Jour fixe März 2013

Montag, 4. März
Nachruf  zum Tod des Komponisten Hans Werner Henze
Referentinnen: Heidemarie Bhatti-Küppers, Edith Murasov

Capella hospitalis, 20.00 Uhr

Im Alter von 86 Jahren starb im November 2012 der am 01.07.1926 in Gütersloh geborene Komponist. Bei Henze, der sich als Schüler von Wolfgang Fortner und René Leibowitz mit der zwölftonalen Kompositionstechnik auseinander setzte, steht Atonalität nicht für Ausschluß und Überwindung der Tonalität, viel mehr führt die Spannung zwischen beiden Klangwelten und Kompositionsverfahren Henze zu seinem eigenen Stil einer hochexpressiven Musik.
Henze entzog sich dem Dogma der Darmstädter und Donaueschinger Avantgarde und kehrte 1953 Deutschland den Rücken, um in Italien zu leben. Neben seinem gesellschaftlichen Engagement kennzeichnet die Affinität zur Literatur Henzes Werk. Walt Whitman, Georg Trakel, Johann Wolfgang von Goethe, Franz Kafka, Heinrich von Kleist, Arthur Rimbaud inspirierten Henze zu Kompositionen. Er vertonte Gedichte seiner Seelen verwandten Freundin Ingeborg Bachmann, die zahlreiche Opernlibretti für ihn verfasste.
Anhand von ausgewählten Kompositionen wie „Apollo et Hyacynthus“, Ausschnitte aus dem „Floß der Medusa“ und aus der Oper „Prinz von Homburg“, werden die beiden Referentinnen Heidemarie Bhatti-Küppers und Edith Murasov wichtige Stationen aus Henzes Lebenswerk vorstellen.

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