Jour fixe November

In memoriam Jürgen Conrady
(Keine) Kunst nach Auschwitz!?

Kunst nach und über Auschwitz von
Paul Celan, Arnold Schönberg und Gerhard Richter
Referent: Ulrich Maske

„Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“- dieser Satz Theodor W. Adornos (aus dem Essay „Kulturkritik und Gesellschaft“ von 1951) erschütterte in den 1950er und 60er Jahren die ‚liberal-fortschrittliche‘ Kultur- und Künstlerszene in der BRD: Besonders Dichter und Schriftsteller reagierten heftig, wie etwa Paul Celan, Hans Magnus Enzensberger, Robert Gernhardt, Peter Härtling, Hans Werner Richter, Wolfdietrich Schnurre u.a. Bei allem berechtigten Streit um den Satz Adornos sind rückblickend doch – wie zu allen Zeiten – in sämtlichen Kunstgattungen bedeutende Werke geschaffen worden, sogar zum Thema Auschwitz selbst. Die wichtigsten sind: „Todesfuge“ (1944/47) von dem Dichter Paul Celan, „Ein Überlebender aus Warschau“ (1947) von dem Komponisten Arnold Schönberg und der vierteilige Bilderzyklus „Birkenau“ (2014) von dem Maler Gerhard Richter. Auch die Filme „Nacht und Nebel“ (1955) von Alain Resnais und Claude Lanzmanns über neunstündiger Film „Shoah“ (1985) sind hier zu nennen, wenn sie auch wegen ihrer Länge nur ausschnittweise herangezogen werden können bei diesem Jour fixe, – wenn überhaupt. Über die von Adorno augelöste Kontroverse soll berichtet, die genannten Kunstwerke verbal, akustisch und visuell vorgestellt werden. Der Abend ist dem Andenken Jürgen Conradys gewidmet, dem höchst kreativen Wanderer zwischen so vielen Welten!

5.November 2018, 20 Uhr in der Capella hospitalis

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Jour fixe Oktober

Die Cooperativa Neue Musik lädt ein zu einem Hörabend im Jürgen-Conrady-Archiv. Einzelne Musikstücke werden vorgestellt und besprochen. Montag, 1.10., 20 Uhr, Jürgen-Conrady-Archiv, c/o Murasova Rohrteichstr. 66a, 33602 Bielefeld Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Jour fixe September

Khadija Zeynalova – Komponistin

Khadija Zeynalova wurde in Aserbaidschan geboren. Seit früher Kindheit beschäftigte sie sich mit Musik und unternahm mit 11 Jahren ihre ersten Kompositionsversuche. 1994 erhielt sie am Sumgayiter Musikkolleg (Aserbaidschan) das Diplom in Musikwissenschaften. Danach studierte sie Komposition und Musikwissenschaft an der Musikakademie in Baku bei Prof. Khayyam Mirzezadeh (Bachelor: 1998, Master: 2000). Dem folgte ein Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik in Detmold bei Prof. Martin Christoph Redel (2005-2006). Daran schloss sich von 2006 bis 2012 ihr Promotionsstudium im Fach Musikwissenschaft an der Universität Paderborn bei Prof. Dr. Werner Keil an. Das Thema ihrer Doktorarbeit lautete: „Die aserbaidschanische Musikkultur im 20. Jahrhundert und ihre Rezeption der westlichen Musik“. 1999 wurde sie Mitglied des Aserbaidschanischen Komponistenverbandes. Zwischen 1995 und 2005 unterrichtete sie am Sumgayiter Musikkolleg in Aserbaidschan Harmonielehre, Musiktheorie, Tonsatz, Gehörbildung und Kontrapunkt. In der Zeit von 2000 bis 2005 lehrte sie in Baku (Aserbaidschan) an der Staatlichen Universität für Kunst und Kultur Musikgeschichte, Harmonielehre, Gehörbildung.

Seit 2013 bis 2017 hatte sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Detmold im Fach Musikalischer Tonsatz. Zurzeit unterrichtet sie an der Musik- und Kunstschule Bielefeld Klavier. Khadija Zeynalova ist die Künstlerische Leiterin des Detmolder Ensembles „Bridge of Sound“ und sie ist die Vorsitzende des Vereins „Bridge of Sound“ e.V. in Detmold.

Khadija Zeynalova stellt ihren Kompositionsansatz beim Jour fixe vor.

Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50, Bielefeld

Montag, 03.09., 20 Uhr

Eintritt frei, Spende für die Künstlerin erbeten

Jour fixe Juli

Vivan Bhatti -Musikalische Grenzgänge – Zwischen Subkultur und Hochkultur

Vivan Bhatti, geboren 1975 in Bielefeld, studierte Musik an der Hochschule für Musik in München und der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Er ist als freischaffender Komponist, Gitarrist und Theatermusiker tätig. Mit seinem Bruder Ketan Bhatti bildet er ein Kompositions – und Produktionsteam im Grenzbereich zwischen Neuer -, Elektronischer – und Populärer Musik.

Zusammen vertonten sie die jüngsten Verfilmungen von Wedekinds „FrühlingsErwachen“ und Büchners „Woyzeck“ (Zdf/ Arte/ 3Sat). Ihre erste Oper „Discount Diaspora“ mit einem Libretto von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel wurde 2011 an der Neuköllner Oper (Berlin)uraufgeführt. Das Projekt „Red Bull Flying Bach“, für dass sie die Musik beisteuerten, erhielt 2010 den Echo Klassik Sonderpreis.

Vivan Bhattis Musik ist u.a. fester Bestandteil der Inszenierungen von Nuran David Calis an vielen größeren deutschsprachigen Theaterhäusern (u.a. Deutsches Theater Berlin, Schauspiel Köln, Staatstheater Dresden),

Zuletzt schrieb er zusammen mit Ketan Bhatti die Musik zu Nuran Calis Inszenierung von „Glut – Siegfried von Arabien“ von Albert Ostermeier bei den Nibelungenfestspielen 2017 in Worms. Ihre Oper „Das schwarze Wasser“ nach dem gleichnamigen Theaterstück von Roland Schimmelpfennig wurde 2016 an der Neuköllner Oper Uraufgeführt.

Montag, 02.07., 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spende für den Künstler

Jour fixe Juni

Der Jour fixe fällt aus und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

 

Stefan Gwiasda – Beatboxing

Bumm Tschiki Tschiki
B-t-k-b-b-t-k .. Nein, das ist kein Druckfehler. Auf diese
Art notieren auch Beatboxer ihre Rythmus Pattern.
Stefan Gwiasda ist Vocal Percusionist und gibt ein
paar Kostproben dieser eigenwilligen Stimmtechnik.
Man erfährt etwas zur Geschichte, den Pionieren, der
eigentlichen Technik und Stefans ganz persönlichen
Sicht dieser Kunstform. Außerdem wird es einen
kleinen Workshop geben in dem die Teilnehmenden
selber ihre Stimmsouds ausprobieren können. Danach
ist man in der Lage einen einfachen Rhythmus stimmlich
zu erzeugen. Grooven, wo du gehst und stehst.
Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Montag, 04.06., 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spende für den Künstler

Jour fixe Mai

Modulare Synthesizer – von den Anfängen bis Heute

Peter Schwieger, selbst seit 1996 mit dem modularen Virus infiziert, wird über die Entstehung und Entwicklung von Modularen Synthesizern berichten. Das sind grob erklärt Klang erzeugende und Klang verarbeitende Module, die man frei miteinander verbinden kann. Die Möglichkeiten der Klanggestaltung und Verarbeitung sind dadurch unbegrenzt. Verschiedene Synthesearten wie auch der East / Westcoastkonflikt werden zur Sprache kommen. Die Reise geht von den analogen Anfängen bis zur digitalen Variante und deren Zwischenschritten. Vertreter einiger Gattungen werden vor Ort zum Ausprobieren bereitstehen. Da der Vortrag unmittelbar nach der Superbooth (Messe für Modulare Synthesizer in Berlin) stattfindet, wird er auch von den Neuerscheinungen berichten.

Geräte ausprobieren 18:00 – 20:00 Uhr
Vortrag mit Klangbeispielen 20:00 – 22:00 Uhr

Montag, 7.5., Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50, 33604 Bielefeld
Eintritt frei, Spende erbeten

Jour fixe April

Margarete Huber

Margarete Huber, Komponistin und Sängerin aus Berlin, stellt aktuelle Kompositionen vor.
Im Zentrum steht ihre Kammeroper „Schattenlos“, die sie 2017 im Auftrag des Berliner Schloßplatztheaters komponierte.
Margarete Huber studierte an der Universität der Künste Berlin, und erhielt bereits mehrfach internationale Preise und Stipendien.
Sie komponiert Werke für Konzert, Oper und Musiktheater und nutzt dabei gleichermaßen historische und experimentelle Spieltechniken, Elektronik, Natur- und Alltagsgeräusche.
Ihre Werke wurden bereits in verschiedenen Ländern aufgeführt und erhielten begeisterte Kritiken wie „virtuos“, „klangliches Feuerwerk“, „verblüffend radikal“, „sinnlich“.
Über ihre Kammeroper wurde geschrieben: „Man staunt, was man alles so mit menschlichen Stimmen machen kann.“

Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Künstlerin wird gebeten.

Montag, den 9.4., 20 Uhr, Capella hospitalis.

Jour fixe Februar

„Sechs Verbeugungen“

so heißt das diesjährige Programm von Heisenberg-Quartett & Bernsteins Zimmer
Kraakdoos, klingende Kakteen, eine Feuerorgel das legendäre Daxophon, Mutters bestes Porzellan und historische Elektronik bilden das Instrumentarium mit dem die Gruppe Bielefelder Studenten zu Werke geht. Die Kompositionen des Abends enthalten neben den genuin musikalischen auch Elemente aus Perfomance, Fluxus, Kybernetik, Aleatorik uvm. Im Anschluss hoffen die Ausführenden auf eine rege Diskussion mit den Zuhörern.
Montag, 5.2., 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spenden erbeten

Jour fixe Januar

Hörabend im Jürgen-Conrady-Archiv

Die Cooperativa Neue Musik lädt ein zu einem Hörabend im Jürgen-Conrady-Archiv. Einzelne Musikstücke werden vorgestellt und besprochen.

Montag, 8.1., 20 Uhr, Jürgen-Conrady-Archiv, Rohrteichstr. 66a, 33602 Bielefeld
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Jour fixe Dezember

Pauline Oliveros – Der lange Weg des Hörens

Montag, 4.12., 20 Uhr, Capella hospitalis

Pauline Oliveros (1932 – 2016), Musikerin und Komponistin ist durch mehrere ihrer Lebensstationen bekannt geworden. Sie war eine frühe Protagonistin der improvisierten Musik, experimentierte mit elektronischer Musik, arbeitete am richtungsweisenden San Francisco Tape Music Center und war schließlich Mitbegründerin des Deep Listening Institutes, dem sie bis zu ihrem Tod aktiv verbunden war.
Pauline Oliveros lebte ihr Leben lang für das Hören und Zuhören.
Ein Jour fixe zu ihrem Leben mit Musikbeispielen und einer Einführung in das Deep Listening.
Gestaltet von Marcus Beuter.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten