Jour fixe November

Donaueschinger Musiktage 2017

Ein Bericht mit Musikbeispielen
Referent: Ulrich Maske

Die Cooperativa Neue Musik lädt herzlich zum nächsten Jour fixe am Montag, 6. November, um 20 Uhr, in die Capella hospitalis. Dort wird als Referent Dr. Ulrich Maske mit vielen Musikbeispielen von den Donaueschinger Musiktagen 2017 berichten. Das 1921 gegründete Festival für aktuelle Musik bietet an einem Wochenende in 6 Konzerten rund 20 Uraufführungen neuester Musik. Natürlich ist das eine geistige wie körperliche Herausforderung. Aber auch eine große Chance, in kompakter Form die frisch komponierten Werke von Komponistinnen und Komponisten aus aller Welt hören und sich dabei ein Bild machen zu können von den Tendenzen in der gegenwärtigen Musik. Die uraufgeführten Werke waren in diesem Jahr (für den Referenten) teilweise recht enttäuschend: Wir erleben anscheinend wieder einmal eine „Postmoderne“ – die wievielte eigentlich, seit Richard Strauss nach der „Elektra“ (1909) den „Rosenkavalier“ (1911) etc. komponierte? Manche der Stücke könnten in Bad Salzuflen mit Erfolg im Kurkonzert erklingen oder als Eintrittskarte für die Filmmusikindustrie Hollywoods gelten. Aber es gab auch einige moderne, neuartige Kompositionen zu erleben, die eher den Idealen der Avantgarde in den Gründerjahren Donaueschingens (Hindemith, Bartòk, Schönberg, Berg, Webern) entsprachen. –
Der Eintritt ist wie immer frei, um ein Spende wird gebeten.   

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Neue Kammermusik: erfüllte augenblicke

Cooperativa Ensemble Bielefeld

Edith Murasova – Sopran
Stefan Kallmer – Klarinette
Gerd Lisken – Klavier
Willem Schulz – Cello

Unter dem Titel „Erfüllte Augenblicke“ präsentiert die Cooperativa Neue Musik im Haus Wellensiek zeitgenössische Liebeslieder und Kammermusik aus den letzten 50 Jahren. Das 2015 gegründete Bielefelder Cooperativa Ensemble tritt dafür in einer Quartett-Formation an mit der Mezzosopranistin Edith Murasova, dem Klarinettisten Stefan Kallmer, dem Cellisten Willem Schulz und dem Pianisten Gerd Lisken.

Das älteste Werk ist die berühmte Sequenza III for voice von Luciano Berio aus dem Jahre 1965, die von der legendären Cathy Berberian uraufgeführt wurde. 1976 komponierte Mathias Spahlinger seine „128 erfüllten Augenblicke systematisch geordnet, variabel zu spielen“. Eine „Aria“ für Cello und Klavier entstand zur Jahrtausendwende von dem Bielefelder Komponisten Gerd Lisken. Das intime „Nachtstück“ vollendete 2008 der inzwischen sehr bekannte junge Komponist Jörg Widmann, der jüngst sein Oratorium „Arche“ in der Elbphilharmonie aufführen konnte.

Wie lassen sich mit zeitgenössischer Musik heute noch Liebeslieder schreiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich Willem Schulz und fand bei dem jungen Adrej Murasov eindrucksvolle Gedichte. Diese und auch Lyrik des Bielefelders Wolfgang Schlüter inspirierten ihn zu zarten Klanggebilden, in denen sich die Texte wie Kirschzweige einzubetten suchen.

Der Eintritt ist auf Spendenbasis.
Freitag, 20.10., 20 Uhr, Capella hospitalis, Bielefeld
Sonntag, 22.10., 20 Uhr, Wie Rose, Melle