Vorschau

28.05. – 24.6. Klanginstallation: subversiv Hauptbahnhof Osnabrück
01.07. Jour fixe: Acuisha, Klanginstallation von Marcus Beuter
02.09. Jour fixe: Chaya Czernowin von Edith Murasov
30.09. Konzert: Porträtkonzert Ketan Bhatti Kunsthalle
07.10. Jour fixe: Oona Kastner
04.11. Jour fixe
02.12. Jour fixe

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Jour fixe Juli

Acuisha – Klanginstallation

Marcus Beuter ist im vergangenen Winter im Rahmen einer Künstlerresidenz in Bolivien im oberen Amazonsabecken gewesen. Aus seinen Aufnahmen entstand die 4-Kanal-Installation Acuisha.
Sie wird erstmalig am 12.7. zur Nacht der Klänge an der Universität Bielefeld zu hören sein.
Im Jour fixe stellt Marcus Beuter die Klanginstallation vor und berichtet von seinen Erfahrungen und Herausforderungen, um in den Regenwald zu gelangen.

Acuisha ist ein Wort aus dem Ese Ejja, einer indigenen Sprache im Amazonasbecken Boliviens. Es bedeutet der Dorn / der Stachel.

Montag, 1.7.19, 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spende erbeten

Jour fixe Juni

Instrumentale Komposition mit dem Computer

Nachdem der Computer zunächst vor allem die elektronische Komposition beeinflusste, wird dieser zunehmend auch im Bereich der Instrumentalkomposition zum wertvollen Hilfsmittel. In diesem Vortrag geht es sowohl um die technischen und ästhetischen Implikationen dieser neuen Methode, die ich an einigen meiner Stücke versuche zu erläutern. Dabei werden Themen wie Intuition, Selbstreflexion und Struktur, das Phänomenologische der zeitgenössischen Musik sowie Zufall und seine Wahrnehmung exemplarisch aufgegriffen.

Referent: Achim Bornhöft

Montag, 3.6.2019, 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spende für den Referenten erbeten

subversiv am Hauptbahnhof Osnabrück

subversiv
Klanginstallationen am Hauptbahnhof Osnabrück
28.5. bis 24.6. 2019
Eröffnung: Dienstag, 28.5. 18 Uhr

Ab Dienstag, den 28.5. um 18 Uhr wird die Klanginstallation subversiv am Eingang des Hauptbahnhof Osnabrück zu hören sein.
Zur Eröffnung spielt das Cooperativa Ensemble live und leitet direkt in die Installation über.

Die Klanginstallation subversiv wird in 2019 an 3 Orten in Osnabrück realisiert.

Die Mitglieder des Cooperativa Ensembles haben nach einer Konzeption von Willem Schulz Materialien für die Installationen eingespielt. Die Komposition für 6 Lautsprecher erstellte Marcus Beuter.
Das Konzept basiert auf unterschiedlichen Assoziationen, wie Düfte, Schwärme, Winde, aber auch Unbekannte Sprachen oder Punkte und Linien sind Themen.

Das Ensemble verfügt über ein breites musikalisches Spektrum: diverse Instrumente, Gesang, Text und Elektronik bringen Klänge verschiedenster Art ein.
Die Besetzung im Einzelnen:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Monochord
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Gerd Lisken – Klavier
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

Gefördert durch den Landschaftsverband Osnabrücker Land und die Stadt Osnabrück

Jour fixe Mai: Komponistinnen der Gegenwart II – Rebecca Saunders

II. Rebecca Saunders (*1967). Referat: Ulrich Maske

Die aus London stammende Rebecca Saunders (*1967) lebt seit 25 Jahren in Berlin. Nach dem Kompositionsstudium bei Nigel Osborne in Edinburg und Wolfgang Rihm in Karlsruhe ist sie seit Mitte der 90er Jahre frei schaffende Komponistin und seit 2011 Professorin für Komposition an der Musikhochschule in Hannover. Sie ist Mitglied der Berliner und der Sächsischen (in Dresden) Akademie der Künste und wurde Anfang dieses Jahres mit dem Ernst von Siemens-Musikpreis, quasi dem Musik-Nobelpreis, ausgezeichnet, der mit 250.000 EUR dotiert ist.

Die 51jährige Rebecca Saunders ist inzwischen bei Kennern der Neuen Musik eine hoch geschätzte Komponistin, – die Menge an Aufrufen ihrer Musik bei Youtube kann dafür als Gradmesser dienen. Hochspannung und Dramatik kennzeichnet diese Musik, paradoxer Weise häufig ausgelöst durch Phasen der Stille im Klanggeschehen, welche das dann Folgende als um so heftigere Ausbrüche erscheinen lassen. Der Gegenpol sind ruhige, fast schon melancholische Abschnitte, mit denen einige ihrer Stücke dann auch zu Ende gehen. Obwohl absolute Musik, scheint diese dennoch zum Musikdramatischen zu tendieren. Vielleicht/hoffentlich kann die Musikwelt von ihr die Oper des abstrakten Exressionismus erwarten – als solchen lässt sich ihre Musik m.E. charakterisieren. Der Jour fixe wird anhand von Klangbeispielen dieser in jeder Hinsicht vielseitigen, komplexen, aber eben auch von gegensätzlichen Emotionen gezeichneten Musik und ihrer Schöpferin nachspüren.

Montag, 6. Mai, 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spenden erwünscht

Jour fixe April: Komponistinnen der Gegenwart I – Isabel Mundry

Im Rahmen der Jours fixes beginnen wir eine spezielle Reihe:
Komponistinnen der Gegenwart – Leben und Werk. Unten sind die beiden ersten Termine angezeigt. Weitere sind geplant. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 20 Uhr in der Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50. Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

I. Isabel Mundry (*1963). Referat: Edith Murasova
Isabel Mundry (*1963) ist eine der interessantesten Komponistinnen der Gegenwart. Sie studierte Komposition bei Frank Michael Beyer und Gösta Neuwirth an der Hochschule der Künste Berlin und bei Hans Zender an der Hochschule für Musik Frankfurt am Main. 1994 belegte sie einen Kurs für Musikinformatik am IRCAM in Paris.
Von 1986 bis 1993 unterrichtete Mundry Musiktheorie und Analyse an der Berliner Kirchenmusikschule und an der Hochschule der Künste Berlin. 1996 übernahm sie eine Professur für Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule Frankfurt. Seit 2004 ist sie Professorin für Komposition an der Zürcher Hochschule der Künste. Zusätzlich übernahm sie zum Studienjahr 2011/12 eine halbe Kompositionsprofessur an der Hochschule für Musik und Theater München. Mundrys Werke zeichnen sich durch eine individualisierte und differenzierte, in sich variantenreiche und nuancierte Musiksprache aus: „Wiederholt wird in Mundrys Kompositionen so gut wie nichts; dasselbe gerät immer anders.“ International bedeutende Orchester und Ensembles haben Mundrys Werke aufgeführt. Ihr Musiktheater Ein Atemzug – Odyssee wurde an der Deutschen Oper Berlin im September 2005 uraufgeführt. Diese Produktion wählte die Kritikerjury der Fachzeitschrift Opernwelt zur „Uraufführung des Jahres 2006“. (Wikipedia)
Mundry komponiert unter anderem unter dem Eindruck der Prozesszeit Debussys, der Polyphonie Dufays und dem offenen Zeitbegriff Cages. In ihren Arbeiten verbinden sich komplexe Polyphonie, asynchrone Zeitverläufe und computergestützte Progressionsreihen zu einem poetischen Leuchten musikalischer Verläufe. Bestandteil des Vortrags sind u. a. Ausschnitte aus der CD „Isabel Mundry -Le Silence-Tystnaden“, eingespielt vom Klangforum Wien, sowie Teile aus der Auftragskomposition „Endless sediments “ (Uraufführung 2018, WDR Sinfonieorchester Köln).

1. April, Capella hospitalis, Teutoburgerstr. 50 um 20.00 h

Stationen IV | „STIMMEN aus NRW“

Während STATIONEN I in 2012 „fünf Kompositionen auf Tour“ durch sechs NRW-Städte schickte und STATIONEN II in 2014 zehn InterpretInnen der Region in den Mittelpunkt rückte, stand STATIONEN III 2017 im Zeichen einer großen, 20-köpfigen Ensemble-Besetzung.
Die Konzertreihe STATIONEN IV in 2019 setzt den Schwerpunkt auf ein experimentelles Zusammenspiel von unterschiedlichsten Stilrichtungen der menschlichen Stimme. Dabei wurde von den Gesellschaften für Neue Musik aus NRW zu denen die Bielefelder Cooperativa Neue Musik gehört ein acht-köpfiges Vokal-Ensemble aufgestellt. Unter der künstlerischen Leitung von Julia Mihály treten Gesangsstile wie Beatboxing, Operngesang, Jazzgesang, experimentelle Stimmkunst, neuer klassischer Gesang, Obertongesang und Sprachkunst in Beziehung. Es wird improvisiert, Raum und Performance werden inszeniert und 10 völlig verschiedene Kompositionen kommen zur Aufführung.
Die Sängerin Julia Mihály arbeitet als vielseitige Musikerin virtuos im Niemandsland zwischen Hoch- und Alltagskultur und ist somit bestens für die Leitung qualifiziert. Ein neues Werk der jungen Komponistin Elnaz Seyedi kommt zur Uraufführung, das dem Ensemble wie auf den Leib geschrieben wurde und damit die eigentümlichen Qualitäten der verschiedenen Stimmfächer auslotet und in Szene setzt. Weitere Werke sind u.a. von Georges Aperghis, Erhard Karkoschka, Mauricio Kagel und Giacinto Scelsi. Uraufgeführt wird zudem die Komposition „fliegend“ für 3 Sopranstimmen des Bielefelder Komponisten Willem Schulz.
Die beteiligten GesangssolistInnen sind: Heide Bertram, Manon Blanc-Delsalle, Sara Decker, Stefan Gwiasda, Martin Lindsay, Milena Schuster, Bettina Wenzel und Martin Wistinghausen.
Zur Tradition der STATIONEN-Reihe gehört auch die Verknüpfung mit einem groß angelegten Schulprojekt, dessen Leitung in den Händen von Lesley Olson und Johanna Daske liegt. In Zusammenarbeit mit den KomponistInnen und InterpretInnen wurde für STATIONEN IV ein umfangreiches und mit vielen Abbildungen und Notenbeispielen sinnlich aufbereitetes Unterrichtsmaterial erstellt. In den sieben Städten der Tournee besuchen die am Projekt beteiligten SängerInnen Schulklassen, um gezielt das Interesse an dem STATIONEN-Konzert und damit für Neue Musik zu wecken und zu fördern. In Bielefeld ist die Luisenschule und das Ehrenberg-Gymnasium beteiligt.

Gestartet wird in der Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle am Freitag, dem 29.03. um 20 Uhr. Weiter geht es am Samstag, dem 30.03. um 19.30 Uhr im Hangar 21 in Detmold und am 31.03. um 18 Uhr in der Musikhochschule Münster.
Unterstützt von Kulturamt Bielefeld, Detmolder Stadthallen GmbH, Kulturamt der Stadt Münster, Kulturbüro der Stadt Essen, Kulturamt der Stadt Köln und Kulturbetriebe Aachen
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Jour fixe März

Montag, 4.3., 20 Uhr, Capella hospitalis

Einführung

in das Konzert Stationen IV STIMMEN AUS NRW

Beatboxing-Workshop und Konzerteinführung

Der Abend beginnt mit einem Workshop des Beatboxers Stefan Gwiasda. Wie kann ausschließlich mit den Möglichkeiten der Stimme ein Schlagzeug mit seinen diversen Facetten realisiert werden? Gwiasda ist Experte und vermittelt den Besuchern erste praktische Versuche dazu. Mit Spaß und Freude. Stefan Gwiasda ist auch einer der 8 Künstler des acht-köpfigen Vokal-Ensembles, das die Cooperativa Neue Musik Bielefeld mit sieben anderen Gesellschaften für Neue Musik aus NRW in ihrer vierten Ausgabe der Konzertreihe STATIONEN zusammengestellt haben.

Neben dem Workshop gibt es eine Einführung durch Willem Schulz in das Konzertprogramm, das am 29.3. um 20 Uhr in der Rudolf-Oetker-Halle und danach in 6 weiterren Städten aufgeführt wird.
Dabei treten die unterschiedlichsten Gesangsstile in Beziehung: vom Beatboxing bis zum Operngesang über neue Musik, Performance, Jazzgesang und Improvisation. Unter der künstlerischen Leitung von Julia Mihály stehen komponierte Werke, Konzepte und Improvisationen auf dem Programm, darunter Neuschöpfungen aus dem Ensemble und von befreundeten Komponisten. Außerdem kommt ein Auftragswerk von Elnaz Seyedi zur Uraufführung, das den Mitwirkenden wie auf den Leib geschrieben wurde und damit die eigentümlichen Qualitäten der verschiedenen Stimmfächer auslotet und in Szene setzt.

Eintritt frei, Spenden erbeten

„Ich habe großen Hunger nach dem Licht – Für Gerd Lisken“

Bunker Ulmenwall, Bielefeld
02.03.2019 19 – 01 Uhr

Eine Lange Nacht im Gedenken an Gerd Lisken (1928 – 2018).

Dem seit 1960 in Bielefeld lebenden und wirkenden Musikprofessor, Pianist, Komponist, Improvisator und leidenschaftlichen Besucher und Förderer künstlerischer Veranstaltungen aller Art wird in dieser Langen Nacht mit über 30 Beiträgen auf unterschiedlichste Weise gedacht.

Musik diverser Genres zwischen Klassik, Jazz und Neuer Musik wird in Form von Kompositionen, Konzepten und freien Improvisationen zu hören sein. Gerade Letzteres hatte Gerd Lisken sehr geliebt und in unzähligen Besetzungen und interdisziplinären Projekten praktiziert: sich der Intuition des Moments hinzugeben und diesen als gemeinsame Partitur zu gestalten. Partnerinnen und Partner aus diversen seiner Ensembles musizieren an diesem Abend im Geiste mit ihm.

Daneben werden Textbeiträge eingebracht: Erinnerungen, Anekdoten, Gedichte, Performances. Gerd Lisken war immer auch ein Freund der Poesie. Viele seiner Lied- und Chorkompositionen verarbeiten Texte von Rose Ausländer, Friederike Mayröcker, Hilde Domin oder Jacques Prévert. Auch eigene Texte entsprangen seiner Feder. Zu vielen Anlässen schrieb er zudem Kanons, die oft eine humorvolle Note besaßen. Einer dieser Kanons wird auch an diesem Abend erklingen. Mit dem gesamten Publikum.

Weiterhin gibt es Tanz: Christine Grunert wird einen stillen Tanz kreieren, animiert durch das Klavierspiel von Gerd Lisken, das ihr im Moment der Aufführung innerlich in den Sinn kommt. Und Florian Lisken wird eine Szene aus „Novecento, dem Ozeanpianisten“ spielen, das er mit seinem Vater viele Male performte.

Im Foyer wiederum werden den ganzen Abend Fotos und Videos gezeigt, in denen Gerd Lisken mitwirkte oder die für ihn in Memoriam produziert wurden.

Das Programm dieses Abends ist eine Hommage an eine großartige Persönlichkeit des Bielefelder Kulturlebens. Ganz nach dem Motto: lang und bunt – so wie Gerd Lisken es war.

Die über 50 Mitwirkenden:
Gunther Möllmann, Karl Godejohann, Gunda Züllich, Werner Schermeier, Karin Bott-Bodenhausen, Peter Bayreuther, Margarete Huber, Christian Beckers, Kalle Mews, Anke Züllich-Lisken, Thomas Schweitzer, Anne Beisse-Munemo, Daniel Brandl, Ensemble Freie Musik, Andreas Gummersbach, Reinhold Westerheide, Christine Grunert, Sebastian Lisken, Willem Schulz, Reinhard Gagel, Matthias Klause-Gauster, Stefan Schulz, Barbara Daiber, Joachim Raffel, Cooperativa Ensemble, Pia Raum, Susanne Schulz, Jho kaufmann, Florian Lisken, Stefan Kallmer, Marie-Pascale Gräbener, Oona Kastner, Markus Schwartze, Holger Sauer.

Jour fixe Februar

Als Nachklang zu der Veranstaltung 7 Stunden KLANG findet am Montag, dem 4.2. um 20 Uhr ein Jour Fixe in der Capella hospitalis in Bielefeld statt.
Sie sind eingeladen den Tag im Marta mit uns zu reflektieren.
Moderation: Angelika Höger