Jour fixe März

Montag, 4.3., 20 Uhr, Capella hospitalis

Einführung

in das Konzert Stationen IV STIMMEN AUS NRW

Beatboxing-Workshop und Konzerteinführung

Der Abend beginnt mit einem Workshop des Beatboxers Stefan Gwiasda. Wie kann ausschließlich mit den Möglichkeiten der Stimme ein Schlagzeug mit seinen diversen Facetten realisiert werden? Gwiasda ist Experte und vermittelt den Besuchern erste praktische Versuche dazu. Mit Spaß und Freude. Stefan Gwiasda ist auch einer der 8 Künstler des acht-köpfigen Vokal-Ensembles, das die Cooperativa Neue Musik Bielefeld mit sieben anderen Gesellschaften für Neue Musik aus NRW in ihrer vierten Ausgabe der Konzertreihe STATIONEN zusammengestellt haben.

Neben dem Workshop gibt es eine Einführung durch Willem Schulz in das Konzertprogramm, das am 29.3. um 20 Uhr in der Rudolf-Oetker-Halle und danach in 6 weiterren Städten aufgeführt wird.
Dabei treten die unterschiedlichsten Gesangsstile in Beziehung: vom Beatboxing bis zum Operngesang über neue Musik, Performance, Jazzgesang und Improvisation. Unter der künstlerischen Leitung von Julia Mihály stehen komponierte Werke, Konzepte und Improvisationen auf dem Programm, darunter Neuschöpfungen aus dem Ensemble und von befreundeten Komponisten. Außerdem kommt ein Auftragswerk von Elnaz Seyedi zur Uraufführung, das den Mitwirkenden wie auf den Leib geschrieben wurde und damit die eigentümlichen Qualitäten der verschiedenen Stimmfächer auslotet und in Szene setzt.

Eintritt frei, Spenden erbeten

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Jour fixe Februar

Als Nachklang zu der Veranstaltung 7 Stunden KLANG findet am Montag, dem 4.2. um 20 Uhr ein Jour Fixe in der Capella hospitalis in Bielefeld statt.
Sie sind eingeladen den Tag im Marta mit uns zu reflektieren.
Moderation: Angelika Höger

Jour fixe Januar

Crossover zwischen alter und neuer Musik
Mirjana Petercol

Hildegard von Bingen, eine unvergängliche Inspirationsquelle…

Mirjana Petercol, examinierte Akkordeon Konzertsolistin, Kirchenmusikerin und diplomierte Musikpädagogin, widmet sich seit Ihrem Studium des Mittelalters, intensiv dem Schaffenswerk Hildegards von Bingen.

So hat Sie Hildegards Singspiel „Ordo Virtutum“ analysiert und teilweise für das Portativ transkribiert. Gleichzeitig schuf Mirjana Petercol – die seit 2017 von Prof. Claus Kuhnel ( MUHO & Konservatorium Frankfurt) in Komposition unterrichtet wird, weitere Klaviersolostücke sowohl als Ergänzung wie auch als Kontrast zum Werk Hildegards.

Montag, 14.1.19, 20 Uhr, Capella hospitalis

Jour fixe November

In memoriam Jürgen Conrady
(Keine) Kunst nach Auschwitz!?

Kunst nach und über Auschwitz von
Paul Celan, Arnold Schönberg und Gerhard Richter
Referent: Ulrich Maske

„Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“- dieser Satz Theodor W. Adornos (aus dem Essay „Kulturkritik und Gesellschaft“ von 1951) erschütterte in den 1950er und 60er Jahren die ‚liberal-fortschrittliche‘ Kultur- und Künstlerszene in der BRD: Besonders Dichter und Schriftsteller reagierten heftig, wie etwa Paul Celan, Hans Magnus Enzensberger, Robert Gernhardt, Peter Härtling, Hans Werner Richter, Wolfdietrich Schnurre u.a. Bei allem berechtigten Streit um den Satz Adornos sind rückblickend doch – wie zu allen Zeiten – in sämtlichen Kunstgattungen bedeutende Werke geschaffen worden, sogar zum Thema Auschwitz selbst. Die wichtigsten sind: „Todesfuge“ (1944/47) von dem Dichter Paul Celan, „Ein Überlebender aus Warschau“ (1947) von dem Komponisten Arnold Schönberg und der vierteilige Bilderzyklus „Birkenau“ (2014) von dem Maler Gerhard Richter. Auch die Filme „Nacht und Nebel“ (1955) von Alain Resnais und Claude Lanzmanns über neunstündiger Film „Shoah“ (1985) sind hier zu nennen, wenn sie auch wegen ihrer Länge nur ausschnittweise herangezogen werden können bei diesem Jour fixe, – wenn überhaupt. Über die von Adorno augelöste Kontroverse soll berichtet, die genannten Kunstwerke verbal, akustisch und visuell vorgestellt werden. Der Abend ist dem Andenken Jürgen Conradys gewidmet, dem höchst kreativen Wanderer zwischen so vielen Welten!

5.November 2018, 20 Uhr in der Capella hospitalis

Jour fixe Oktober

Die Cooperativa Neue Musik lädt ein zu einem Hörabend im Jürgen-Conrady-Archiv. Einzelne Musikstücke werden vorgestellt und besprochen. Montag, 1.10., 20 Uhr, Jürgen-Conrady-Archiv, c/o Murasova Rohrteichstr. 66a, 33602 Bielefeld Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Jour fixe September

Khadija Zeynalova – Komponistin

Khadija Zeynalova wurde in Aserbaidschan geboren. Seit früher Kindheit beschäftigte sie sich mit Musik und unternahm mit 11 Jahren ihre ersten Kompositionsversuche. 1994 erhielt sie am Sumgayiter Musikkolleg (Aserbaidschan) das Diplom in Musikwissenschaften. Danach studierte sie Komposition und Musikwissenschaft an der Musikakademie in Baku bei Prof. Khayyam Mirzezadeh (Bachelor: 1998, Master: 2000). Dem folgte ein Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik in Detmold bei Prof. Martin Christoph Redel (2005-2006). Daran schloss sich von 2006 bis 2012 ihr Promotionsstudium im Fach Musikwissenschaft an der Universität Paderborn bei Prof. Dr. Werner Keil an. Das Thema ihrer Doktorarbeit lautete: „Die aserbaidschanische Musikkultur im 20. Jahrhundert und ihre Rezeption der westlichen Musik“. 1999 wurde sie Mitglied des Aserbaidschanischen Komponistenverbandes. Zwischen 1995 und 2005 unterrichtete sie am Sumgayiter Musikkolleg in Aserbaidschan Harmonielehre, Musiktheorie, Tonsatz, Gehörbildung und Kontrapunkt. In der Zeit von 2000 bis 2005 lehrte sie in Baku (Aserbaidschan) an der Staatlichen Universität für Kunst und Kultur Musikgeschichte, Harmonielehre, Gehörbildung.

Seit 2013 bis 2017 hatte sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Detmold im Fach Musikalischer Tonsatz. Zurzeit unterrichtet sie an der Musik- und Kunstschule Bielefeld Klavier. Khadija Zeynalova ist die Künstlerische Leiterin des Detmolder Ensembles „Bridge of Sound“ und sie ist die Vorsitzende des Vereins „Bridge of Sound“ e.V. in Detmold.

Khadija Zeynalova stellt ihren Kompositionsansatz beim Jour fixe vor.

Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50, Bielefeld

Montag, 03.09., 20 Uhr

Eintritt frei, Spende für die Künstlerin erbeten

Jour fixe Juli

Vivan Bhatti -Musikalische Grenzgänge – Zwischen Subkultur und Hochkultur

Vivan Bhatti, geboren 1975 in Bielefeld, studierte Musik an der Hochschule für Musik in München und der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Er ist als freischaffender Komponist, Gitarrist und Theatermusiker tätig. Mit seinem Bruder Ketan Bhatti bildet er ein Kompositions – und Produktionsteam im Grenzbereich zwischen Neuer -, Elektronischer – und Populärer Musik.

Zusammen vertonten sie die jüngsten Verfilmungen von Wedekinds „FrühlingsErwachen“ und Büchners „Woyzeck“ (Zdf/ Arte/ 3Sat). Ihre erste Oper „Discount Diaspora“ mit einem Libretto von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel wurde 2011 an der Neuköllner Oper (Berlin)uraufgeführt. Das Projekt „Red Bull Flying Bach“, für dass sie die Musik beisteuerten, erhielt 2010 den Echo Klassik Sonderpreis.

Vivan Bhattis Musik ist u.a. fester Bestandteil der Inszenierungen von Nuran David Calis an vielen größeren deutschsprachigen Theaterhäusern (u.a. Deutsches Theater Berlin, Schauspiel Köln, Staatstheater Dresden),

Zuletzt schrieb er zusammen mit Ketan Bhatti die Musik zu Nuran Calis Inszenierung von „Glut – Siegfried von Arabien“ von Albert Ostermeier bei den Nibelungenfestspielen 2017 in Worms. Ihre Oper „Das schwarze Wasser“ nach dem gleichnamigen Theaterstück von Roland Schimmelpfennig wurde 2016 an der Neuköllner Oper Uraufgeführt.

Montag, 02.07., 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spende für den Künstler

Jour fixe Juni

Der Jour fixe fällt aus und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

 

Stefan Gwiasda – Beatboxing

Bumm Tschiki Tschiki
B-t-k-b-b-t-k .. Nein, das ist kein Druckfehler. Auf diese
Art notieren auch Beatboxer ihre Rythmus Pattern.
Stefan Gwiasda ist Vocal Percusionist und gibt ein
paar Kostproben dieser eigenwilligen Stimmtechnik.
Man erfährt etwas zur Geschichte, den Pionieren, der
eigentlichen Technik und Stefans ganz persönlichen
Sicht dieser Kunstform. Außerdem wird es einen
kleinen Workshop geben in dem die Teilnehmenden
selber ihre Stimmsouds ausprobieren können. Danach
ist man in der Lage einen einfachen Rhythmus stimmlich
zu erzeugen. Grooven, wo du gehst und stehst.
Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Montag, 04.06., 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spende für den Künstler

Jour fixe Mai

Modulare Synthesizer – von den Anfängen bis Heute

Peter Schwieger, selbst seit 1996 mit dem modularen Virus infiziert, wird über die Entstehung und Entwicklung von Modularen Synthesizern berichten. Das sind grob erklärt Klang erzeugende und Klang verarbeitende Module, die man frei miteinander verbinden kann. Die Möglichkeiten der Klanggestaltung und Verarbeitung sind dadurch unbegrenzt. Verschiedene Synthesearten wie auch der East / Westcoastkonflikt werden zur Sprache kommen. Die Reise geht von den analogen Anfängen bis zur digitalen Variante und deren Zwischenschritten. Vertreter einiger Gattungen werden vor Ort zum Ausprobieren bereitstehen. Da der Vortrag unmittelbar nach der Superbooth (Messe für Modulare Synthesizer in Berlin) stattfindet, wird er auch von den Neuerscheinungen berichten.

Geräte ausprobieren 18:00 – 20:00 Uhr
Vortrag mit Klangbeispielen 20:00 – 22:00 Uhr

Montag, 7.5., Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50, 33604 Bielefeld
Eintritt frei, Spende erbeten

Jour fixe April

Margarete Huber

Margarete Huber, Komponistin und Sängerin aus Berlin, stellt aktuelle Kompositionen vor.
Im Zentrum steht ihre Kammeroper „Schattenlos“, die sie 2017 im Auftrag des Berliner Schloßplatztheaters komponierte.
Margarete Huber studierte an der Universität der Künste Berlin, und erhielt bereits mehrfach internationale Preise und Stipendien.
Sie komponiert Werke für Konzert, Oper und Musiktheater und nutzt dabei gleichermaßen historische und experimentelle Spieltechniken, Elektronik, Natur- und Alltagsgeräusche.
Ihre Werke wurden bereits in verschiedenen Ländern aufgeführt und erhielten begeisterte Kritiken wie „virtuos“, „klangliches Feuerwerk“, „verblüffend radikal“, „sinnlich“.
Über ihre Kammeroper wurde geschrieben: „Man staunt, was man alles so mit menschlichen Stimmen machen kann.“

Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Künstlerin wird gebeten.

Montag, den 9.4., 20 Uhr, Capella hospitalis.