Vorschau

02.10. Jour fixe: Hörabend im Jürgen-Conrady-Archiv der Cooperativa Neue Musik
22.10. Konzert: Cooperative Ensemble präsentiert: Erfüllte Augenblicke, Wilde Rose, Melle
06.11. Jour fixe: Tage für Neue Musik Donaueschingen 2017, Ulrich Maske, Capella hospitalis
20.11. Konzert: Cooperativa Ensemble präsentiert: Trio Dekadenz +, Kunsthalle Bielefeld
04.12. Jour fixe: Pauline Oliveros

07.04.18 Konzert: Lange Nacht der Neuen Musik, Rudolf-Oetker-Halle

Advertisements

Jour fixe Oktober

Hörabend im Jürgen-Conrady-Archiv

Die Cooperativa Neue Musik lädt ein zu einem Hörabend im Jürgen-Conrady-Archiv. Einzelne Musikstücke werden vorgestellt und besprochen.

Montag, 2.10., 20 Uhr, Jürgen-Conrady-Archiv, Rohrteichstr. 66a, 33602 Bielefeld
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Vernissage der Klanginstallation subversiv in Lemgo

subversiv
Klanginstallationen im Landschaftspark der Staff-Stiftung
10.9. bis 15.10. 2017
Eröffnung: Sonntag, 10.9. 11.30 Uhr
Ein Projekt der Cooperativa Neue Musik e.V. Bielefeld

Ab Sonntag, den 10.9. um 11.30 Uhr wird die Klanginstallation subversiv im Landschaftspark der Staff-Stiftung in Lemgo zu hören sein.
Zur Eröffnung spielt das Cooperativa Ensemble live und leitet direkt in die Installation über.

Der Landschaftspark, ein Spazierweg, eine Hecke. Klänge wehen durch die Luft, mal kaum hörbar, so dass sie das Ohr an die Hecke locken, dann wieder nehmen sie den ganzen Raum ein.

Das Cooperativa Ensemble realisiert 2017 an 3 Orten der OWL-Region Klanginstallationen im öffentlichen Raum. Deutlich unterschiedliche Orte werden über mehrere Wochen klanglich subtil verändert, um Passanten zu neuen Erfahrungen auf ihren alltäglichen Wegen zu inspirieren.
Nach einer ersten Intervention in einer kleinen Seitenstraße in Halle/Westfalen wird die Installation nun oberhalb von und mit Blick auf Lemgo zu hören sein.
Klanginstallationen bieten die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum Orte subtil zu verändern, so dass diese von den Menschen neu wahrgenommen werden können.
Künstlerisch haben sie besondere Qualitäten: Kunst wird öffentlich gemacht und ist jedermann zugänglich. Die Klang-Intervention wird zudem in einem sich ändernden akustischen Umfeld immer wieder anders erlebt: mal regnet es, mal gibt es starken Verkehrslärm, mal ist es still.

Die Mitglieder des Cooperativa Ensembles haben nach einer Konzeption von Willem Schulz Materialien für die Installationen eingespielt. Die Komposition für 6 Lautsprecher erstellte Marcus Beuter.
Das Konzept basiert auf unterschiedlichen Assoziationen, wie Düfte, Schwärme, Winde, aber auch Unbekannte Sprachen oder Punkte und Linien sind Themen.
Das Ensemble verfügt über ein breites musikalisches Spektrum: diverse Instrumente, Gesang, Text und Elektronik bringen Klänge verschiedenster Art ein.

Die Besetzung im Einzelnen:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Monochord
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Gerd Lisken – Klavier
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, dem LWL, dem Landesverband Lippe, der Staff-Stiftung und der Sparkasse Bielefeld

Jour fixe September

Zwischen Funktion und Freiheit: Überlegungen zur (zeitgenössischen) Kirchenmusik

Kantor Christof Pülsch referiert unter der Überschrift „Zwischen Funktion und Freiheit: Überlegungen zur (zeitgenössischen) Kirchenmusik“.

Christof Pülsch studierte ev. Kirchenmusik und Orgel in Detmold und Piteå (Schweden) und ist seit 2006 Kirchenmusiker der Zionsgemeinde Bethel. Er leitet mehrere Chöre und verantwortet an der Zionskirche neben der liturgischen Musik eine umfangreiche Konzertreihe, in deren Rahmen er auch regelmäßig als Organist konzertiert. Dabei spielt die zeitgenössische Musik eine wichtige Rolle. Im Januar 2017 veranstaltete er erstmalig das Neue-Musik-Festival FRAKZIONEN.

Mittwoch, 6.9., 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Vernissage der Klanginstallation subversiv in Halle/Westfalen

subversiv
Klanginstallationen in der Gartenstr. 6, Halle/Westfalen
7.8. bis 4.9. 2017
Eröffnung in Halle/Westfalen: Montag, 7.8. 17 Uhr

Ab Montag, den 7.8. um 17 Uhr wird die Klanginstallation subversiv in der Gartenstr. 6 in Halle/Westfalen zu hören sein.

Eine kleine Seitenstraße, eine Hecke. Klänge wehen durch die Luft, mal kaum hörbar, so dass sie das Ohr an die Hecke locken, dann wieder nehmen sie den ganzen Raum ein.

Das Cooperativa Ensemble realisiert 2017 an 3 Orten der OWL-Region Klanginstallationen im öffentlichen Raum. Deutlich unterschiedliche Orte werden über mehrere Wochen klanglich subtil verändert, um Passanten zu neuen Erfahrungen auf ihren alltäglichen Wegen zu inspirieren.

Klanginstallationen bieten die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum Orte subtil zu verändern, so dass diese von den Menschen neu wahrgenommen werden können.

Künstlerisch haben sie besondere Qualitäten: Kunst wird öffentlich gemacht und ist jedermann zugänglich. Die Klang-Intervention wird zudem in einem sich ändernden akustischen Umfeld immer wieder anders erlebt: mal regnet es, mal gibt es starken Verkehrslärm, mal ist es still.

Die Mitglieder des Cooperativa Ensembles haben nach einer Konzeption von Willem Schulz Materialien für die Installationen eingespielt. Die Komposition für 6 Lautsprecher erstellte Marcus Beuter.

Das Konzept basiert auf unterschiedlichen Assoziationen, wie Düfte, Schwärme, Winde, aber auch Unbekannte Sprachen oder Punkte und Linien sind Themen.

Das Ensemble verfügt über ein breites musikalisches Spektrum: diverse Instrumente, Gesang, Text und Elektronik bringen Klänge verschiedenster Art ein.

Die Besetzung im Einzelnen:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Stimme, Geige
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Gerd Lisken – Klavier
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

Gefördert durch
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Landesverband Lippe
Staff Stiftung
  

Klangspaziergang mit Marcus Beuter

Am Dienstag, den 18.7. lädt Marcus Beuter einem Soundwalk in Bielefeld ein.
Hörend und schweigend durch die Stadt gehen, die Klangkulisse der Umgebung als Konzert erleben.

Der 18.7. ist der internationale World Listening Day. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Listening to the Ground“ und ist Pauline Oliveros gewidmet.

Der Soundwalk beginnt um 19 Uhr vor dem Bunker Ulmenwall und wird etwa eineinhalb Stunden dauern.
Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Bitte auf wettergemäße Kleidung achten.

Jour fixe Juli

subversiv
Jour fixe zu den Klanginstallationen im öffentlichen Raum

Das Cooperativa Ensemble realisiert in 2017 an 3 Orten der OWL-Region Klanginstallationen im öffentlichen Raum. Deutlich unterschiedliche Orte werden über mehrere Wochen klanglich subtil verändert, um Passanten zu neuen Erfahrungen auf ihren alltäglichen Wegen zu inspirieren.

Klanginstallationen bieten die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum Orte zu verändern, so dass diese von den Menschen neu wahrgenommen werden können.

Sie haben künstlerisch besondere Qualitäten: Kunst wird öffentlich gemacht und ist jedermann zugänglich. Die Klang-Intervention wird in einem sich ändernden akustischen Umfeld immer wieder anders erlebt: mal regnet es, mal gibt es heftigen Verkehrslärm, mal ist es still.

Die Mitglieder des Cooperativa Ensembles haben nach einer Konzeption von Willem Schulz Materialien für die Installationen eingespielt. Die Komposition für 6 Lautsprecher erstellt Marcus Beuter.

Das Konzept basiert auf unterschiedlichen Assoziationen: Düfte, Schwärme, Regen, aber auch Chaos oder Punkte und Linien sind Themen.

Das Ensemble verfügt über ein breites musikalisches Spektrum: diverse Instrumente, Gesang, Text und Elektronik bringen Klänge verschiedenster Art ein.

Die Besetzung im Einzelnen:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Stimme, Geige
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Gerd Lisken – Klavier
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

Im Jour fixe werden Klanginstallationen im Allgemeinen, das hier entwickelte Konzept sowie die geplanten Orte vorgestellt.
Referent: Marcus Beuter

Der Jour fixe findet am Montag, den 3.7. um 20 Uhr in der Capella hospitalis statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Teutoburger Str. 50, 33604 Bielefeld

Jour fixe Juni

am 12. Juni 2017,
um 20 Uhr in der Capella hospitalis, Eintritt frei

„Kinder! Macht Neues!“ – Wagner, der Fortschrittliche.

Ein Erfahrungsbericht von Dr. Ulrich Maske

Das Bekenntnis zur Neuen Musik und zu Wagner ruft gegenwärtig eher Stirnrunzeln, wenn nicht Kopfschütteln hervor. Das ist durchaus verständlich.

Aber bei diesem Jour fixe soll es ausschließlich um Wagner den fortschrittlichen Komponisten von Zukunftsmusik, nicht nur für seine Zeitgenossen sondern auch für das 20. Und 21. Jahrhundert, gehen. Wagner wurde zu seiner Zeit als „Zukunftsmusiker“ abqualifiziert und in Karikaturen verspottet, so dass er 1861 in seiner Schrift „Zukunftsmusik“ diesen kritisch gegen ihn gebrauchten Begriff positiv aufgriff und seine Vorstellungen davon erläuterte.

Kaum zu überschätzen ist die Bedeutung der späten Werke Beethovens für Wagners Konzeption: „Beethovens 9. Symphonie ist das menschliche Evangelium der Kunst der Zukunft, zu der er uns den künstlerischen Schlüssel geschmiedet hat“, lautet seine Lobeshymne in seinem Essay „Kunstwerk der Zukunft“ (1851).

„Tristan und Isolde“, komponiert 1856-59, wird heute übereinstimmend als Beginn der modernen Musik angesehen, besonders eklatant durch die darin „ohrenfällig“ gewordene Emanzipation der Dissonanz sowie die extreme Ausweitung der Chromatik. Seine Vorgehensweise bei der Umwälzung der musikalischen Werte lässt sich auf die Formel bringen: Freiheit von und Rücksichtslosigkeit gegenüber tradierten Theorien und Praktiken, inklusive Überschreiten selbst der eigenen Systemgrenzen. Und das nicht in wohl dosierten Tabubrüchen, sondern, wie er in „Zukunftsmusik“ sagt: „…für die entscheidende Wahl seiner Ausdrucksmittel wird den Künstler nicht eigentlich die Reflexion, sondern immer mehr ein instinktiver Trieb bestimmen“.

Der Jour fixe am 12. 6. 2017 wird eine Auswahl von Fundstücken in Wagners Werken präsentieren, die exemplarisch die bleibende Originalität seiner Idee von Zukunftsmusik bestätigen, und das kombiniert mit Beispielen von Werken des 20./21. Jahrhunderts, die direkt oder indirekt Wagners Impuls zur permanenten Revolutionierung der Musik fortsetzen.

Jour fixe April

Jour fixe 03. April 2017

1. Conradiesische Abend
Ein Hörabend mit Gerd Lisken und Edith Murasova

Dr. Jürgen Conrady, der zu seinen Lebzeiten als Mitglied der Cooperativa in ungemein lebendiger und inspirierender Weise Zusammenhänge zwischen den Künsten wie auch zwischen der Natur und den kulturellen Schöpfungen der Menschheit aufzuzeigen vermochte, hat uns eine Botschaft hinterlassen:

Hört, schaut, fühlt genau hin.
Das Entdecken der Wunder dieses Lebens erzeugt den Sinn unseres Hierseins.
Ich gehe nun weiter.

Seine reichhaltige Sammlung an CDs neuer Musik und Kunstbüchern wurde der Cooperativa von der Familie Conrady großzügig überlassen. Hierfür sind wir überaus dankbar! Edith Murasova hat in ihrem Hause in der Bielefelder Rohrteichstraße einen Raum zur Verfügung gestellt, in dem mit diesem Material ein Archiv aufgebaut wird, das allen Interessierten zugänglich sein soll. Dr. Ulrich Maske und weitere Experten arbeiten zurzeit daran, die Schätze zu ordnen und digital zu registrieren. Perspektivisch können auch zukünftige Schenkungen das Archiv erweitern. Wir sind gespannt, was sich da entwickeln wird.

Jürgen Conrady erfand für die Vorbereitung seiner Vorträge eine liebenswerte Form: in hellen Stoffbeuteln sammelte er zu dem jeweiligen Thema diverse Materialien – Bücher, CDs, Zeitungsausschnitte und seine eigenen handgeschriebenen Gedanken, Verweise und Zeichnungen – und reihte sie hängend in seinem Keller auf. Diese Beutel haben wir samt Inhalt so belassen. Sie dokumentieren den ganz besonderen, forschenden Ansatz und die vertiefenden Ergebnisse seiner oft nächtlichen Arbeit.

Die Cooperativa beginnt nun die Verwirklichung der Idee, in unregelmäßigen Abständen sog. „Conradiesische Abende“ zu veranstalten, an denen ein oder mehrere Beutel neu gesichtet oder auch weitere Themen mit spartenübergreifendem Interesse von den jeweiligen Referenten aufgegriffen werden. Ganz im Sinne von Jürgen Conrady.

Jour fixe März

Jour fixe, 6. März, 20 Uhr
Capella hospitalis, Bielefeld, Teutoburger Str. 50

Elektroakustische Szenen
Arsalan Abedian – ein iranischer Komponist

In den Elektroakustischen Szenen gibt es 7 verschiedene akustische Szenarien, die sich nacheinander entfalten. Die Szenen wurden von den Tagebüchern zweier Personen – möglicherweise Komponisten – inspiriert.

Sie stellen in abstrakter Weise Situationen dar, die diesen zwei Persönlichkeiten in ihrem täglichen Leben in verschiedenen Ländern widerfahren. Ihre Leben sind geprägt von Nachrichten, persönlichen und globalen, die ihren Einfluss ausüben.

Das Stück ist in Csound geschrieben und befindet sich an der Grenze zwischen musique concrète und Hörspiel.

Arsalan Abedian wurde 1984 in Teheran geboren. Im Jahr 2007 absolvierte er an der Azad Universität einen Bachelor-Abschluss in Komposition und 2011 einen Master-Abschluss an der Kunst Universität Teheran. Im Jahr 2014 schloss er einen Master-Studiengang Komposition mit dem Schwerpunkt Elektronische Musik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover ab und 2016 ebendort ein Konzertexamen in Komposition.

Abedian studierte u.a. bei Joachim Heintz, Oliver Schneller, Gordon Williamson und Ming Tsao.

Seine Werke sind geprägt von Zahlen und elektronischen Mitteln. Sie werden verstärkt durch sichtbare Aspekte mit einem Geschmack der Absurdität.