Stillstehen und Festzurren

Sonntag, 28.04.2013
Stillstehen und Festzurren
ein zweiteiliges Konzert für Instrumentalensemble und Elektronik.

Zeit: 20:00 Uhr
Ort: Konzertsaal der Musik- und Kunstschule Bielefeld, Am Sparrenberg

mit dem Ensemble Adapter aus Berlin

Zeit: Sonntag, 28. April 2013, 20:00 Uhr
Ort:  Konzertsaal der Musik- und Kunstschule Bielefeld (Raum 128),
Am Sparrenberg 2c, 33602 Bielefeld
Eintritt: 12,- Euro (ermäßigt 8,- Euro)

Programm

Ketan Bhatti (*1981)    Bielefeld-Ouverture für Klarinetten, Harfe, Cello und Schlagwerk
Ejnar Kanding (*1965)  Stillstehen für Bassklarinette, Violoncello, Harfe, Schlagzeug und Live-Elektronik

 Pause

Carsten Bo Eriksen (*1973) Aesthetica für Ensemble
Ketan Bhatti (*1981) Das Festzurren für Klarinetten, Harfe, Cello und Schlagwerk

Ausführende:  Ensemble Adapter  
 mit Matthias Engler Schlagwerk,
Gunnhildur Einarsdóttir: Harfe,
Ingólfur Vilhjálmsson: Kla­rinetten,
Andreas Voss: Violoncello,
Ejnar Kanding: Elektronik

Adapter ist ein deutsch-isländisches Ensemble für Neue Musik mit Sitz in Berlin. Den Kern der Gruppe bildet ein Quartett aus Flöte, Klarinette, Harfe und Schlagzeug. Gemeinsam mit fest ausgewählten Instrumentalisten entstehen aus diesem Kern Kammer­musikbesetzungen mit bis zu 10 Spielern.
Neben zahlreichen Uraufführungen widmet Adapter sich in Konzerten und im Studio einem individuellen und internationalen Repertoire zeitgenössischer Musik. In eigenen Projekten und Koproduktionen erprobt das Ensemble außerdem grenzübergreifende Arbeitsweisen in verschiedenen Genres. Mit einem progressiven und kraftvollen Stil bemüht sich das Ensemble Adapter um einen authentischen Beitrag zu aktuellen Entwicklungen der Kulturszene.
www.ensemble-adapter.de
Die beiden Grenzgänger Ketan Bhatti (Berlin) und Ejnar Kanding (Kopenhagen) vermitteln in ihren neuen Kompositionen zwischen Pop, Electro, Jazz und Neuer Musik: Kanding rein digital, am Rechner – Bhatti old-school analog, mit Effektpedal und Groove.

Special Guest: Carsten Bo Eriksen.

Carsten Bo Eriksen ist ein preisgekrönter Komponist aus Dänemark. Er studierte Komposition an der Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen. 2002 wurde er für die Danish Music Awards nominiert. Seine Kompositionen bewegen sich genreübergreifend zwischen Soundart, Installationen, Videokunst und Malerei.

Ketan Bhatti begann seine musikalische Ausbildung an der Musik- und Kunstschule der Stadt Bielefeld. 1996  war er beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ Preisträger im Schlag­zeugensemble und 1998 im Fach Klavier. Er studierte Jazz-Drums an der UdK Berlin und war von 2010 bis 2012 Stipendiat der Graduiertenschule für die Künste und die Wissen­schaften der UdK Berlin. Dort arbeitete er an experimentellen, musiktheatralischen Misch­formen aus Konzert und Wissenschaftsformaten wie Vortrag oder Podiumsdiskussionen. In seinen Komposi­tionen und Produktionen spielen subkulturelle Strömungen sowie die Interaktion akusti­scher und elektronischer Klanggestaltung eine wesentliche Rolle.

Als Komponist von Theater- und Filmmusik arbeitet er zusammen mit seinem Bruder Vivan Bhatti seit 2003 regelmäßig für die Inszenierungen des Regisseurs Nuran David Calis an Häusern wie dem Thalia Theater (Hamburg) oder dem Maxim Gorki Theater (Berlin) u.v.a.. Im März 2011 war seine erste Oper „Discount Diaspora“ (nach dem Libretto von Feridun Zaimoglu), die er zusammen mit seinem Bru­der Vivan Bhatti komponierte, an der Neuköllner Oper (Berlin) zu hören und zu sehen. Ketan blickt auf zahlreiche Veröffent­lichungen und internationale Konzerte, wie auf Stipendien und Auszeich­nungen, u.a. des dt. Musikrats, des Berliner Senats und des Goethe-­Instituts zurück. Als Komponist eines mit Simon Stockhausen auf­geführten Konzerts für Jazz und Neue elektronische Musik wurde er mit dem Karl-Hofer-Preis ausgezeichnet.

Ejnar Kanding studierte Musiktheorie und Komposition an der Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen. Seit seinem Debütkonzert in 1996 speziali­sierte er sich auf das Komponieren von Musik für Computer und Instrumente. Der Computer dient ihm dabei nicht nur als zentrales Instrument für den Kom­positionsprozess, sondern auch als aktives Musikinstrument auf der Bühne. Kandings Kompositionsweise ist durchdrungen von Gegenüberstellungen ver­schiedener Klangflächen: statisch versus dynamisch, einfach versus komplex, eindeutig versus vieldeutig. Die stilistische Homogenität seiner eigenen Klang­welt bleibt dabei jedoch immer erhalten. Seine Kompositionen kamen auf promi­nenten Veranstaltungen Neuer Musik zur Aufführung, wie z.B. auf der Interna­tionalen Kon­ferenz für Computermusik, bei der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, Interactive Arts Performances Series etc. Eine Reihe internationa­ler Ensembles für Neue Musik ga­ben bei ihm Kompositionen in Auftrag, u.a. das Ensemble Adapter. Er ist künstlerischer Leiter des Ensemble Contemporánea in Kopenhagen, das sich auf die Produktion elektro-akustischer Musik spezialisiert hat.

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