonenbereich

simultan (1998 – 2008) Solisten-Ensemble                                                                        dirigiere (2008) Zachary Seely                                                                                         zrirr (1989), Planetenbahn, Wasserfall, Soli  Das Erste Improvisierende Streichorchester

V. 17 Uhr Schräger Marsch Bürgerpark + Stadtbahn-Haltestelle Rudolf-Oetker-Halle

Rufe (2018) Linus Bornheim, Fanja Raum                                                              Schräger Marsch + Klangpassagen (2018) gem. Ensemble

VI. 19 Uhr Gala Rudolf-Oetker-Halle

simultan (1998 – 2008) Solisten-Ensemble                                                                    Spiel deine Ohren (1969) Publikum                                                    Musikwissenschaftlicher Vortrag Egbert Hiller                                                            ferner gesang (2007) Arminio-Quartett                                                                              Es ist heiß in der Mitte der Sonne (1986) family-gang                                             Kamikaze Ausschnitte (2002) Einspielung                                                            irgendwo – ein Liebeslied (2009) Mitch Heinrich                                                               A & O (1996) Katharina Koenig, Thomas Pfeifer                                                  Relationen (2018) ensemble xenon

VII. 22 Uhr Finale Rudolf-Oetker-Halle

comunicazione (2018) ensemble xenon                                                                            Die Nager (2012) Reinhold Westerheide                                                                       Butoh-Tanz + Cello Minako Seki, Willem Schulz                                                Skulpturen (1999) Jan Gerdes

Eintritt: Freitag- und Samstag-Ticket jeweils: 19,- / erm. 15,-; VVK 16,- / erm. 12,-Festivalpass: 33,- / erm. 25,-; VVK 27,- / erm. 19,-

Gefördert durch das Kulturamt Bielefeld, die Kunststiftung NRW, den Deutschen Musikfonds und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW

              

   

Wo hast du all die Schönheit hergenommen?

Lieder, Klaviermusik und Lyrik

Kompositionen von Arnold Schönberg, Viktor Ullmann, Erwin Schulhoff, György Kurtág sowie Gedichte von Selma Meerbaum – Eisinger

Ein Konzertabend mit Mitgliedern des Cooperativa Ensembles – gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Edith Murašova, Mezzosopran
Djamilija Keberlinskaja – Wehmeyer, Klavier
Heidemarie Bhatti – Küppers, Rezitation

Sonntag, den 29. August 2021, 19.00h
Johanniskirche
Johanniskirchplatz 1, 33615 Bielefeld

Benefizkonzert für die Opfer der Unwetterkatastrophe

Inmitten des Elends und der Verwüstungen, die durch die Flutkatastrophe in vielen Teilen Deutschlands und auch Österreichs angerichtet wurden, befinden wir uns hier in Bielefeld wie auf einer Insel der Glückseligen. Umso mehr ist es daher ein Gebot der Stunde, dass wir alle Kräfte mobilisieren, um den Opfern der Flutkatastrophe zu helfen. Deshalb haben die Capella hospitalis zusammen mit der Cooperativa Neue Musik beschlossen, ein Benefiz-Konzert zu veranstalten, um wenigstens einen kleinen Beitrag zur Unterstützung der betroffenen Menschen zu leisten.
Das Konzert findet am Freitag, dem 30. Juli um 20.00 Uhr in der Capella hospitalis, Teutoburgerstr. 50, 33604 Bielefeld statt.

Zur Aufführung kommen Werke von Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn, Gerd Lisken, Willem Schulz, Johannes Brahms und Enrique Granados.
Es singen und spielen Mitglieder des Cooperativa Ensembles: Edith Muraśova: Gesang, Djamilija Keberlinskaja-Wehmeyer: Klavier, Willem Schulz: Cello

Um möglichst viele Personen gefahrlos einlassen zu können, bitten wir Sie um einen Schnelltest, der nicht älter ist als 48 Stunden.
Zusätzliche Sicherheit können wir Ihnen mit einem professionellen Luftreiniger bieten, der der Capella hospitalis durch das Kulturamt Bielefeld gestiftet wurde.
Das Tragen einer Atemschutzmaske ist beim Ein- und Austritt nach wie vor verpflichtend.
Bitte melden Sie sich per Email bei bhattikueppers@hotmail.com bis spätestens Donnerstag, 29.07. an, damit wir einen Platz für Sie reservieren können.