Jour fixe April 2013

Montag, 8. April
Bernhard Wöstheinrich
Live-Looping und Stand-Up-Composition
„Im Jour Fixe möchte ich den konzeptionellen Aufbau einer
„Live-Looping-Performance“ vorstellen. Vielschichtige Klangmuster
werden aus aus zuvor eingespielten, improvisierten sowie aus
generativen Klangfolgen erzeugt.

Aus dem Grundmaterial der eingespielten, kurzen Improvisationsphrasen
und den durch das generative System erzeugten Tonfolgen formt sich
durch Repetition der Phrasen und Tonfolgen in verschiedenen Längen und
Metriken Laufe der Aufführung ein komplexer Klang-Schwarm.
In der Repetition werden die Elemente sukzessive wieder ausgeblendet;
neuere Elemente sind daher eher tonangebend, ältere Elemente treten in
den Hintergrund zurück. Dadurch treten die diversen Elemente
unweigerlich in einen Kontext zueinander.“
20.00 Uhr, Capella hospitalis

Jour fixe März 2013

Montag, 4. März
Nachruf  zum Tod des Komponisten Hans Werner Henze
Referentinnen: Heidemarie Bhatti-Küppers, Edith Murasov

Capella hospitalis, 20.00 Uhr

Im Alter von 86 Jahren starb im November 2012 der am 01.07.1926 in Gütersloh geborene Komponist. Bei Henze, der sich als Schüler von Wolfgang Fortner und René Leibowitz mit der zwölftonalen Kompositionstechnik auseinander setzte, steht Atonalität nicht für Ausschluß und Überwindung der Tonalität, viel mehr führt die Spannung zwischen beiden Klangwelten und Kompositionsverfahren Henze zu seinem eigenen Stil einer hochexpressiven Musik.
Henze entzog sich dem Dogma der Darmstädter und Donaueschinger Avantgarde und kehrte 1953 Deutschland den Rücken, um in Italien zu leben. Neben seinem gesellschaftlichen Engagement kennzeichnet die Affinität zur Literatur Henzes Werk. Walt Whitman, Georg Trakel, Johann Wolfgang von Goethe, Franz Kafka, Heinrich von Kleist, Arthur Rimbaud inspirierten Henze zu Kompositionen. Er vertonte Gedichte seiner Seelen verwandten Freundin Ingeborg Bachmann, die zahlreiche Opernlibretti für ihn verfasste.
Anhand von ausgewählten Kompositionen wie „Apollo et Hyacynthus“, Ausschnitte aus dem „Floß der Medusa“ und aus der Oper „Prinz von Homburg“, werden die beiden Referentinnen Heidemarie Bhatti-Küppers und Edith Murasov wichtige Stationen aus Henzes Lebenswerk vorstellen.

Jour fixe Februar 2013

Fluxus-Concert
Anlässlich des Jour Fixe am Montag, den 4.2. erlebt die Capella Hospitalis eine Nuit Enchantée voller Irritainment und Amüsement.
Fluxus-Musik provoziert und erweitert die Experimente der Nachkriegsavantgarde noch einmal um ein Vielfaches. Allerdings mit Humor
und manchmal verliert sie dabei gänzlich ihren Klang. Die Grenzen zu anderen Disziplinen wie Bildender Kunst, Theater, Literatur sind
hinfällig. Werke von George Maciunas, Alison Knowles, George Brecht, La Monte Young und anderen stehen auf dem Programm.
Im Anschluss an das Konzert ist das Publikum ausdrücklich eingeladen, mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen.
Es musiziert die Gruppe „Music from Scratch“, die sich aus Studierenden der Abteilung Kunst und Musik der Universität Bielefeld formierte.