Neue Kammermusik: erfüllte augenblicke

Cooperativa Ensemble Bielefeld

Edith Murasova – Sopran
Stefan Kallmer – Klarinette
Gerd Lisken – Klavier
Willem Schulz – Cello

Unter dem Titel „Erfüllte Augenblicke“ präsentiert die Cooperativa Neue Musik im Haus Wellensiek zeitgenössische Liebeslieder und Kammermusik aus den letzten 50 Jahren. Das 2015 gegründete Bielefelder Cooperativa Ensemble tritt dafür in einer Quartett-Formation an mit der Mezzosopranistin Edith Murasova, dem Klarinettisten Stefan Kallmer, dem Cellisten Willem Schulz und dem Pianisten Gerd Lisken.

Das älteste Werk ist die berühmte Sequenza III for voice von Luciano Berio aus dem Jahre 1965, die von der legendären Cathy Berberian uraufgeführt wurde. 1976 komponierte Mathias Spahlinger seine „128 erfüllten Augenblicke systematisch geordnet, variabel zu spielen“. Eine „Aria“ für Cello und Klavier entstand zur Jahrtausendwende von dem Bielefelder Komponisten Gerd Lisken. Das intime „Nachtstück“ vollendete 2008 der inzwischen sehr bekannte junge Komponist Jörg Widmann, der jüngst sein Oratorium „Arche“ in der Elbphilharmonie aufführen konnte.

Wie lassen sich mit zeitgenössischer Musik heute noch Liebeslieder schreiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich Willem Schulz und fand bei dem jungen Adrej Murasov eindrucksvolle Gedichte. Diese und auch Lyrik des Bielefelders Wolfgang Schlüter inspirierten ihn zu zarten Klanggebilden, in denen sich die Texte wie Kirschzweige einzubetten suchen.

Das Konzert wird gefördert von der Hanns-Bisegger-Stiftung, der Eintritt ist auf Spendenbasis. Es findet statt am Sonntag, dem 5. Februar um 18 Uhr im Haus Wellensiek, Wellensiek 108a in der ehemaligen Kirche in Bielefeld-Großdornberg.

Konzert CON-FUSION Stationen III

CON-FUSION
Stationen III – Neue Musik aus NRW

Stationen ist eine Zusammenarbeit von 9 Gesellschaften für Neue Musik in NRW und dem Landesmusikrat. Bei der 3. Ausgabe bilden Mitglieder des Neue Musik Ensemble Aachen, der Sinfonia Dortmund und von Ensemble Horizonte aus Detmold ein vielseitiges Projektensemble aus 20 Musikern, das neben Stücken von Iannis Xenakis und Manfred Niehaus Uraufführungen von Ulrich Schultheiß, Mijin Oh und Emanuel Wittersheim im Gepäck hat.
Das Konzert findet am Samstag, den 21.01. um 20 Uhr in der Zionskirche statt.

Cooperativa Ensemble – Klangnetz

Eine musikalische Inszenierung der Altstädter Nicolaikirche

Montag, 14.11. 2016, 20 Uhr

Das 2014 gegründete Cooperativa Ensemble tritt in seinem neuen Projekt musikalisch in Dialog mit dem Kirchenraum der Altstädter Nicolaikirche, ihrer Architektur und Gestaltung, ihrer Stimmung und Akustik, ihrem Wesen und ihren besonderen Möglichkeiten. Kompositionen und Konzepte aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und des 21. Jahrhunderts sowie freie Improvisationen werden in Ensemble- und Solostücken als räumliche Performance inszeniert. Das Publikum sitzt mitten drin.
Jeder Musiker tritt in dem Programm mit einem aktuellen Solowerk auf. Die Musiker spielen im ganzen Raum verteilt, durchkämmen diesen, um sich zu bestimmten Werken immer wieder neu zu formieren. Dabei werden sowohl die akustischen als auch die materiellen Möglichkeiten – wie z.B. die hölzernen Kirchenbänke – ausgelotet.

Im 10-köpfigen Ensemble wirken mit: Edith Murasova – Mezzosopran, Anke Züllich-Lisken -Sopran, Violine, Monochord, Heidemarie Bhatti-Küppers – Text, Reinhold Westerheide -Gitarre, Stefan Kallmer – Klarinette, Willem Schulz – Cello, Gerd Lisken – Klavier, Angelika Höger – Kinetische Klangkunst, Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys, Marcus Beuter – Laptop, fieldrecordings.

Das Konzert findet statt am Montag, den 14.11.2016 um 20 Uhr in der Altstädter Nicolaikirche. Es wird von der Cooperative Neue Musik veranstaltet und gefördert von der Hanns-Bisegger-Stiftung. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.

Ensemble Hannover-Teheran

Zeitgenössische iranische Musik im Konzert

In einem einzigartigen Konzert präsentiert die Cooperativa Neue Musik vier neue Kompositionen zeitgenössischer iranischer Musik.
Die Komponisten Kiawasch Sahebnassagh, Farzia Fallah, Mehdi Jalali und Ali Gorji stehen für eine junge Generation, die gleichermaßen in der traditionellen iranischen wie auch in der zeitgenössischen Musik ausgebildet sind.
Die Instrumente Akkordeon und Tanbur – eine iranische Langhalslaute – werden um eine 4-kanalige Live-Elektronik erweitert.

Margit Kern – Akkordeon, studierte Akkordeon an der Sibelius Akademie in Helsinki. Sie konzertiert in Solo-Recitals und als Kammermusikerin.

Mehdi Jalali – Tanbur – begann 1996 sein Studium der traditionellen iranischen Musik. Er lernte Daf, Tombak, Setar, Tar und Tanbur sowie Theorie und Komposition. 2001 wurde er Mitglied in Alireza Mashayekhis „Tehran New Music Group“ und dem „Iranian Orchestra for New Music“.

Das Konzert findet am Donnerstag, den 22. September 2016 im Haus Wellensiek statt. Beginn 20 Uhr.
Eintritt auf Spendenbasis.

Gefördert vom Kulturamt Bielefeld

TRIO WEGULI

Abenteuerliche Begegnungen zwischen improvisierter und klassischer Musik

Gerd Lisken – Piano
Andreas Gummersbach – Saxophone
Reinhold Westerheide – Gitarren, Percussion

Gerd Lisken, Bielefelder Musikprofessor im Ruhestand und im Bereich der Komposition und der freien Improvisation als Pianist seit vielen Jahren unterwegs, kam auf die Idee, seine Freunde, den Saxophonist Andreas Gummersbach und den Gitarrist / Percussionist Reinhold Westerheide, zu einer 3er-Gruppe zu laden, die sich einerseits die Künste der Improvisation erschließt, andererseits in Spannung hierzu klassische Musik spielen wird.

Nach mehreren Terminen der Annäherung ist nun ein abendfüllendes Konzept entstanden, das in freier Entscheidung beide Bereiche – die improvisierte Musik und klassische Musik in ein fruchtbares Gegen-, Mit-, und Ineinander bringen will. Die Improvisationen ähneln Gesprächen dreier neugieriger Menschen, die Spass an ungewöhnlichen und überraschenden Klängen und Entwicklungen haben und sich gern von den Kuriositäten der Anderen zu neuen musikalischen Abenteuern mitreißen lassen.
Sonntag, 8. Mai, 18 Uhr, Haus Wellensiek
Eintritt frei, Spenden erwünscht
IMG_3291

für cello

Konzert-Performance

taut-haus-matinee_2015-09-20_12-41-29

Ein Saal wie eine Landschaft. Eine Landschaft von hängenden, stehenden, liegenden Noten. Musiker mit ihren Instrumenten unterwegs – in jeglichen Haltungen hörend, spielend und interagierend. Die Zuhörer an den Wänden ringsherum.

Anlässlich seines 65. Geburtstages bringt der Musiker, Komponist und Performer Willem Schulz seinen Zyklus für cello zur Uraufführung. Hierin werden zahlreiche musikalische Ideen und Materialien zu Kompositionen formuliert, die er in fünfzig Jahren der Beschäftigung mit neuer Musik in Projekten der Improvisation, der Konzeptkunst, der Performance und der Interaktion mit Natur, Architektur, Technik, Kunst und Medien entwickelt hat. Die 23 Stücke werden in diesem völlig neuartigen Konzertformat als freies Material eines intuitiven Zusammenspiels eingesetzt und als eine komplex vernetzte musikalische Biographie erfahrbar.

Als Solistinnen für dieses Projekt konnten neben dem Komponisten zwei in der neuen und freien Musik äußerst engagierte und profilierte Cellistinnen gewonnen werden: Nora Krahl und Sue Schlotte. Somit wird der Abend mit Willem Schulz zu einem innovativen Mehrgenerationen-Konzert.

Nora Krahl (Berlin) – Cello
Sue Schlotte (Bonn) – Cello
Willem Schulz (Melle) – Cello

Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld
Veranstalter Cooperativa Neue Musik / Gefördert durch die Hanns-Bisegger-Stiftung, Kulturamt Bielefeld und Kultursekretariat Wuppertal
26.02.2016 20:00 Uhr, Einführung von Marcus Beuter um 19:30 Uhr
Eintritt 14 € / 10 €
Kartenvorverkauf Tourist-Information

Porträtkonzert Iannis Xenakis (1922-2001)

Mathematiker, Architekt, Komponist

Der griechische Komponist Iannis Xenakis wurde 1922 geboren, studierte am Polytechnikum in Athen Ingenieurwesen, schloss sich 1941 dem kommunistischen Widerstand gegen die italienischen, dann deutschen und zuletzt griechischen Faschisten an, wurde schwer verwundet und flüchtete 1947 nach Paris. 1948-60 war er Assistent des damaligen Stararchitekten Le Corbusier. Sein architektonisches Gesellenstück war der Philipspavillon bei der Weltausstellung 1958 in Brüssel. Gleichzeitig nahm er an den Kompositionskursen Olivier Messiaens teil. Ab 1960 war er frei schaffender Komponist.

Als erster Komponist überhaupt begann er schon Ende der 50er Jahre, computergestützt zu komponieren. Er hat ein umfangreiches Werk hinterlassen und wird inzwischen weltweit unter Kennern der modernen Musik als einer der bedeutendsten Komponisten der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts angesehen. Die Cooperativa Neue Musik lädt herzlich ein, Iannis Xenakis und seine Musik in einem Porträtkonzert näher kennenzulernen!

Das Konzert findet statt am Sonntag, 13. September 2015, um 18.00 Uhr, im Haus Wellensiek, Wellensiek 108 (ehemalige Christuskirche). Der Eintritt ist frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

Auf dem Programm stehen die Werke „Herma“ (1960/61) für Klavier, „Psappha“ (1975) für Schlagzeug, „Charisma“ (1971) für Klarinette und Violoncello sowie „Plectó“ (1993) für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Schlagzeug und Klavier. Ausführende: Jan Gerdes (Klavier), Berlin (Klavier), Klaus Bertagnolli, Bielefeld (Schlagzeug), Ensemble Horizonte, Detmold, mit Jörg-Peter Mittmann (Leitung), Ulrich Maske (Einführung).

Das Konzert wird gefördert durch die Hanns-Bisegger-Stiftung.

Der unendliche Klang

Zu einem außergewöhnlichen Klangereignis lädt die Cooperativa Neue Musik ein. Nach einer Idee des amerikanischen Komponisten La Monte Young wird sich über den permanent erklingenden Grundklang einer tiefen Quinte eine zeitlich unbegrenzte meditative Kollektivimprovisation aller Teilnehmer entfalten, die sich an den Tönen der Quinte und deren Oktavierungen orientiert. Rhythmen sollen nur als lebendige Atemrhythmen auftauchen, jedoch nicht als metrische Gliederungen. Dieses Konzept richtet sich an Vokalisten, Streicher, Bläser, Zungeninstrumente (shroty-Boxen, Akkordeon) und an elektronische Instrumente. Natürlich sind auch Zuhörer/innen herzlich willkommen, wobei eine mögliche Meditation durch Sitzkissen oder Decken
gefördert werden könnte (bitte mitbringen).
Die Organisation liegt in den Händen von Gerd Lisken
Zeit: Dienstag, 11. November, 20 Uhr Ende offen
Ort: Thomaskirche der Christengemeinschaft
Bielefeld-Schildesche, Westerfeldstr. 46 (Ecke Erdsiek)
Straßenbahn Linie 1, Endstation Schildesche, 5 Minuten Fußweg; Apfelstr. talwärts

Karlheinz Stockhausen: „Stimmung“ (1968) für 6 Oberton-Vokalsolisten

Vokalensemble belcanto Frankfurt, Dietburg Spohr
„Stimmung“ kann charakterisiert werden als „ein behutsam changierendes Spiel von gleitenden Farben und wechselnden Obertonmischungen, eine Art Klangséance, in deren leises Wogen von den im Kreis sitzenden VokalistInnen hereingerufene Götternamen der unterschiedlichsten Religionen und eigene Texte Stockhausens Bewegung und Dynamik bringen“ (Ulrich Dibelius). Das 70-Minuten-Stück meditativer Musik wird vom Ensemble Frankfurt interpretiert, das im Laufe der 25jährigen Vereinsgeschichte bereits zwei Mal (1992 und 2008) für die Cooperativa Neue Musik konzertiert hat.
Sonntag, 15. Juni, 17 Uhr, Ev.-Reformierte Süsterkirche, Güsenstr. 16-18

„Klänge von jenseits… Kammermusik von Giacinto Scelsi“

In Scelsi sehen viele inzwischen einen ‚Jahrhundertkomponisten‘, der aber immer noch viel zu wenig bekannt ist. Seine Musik hat einen eminent geistlichen Charakter, denn er war (als Buddhist) von den Trans-zendenz- und Jenseitsvorstellungen aller Religionen fasziniert und sagte von sich selbst, er lebe, auch als Musiker, nur für die Transzendenz. Programm: Hyxos (1955) für Alt-Querflöte und Percussion, Incantesimi/Zaubersprüche (1954) für Klavier, Ko-Tha – Tanz des Gottes Shiva (1967) für Guitarre als Percussionsintrument, Ho (1960) Cinq mélodies pour Soprano solo, Streichtrio (1958) für Violine, Viola und Violoncello. Ausführende: Gerlinde Dewald (Alt-Querflöte), Claudia Kohl (Klavier), Edith Murasova (Mezzosopran), Trio-Quartetto d’Archi Bielefeld, Reinhold Westerheide (Percussion und Guitarre als Percussions-instrument), Ulrich Maske (Moderation).
Sonntag, 18. Mai, 18 Uhr, Haus Wellensiek (ehem. Christuskirche), Wellensiek 108A