Vorschau

22.09. Konzert: Ensemble Hannover-Teheran, Haus Wellensiek
25.09. Performance: Schwellenbereiche Raumbezogene Performance bei ARTDriburg von Geplante Obsoleszenz
06.10. Performance: Schwellenbereiche Raumbezogene Performance im Kunstverein Kreis Gütersloh von Geplante Obsoleszenz
24.10. Jour fixe: Musik im Film – Joachim Raffel und Willem Schulz
29.10. Performance: Schwellenbereiche Raumbezogene Performance in der Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus von Geplante Obsoleszenz
03.11. Konzert: für cello, Osnabrück
04.11. Konzert: für cello, Münster
07.11. Jour fixe: Helen Horgan
17.11. Performance: Schwellenbereiche Raumbezogene Performance im Kunstverein Oerlinghausen von Geplante Obsoleszenz
24.11. Performance: Schwellenbereiche Raumbezogene Performance im Bielefelder Kunstverein von Geplante Obsoleszenz
05.12. Jour fixe: Andi Otto
09.01.17 Jour fixe: Stationen III, eine Einführung von Jörg-Peter Mittmann
21.01.17 Konzert: Stationen III, Zionskirche
06.02.17 Jour fixe: Mein 20. Jahrhundert – Ulrich Maske
06.03.17 Jour fixe: Arsalan Abedian, iranischer elektroakustischer Komponist
03.04.17 Jour fixe: Traditionelle und höfische Musik anderer Kulturen gehört als Neue Musik – mit Marcus Beuter

Ensemble Hannover-Teheran

Zeitgenössische iranische Musik im Konzert

In einem einzigartigen Konzert präsentiert die Cooperativa Neue Musik vier neue Kompositionen zeitgenössischer iranischer Musik.
Die Komponisten Kiawasch Sahebnassagh, Farzia Fallah, Mehdi Jalali und Ali Gorji stehen für eine junge Generation, die gleichermaßen in der traditionellen iranischen wie auch in der zeitgenössischen Musik ausgebildet sind.
Die Instrumente Akkordeon und Tanbur – eine iranische Langhalslaute – werden um eine 4-kanalige Live-Elektronik erweitert.

Margit Kern – Akkordeon, studierte Akkordeon an der Sibelius Akademie in Helsinki. Sie konzertiert in Solo-Recitals und als Kammermusikerin.

Mehdi Jalali – Tanbur – begann 1996 sein Studium der traditionellen iranischen Musik. Er lernte Daf, Tombak, Setar, Tar und Tanbur sowie Theorie und Komposition. 2001 wurde er Mitglied in Alireza Mashayekhis „Tehran New Music Group“ und dem „Iranian Orchestra for New Music“.

Das Konzert findet am Donnerstag, den 22. September 2016 im Haus Wellensiek statt. Beginn 20 Uhr.
Eintritt auf Spendenbasis.

Gefördert vom Kulturamt Bielefeld

Jour fixe September

Die Zeitgenössische Musik im Iran, das Iran Festival in Hannover und das Konzert des Ensemble Hannover-Teheran in Bielefeld – Sharokh Khajenouri (Teheran) und Joachim Heintz (Hannover)

In Vorbereitung für das Konzert des Ensemble Hannover-Teheran am 22.9. im Haus Wellensiek wirft die Cooperativa Neue Musik einen Blick auf die zeitgenössische Musik im Iran.
Sharokh Khajenouri aus Teheran referiert über die Geschichte der zeitgenössischen Musik im Iran und deren Pioniere bis hin zu den jetzigen Aktivitäten.
Joachim Heintz von der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik berichtet über das Festival Dastgah, das im September in Hannover stattfindet.
Im Jour fixe wird es auch eine kleine Einführung in das Konzert des Ensemble Hannover-Teheran geben, bei dem vier neue Stücke zeitgenössischer iranischer Komponisten aufgeführt werden.

Montag, 12. September 2016 Capella hospitalis 20:00 Uhr
Eintritt frei, Spenden erwünscht

Jour fixe Juli

Soundwalk
Ein Klangspaziergang mit Angelika Höger und Marcus Beuter

Die Geräuschmusik ist über 100 Jahre alt. Aber selten hören wir die uns umgebenden Geräusche als Musik. Soundwalks – geführte Spaziergänge zum Zuhören öffnen die Ohren für das, was wir im Alltag oft ausblenden.
Wie klingt ein Teil Bielefelds an einem Montagabend? Was hören wir, wenn wir schweigend in einer Gruppe durch die Straßen gehen? Gibt es versteckte Klänge zu entdecken? Gewöhnliche, die neu klingen?

Der Klangspaziergang startet am Montag, dem 4. Juli um 20 Uhr an der Capella hospitalis und endet dort gegen 22 Uhr. Bitte erscheinen Sie dem Wetter gemäß gekleidet.
Die Teilnahme am Soundwalk ist frei, um Spenden wird gebeten.

Jour fixe Juni

GegenKassettenWart

„Tapes sind generell nichts Besonderes. Tapes sind nie wirklich von der Bildfläche verschwunden, im Kontext von Szenen wie DIY Punk/Drone/Noise/Black Metal/Hip Hop etc. waren sie immer vorhanden bzw. ein grundlegendes Medium. Die Szenen in denen Tapes zirkulieren, sind für uns vielmehr interessant, jede von ihnen ist praktisch ein eigenes Universum für sich, aber gleichzeitig verwoben in ein Netzwerk von anderen Szenen.“ [Gravity’s Rainbow Tapes]
Das eindrucksvollste Mittel der Nachrichtenweitergabe aber sind die auf Kassette gespeicherten Reden Chomeinis. Aus den Minarett-Lautsprechern der rund 80 000 Moscheen ertönt die Stimme des „Zeichens Gottes“ und fordert zum unerbittlichen Kampf gegen den Schah auf. Bei Massenkundgebungen werden Kassettenrecorder an die Mikrophone gehalten, und wieder ist die – Stimme Chomeinis, des neuen Imam, zu hören. [Die Zeit, 5. Februar 1980]
„Tapes waren da das einzige Medium, worüber man an die meisten Veröffentlichungen herankam. Die Ost-Szene im Bereich von Punk, experimenteller und Kunst-Musik funktionierte ausschließlich nur über den Vertrieb und Tausch von Tapes, vorbei an dem damaligen staatlichen System. Die Herstellung von Tapes damals im Untergrund war von Illegalität geprägt und hat vielfach auch Repressionen nach sich gezogen.“ [Gravity’s Rainbow Tapes]
Montag, 6. Juni 2016, Capella hospitalis, 20:00 Uhr
Eintritt frei, Spenden erwünscht

TRIO WEGULI

Abenteuerliche Begegnungen zwischen improvisierter und klassischer Musik

Gerd Lisken – Piano
Andreas Gummersbach – Saxophone
Reinhold Westerheide – Gitarren, Percussion

Gerd Lisken, Bielefelder Musikprofessor im Ruhestand und im Bereich der Komposition und der freien Improvisation als Pianist seit vielen Jahren unterwegs, kam auf die Idee, seine Freunde, den Saxophonist Andreas Gummersbach und den Gitarrist / Percussionist Reinhold Westerheide, zu einer 3er-Gruppe zu laden, die sich einerseits die Künste der Improvisation erschließt, andererseits in Spannung hierzu klassische Musik spielen wird.

Nach mehreren Terminen der Annäherung ist nun ein abendfüllendes Konzept entstanden, das in freier Entscheidung beide Bereiche – die improvisierte Musik und klassische Musik in ein fruchtbares Gegen-, Mit-, und Ineinander bringen will. Die Improvisationen ähneln Gesprächen dreier neugieriger Menschen, die Spass an ungewöhnlichen und überraschenden Klängen und Entwicklungen haben und sich gern von den Kuriositäten der Anderen zu neuen musikalischen Abenteuern mitreißen lassen.
Sonntag, 8. Mai, 18 Uhr, Haus Wellensiek
Eintritt frei, Spenden erwünscht
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Jour fixe Mai

Erhard Hirt – von der Liebe zu den langen Tönen

Erhard Hirt – Gitarrist, Improvisator, Autodidakt und Bluesmusiker gibt
einen Einblick in seinen musikalischen Werdegang, sowie in seine Tätigkeiten
als Kurator und Kulturorganisator in Münster.

Montag, 2. Mai 2016 Capella hospitalis 20:00 Uhr
Eintritt frei, Spenden erwünscht

Jour fixe April

Helmut Lachenmann: musique concrète instrumental – ein ästhetisches Abenteuer
Referentinnen: Heidemarie Bhatti-Küppers und Edith Murasova

Helmut Lachenmann, der am 29.November 2015 seinen 80. Geburtstag feierte, zählt international zu den führenden Komponisten der zeitgenössischen Musik. In den langen Jahren seines Schaffens hat er nach einer neuen musikalischen Ausdrucksform gesucht, die ungewohnte Klänge und Geräusche einbezog. In seiner „Musique concrète instrumentale“ geriet der „normal“ gespielte Ton zur Ausnahme, zu einer akustischen Möglichkeit unter vielen. Der Vorstellung von Klangzauber und Glamour-Sound als den „Insignien tönender Verführung oder ästhetischen Sedativums“ misstraut Lachenmann und setzt ihr den „Klang als Nachricht von seinen Entstehungsbedingungen“ entgegen. Ähnlich wie bei manchen Aufnahmen Glenn Goulds das Anschlagsgeräusch und auch sein Atem mithörbar sind, hat Lachenmann seinerseits den Geräuschanteil der Tonproduktion thematisiert. Die mechanischen Bedingungen bei der Klangerzeugung werden Teil der Komposition. „Das Ganze“, so Lachenmann, „wird zur ästhetischen Provokation: Schönheit als verweigerte Gewohnheit.“
Neben seinem ca. 50 Kompositionen umfassenden Werk hat Lachenmann auch eine Fülle von Texten verfasst, die sehr grundlegend und radikal sind und die nicht nur Reflexionen über das Komponieren enthalten, sondern auch über das Musik-Leben und die Musikrezeption unserer Zeit.

Anhand einiger ausgewählter Musikbeispiele erläutern die beiden Referentinnen Lachenmanns „Poetik des Geräuschs“, die auf neue Horizonte des Hörens abzielt.

Montag, 4. April 2016 Capella hospitalis 20:00 Uhr
Eintritt frei, Spenden erwünscht

Jour fixe März

Florian Hartlieb

Der Komponist und Medienkünstler Florian Hartlieb arbeitet im Spannungsfeld von elektroakustischer Komposition, Programmmusik und improvisierter Liveperformance. Dabei erforscht er das Konzept akustischer Gegenständlichkeit durch die Verschmelzung transformierter Fieldrecordings und Geräuschen aller Art, zu dialektischen Pattern und Mehrkanal-Audio.
Im Rahmen des Jour fixe stellt Hartlieb einige seiner Werke vor, die zum Zuhören, Zuschauen und auch zum Mitmachen einladen.

Hartlieb (*1982) studierte elektronische Komposition an der Folkwang Universität der Künste in Essen sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seine Arbeiten wurden international ausgezeichnet und auf zahlreichen Festivals und Konferenzen weltweit aufgeführt.
Florian Hartlieb leitet den künstlerischen Masterstudiengang „Professional Media Creation“ am SAE Institute Bochum in Kooperation mit der Folkwang Universität der Künste und lehrt Medienkunst an der TU Dortmund.
Montag, 7.3., 20 Uhr, Capella hospitalis, Teutoburgerstr. 50
Eintritt frei, Spenden erwünscht

für cello

Konzert-Performance

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Ein Saal wie eine Landschaft. Eine Landschaft von hängenden, stehenden, liegenden Noten. Musiker mit ihren Instrumenten unterwegs – in jeglichen Haltungen hörend, spielend und interagierend. Die Zuhörer an den Wänden ringsherum.

Anlässlich seines 65. Geburtstages bringt der Musiker, Komponist und Performer Willem Schulz seinen Zyklus für cello zur Uraufführung. Hierin werden zahlreiche musikalische Ideen und Materialien zu Kompositionen formuliert, die er in fünfzig Jahren der Beschäftigung mit neuer Musik in Projekten der Improvisation, der Konzeptkunst, der Performance und der Interaktion mit Natur, Architektur, Technik, Kunst und Medien entwickelt hat. Die 23 Stücke werden in diesem völlig neuartigen Konzertformat als freies Material eines intuitiven Zusammenspiels eingesetzt und als eine komplex vernetzte musikalische Biographie erfahrbar.

Als Solistinnen für dieses Projekt konnten neben dem Komponisten zwei in der neuen und freien Musik äußerst engagierte und profilierte Cellistinnen gewonnen werden: Nora Krahl und Sue Schlotte. Somit wird der Abend mit Willem Schulz zu einem innovativen Mehrgenerationen-Konzert.

Nora Krahl (Berlin) – Cello
Sue Schlotte (Bonn) – Cello
Willem Schulz (Melle) – Cello

Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld
Veranstalter Cooperativa Neue Musik / Gefördert durch die Hanns-Bisegger-Stiftung, Kulturamt Bielefeld und Kultursekretariat Wuppertal
26.02.2016 20:00 Uhr, Einführung von Marcus Beuter um 19:30 Uhr
Eintritt 14 € / 10 €
Kartenvorverkauf Tourist-Information