Weekly Tones – Konzert des Cooperativa Ensembles

Weekly Tones
Multitonales Echo zum aktuellen Zeitgeschehen
von Reinhold Westerheide

Montag, 28.10.19, 19 Uhr
Raum T0 260,
Universität Bielefeld

„Weekly Tones“ geht in Resonanz mit aktuellen Ereignissen aus dem Tagesgeschehen. Politik, Gesellschaft, Kultur, Sport – spontan vor dem Konzert ausgesuchte Themen finden ihren Niederschlag in der Aufführung. Nach einem Konzept von Reinhold Westerheide interpretieren die Mitglieder des Cooperativa Ensembles Ereignisse, die an dem Tag die Nachrichten bestimmen.

Ein reger Austausch mit dem Publikum nach dem Konzert ist erwünscht.

Eine Konzertreihe, die die Konzertsäle verlässt und in die Universität, das Gewerkschaftshaus, das Kulturzentrum geht.

Das Cooperativa Ensemble:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Monochord
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Elena Kaßmann – Klavier
Djamilija Keberlinskaja-Wehmeyer – Klavier
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

Der Eintritt ist frei.

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Stationen IV | „STIMMEN aus NRW“

Während STATIONEN I in 2012 „fünf Kompositionen auf Tour“ durch sechs NRW-Städte schickte und STATIONEN II in 2014 zehn InterpretInnen der Region in den Mittelpunkt rückte, stand STATIONEN III 2017 im Zeichen einer großen, 20-köpfigen Ensemble-Besetzung.
Die Konzertreihe STATIONEN IV in 2019 setzt den Schwerpunkt auf ein experimentelles Zusammenspiel von unterschiedlichsten Stilrichtungen der menschlichen Stimme. Dabei wurde von den Gesellschaften für Neue Musik aus NRW zu denen die Bielefelder Cooperativa Neue Musik gehört ein acht-köpfiges Vokal-Ensemble aufgestellt. Unter der künstlerischen Leitung von Julia Mihály treten Gesangsstile wie Beatboxing, Operngesang, Jazzgesang, experimentelle Stimmkunst, neuer klassischer Gesang, Obertongesang und Sprachkunst in Beziehung. Es wird improvisiert, Raum und Performance werden inszeniert und 10 völlig verschiedene Kompositionen kommen zur Aufführung.
Die Sängerin Julia Mihály arbeitet als vielseitige Musikerin virtuos im Niemandsland zwischen Hoch- und Alltagskultur und ist somit bestens für die Leitung qualifiziert. Ein neues Werk der jungen Komponistin Elnaz Seyedi kommt zur Uraufführung, das dem Ensemble wie auf den Leib geschrieben wurde und damit die eigentümlichen Qualitäten der verschiedenen Stimmfächer auslotet und in Szene setzt. Weitere Werke sind u.a. von Georges Aperghis, Erhard Karkoschka, Mauricio Kagel und Giacinto Scelsi. Uraufgeführt wird zudem die Komposition „fliegend“ für 3 Sopranstimmen des Bielefelder Komponisten Willem Schulz.
Die beteiligten GesangssolistInnen sind: Heide Bertram, Manon Blanc-Delsalle, Sara Decker, Stefan Gwiasda, Martin Lindsay, Milena Schuster, Bettina Wenzel und Martin Wistinghausen.
Zur Tradition der STATIONEN-Reihe gehört auch die Verknüpfung mit einem groß angelegten Schulprojekt, dessen Leitung in den Händen von Lesley Olson und Johanna Daske liegt. In Zusammenarbeit mit den KomponistInnen und InterpretInnen wurde für STATIONEN IV ein umfangreiches und mit vielen Abbildungen und Notenbeispielen sinnlich aufbereitetes Unterrichtsmaterial erstellt. In den sieben Städten der Tournee besuchen die am Projekt beteiligten SängerInnen Schulklassen, um gezielt das Interesse an dem STATIONEN-Konzert und damit für Neue Musik zu wecken und zu fördern. In Bielefeld ist die Luisenschule und das Ehrenberg-Gymnasium beteiligt.

Gestartet wird in der Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle am Freitag, dem 29.03. um 20 Uhr. Weiter geht es am Samstag, dem 30.03. um 19.30 Uhr im Hangar 21 in Detmold und am 31.03. um 18 Uhr in der Musikhochschule Münster.
Unterstützt von Kulturamt Bielefeld, Detmolder Stadthallen GmbH, Kulturamt der Stadt Münster, Kulturbüro der Stadt Essen, Kulturamt der Stadt Köln und Kulturbetriebe Aachen
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

„Ich habe großen Hunger nach dem Licht – Für Gerd Lisken“

Bunker Ulmenwall, Bielefeld
02.03.2019 19 – 01 Uhr

Eine Lange Nacht im Gedenken an Gerd Lisken (1928 – 2018).

Dem seit 1960 in Bielefeld lebenden und wirkenden Musikprofessor, Pianist, Komponist, Improvisator und leidenschaftlichen Besucher und Förderer künstlerischer Veranstaltungen aller Art wird in dieser Langen Nacht mit über 30 Beiträgen auf unterschiedlichste Weise gedacht.

Musik diverser Genres zwischen Klassik, Jazz und Neuer Musik wird in Form von Kompositionen, Konzepten und freien Improvisationen zu hören sein. Gerade Letzteres hatte Gerd Lisken sehr geliebt und in unzähligen Besetzungen und interdisziplinären Projekten praktiziert: sich der Intuition des Moments hinzugeben und diesen als gemeinsame Partitur zu gestalten. Partnerinnen und Partner aus diversen seiner Ensembles musizieren an diesem Abend im Geiste mit ihm.

Daneben werden Textbeiträge eingebracht: Erinnerungen, Anekdoten, Gedichte, Performances. Gerd Lisken war immer auch ein Freund der Poesie. Viele seiner Lied- und Chorkompositionen verarbeiten Texte von Rose Ausländer, Friederike Mayröcker, Hilde Domin oder Jacques Prévert. Auch eigene Texte entsprangen seiner Feder. Zu vielen Anlässen schrieb er zudem Kanons, die oft eine humorvolle Note besaßen. Einer dieser Kanons wird auch an diesem Abend erklingen. Mit dem gesamten Publikum.

Weiterhin gibt es Tanz: Christine Grunert wird einen stillen Tanz kreieren, animiert durch das Klavierspiel von Gerd Lisken, das ihr im Moment der Aufführung innerlich in den Sinn kommt. Und Florian Lisken wird eine Szene aus „Novecento, dem Ozeanpianisten“ spielen, das er mit seinem Vater viele Male performte.

Im Foyer wiederum werden den ganzen Abend Fotos und Videos gezeigt, in denen Gerd Lisken mitwirkte oder die für ihn in Memoriam produziert wurden.

Das Programm dieses Abends ist eine Hommage an eine großartige Persönlichkeit des Bielefelder Kulturlebens. Ganz nach dem Motto: lang und bunt – so wie Gerd Lisken es war.

Die über 50 Mitwirkenden:
Gunther Möllmann, Karl Godejohann, Gunda Züllich, Werner Schermeier, Karin Bott-Bodenhausen, Peter Bayreuther, Margarete Huber, Christian Beckers, Kalle Mews, Anke Züllich-Lisken, Thomas Schweitzer, Anne Beisse-Munemo, Daniel Brandl, Ensemble Freie Musik, Andreas Gummersbach, Reinhold Westerheide, Christine Grunert, Sebastian Lisken, Willem Schulz, Reinhard Gagel, Matthias Klause-Gauster, Stefan Schulz, Barbara Daiber, Joachim Raffel, Cooperativa Ensemble, Pia Raum, Susanne Schulz, Jho kaufmann, Florian Lisken, Stefan Kallmer, Marie-Pascale Gräbener, Oona Kastner, Markus Schwartze, Holger Sauer.

Brisante Träume – 7 Stunden KLANG

Sonntag, 3.2.2019, 11 – 18 Uhr
MARTa Herford

Im Rahmen der Ausstellung „Brisante Träume – Die Kunst der Weltausstellung“ komponiert das Cooperativa Ensemble Bielefeld in der Gehri-Architektur des Museums Marta Herford einen vielschichtigen Klangtag.
Mit seinen diversen Kompetenzen bietet das Ensemble ein Programm an, das sich mit verschiedenen Formaten der Musik auf das hochinteressante Ausstellungsprojekt zu Kunst und Architektur von fünf Weltausstellungen bezieht:

• Konzerte und Performances in verschiedenen Besetzungen vom Gesamtensemble bis zu dezentralen Soloauftritten
• Partizipative Aktionen und Workshops im Bereich instrumentaler und vokaler Komposition und Improvisation sowie Bau von elektronischen Klangobjekten,
• Musikwissenschaftliche Vorträge, z.B. zur Verbindung von Musik und Architektur bei Xenakis und Le Corbusier.

Die Ausstellung nimmt in 5 Räumen Bezug auf 5 Weltausstellungen und ihre Schwerpunkte. Das Ensemble bezieht in sein Gesamtkonzept die einzelnen Themenbereiche ebenso mit ein wie Vertreter der Neuen Musik, die dort tätig waren.

So konfrontiert sich beispielsweise das Gesamtensemble in dem Raum „Ingenieure des Lebens – Paris 1937“ in voller Länge mit dem über 15 m breiten Gemälde „Air, fer, eau“ von Robert Delaunay.

In „Demokratie und Zerstörung – New York 1939/40“ nimmt die elektroakustische Komposition „robert“ von Marcus Beuter Bezug auf das Motto „The World of Tomorrow – All Eyes to the Future“. Das Wahrzeichen der Ausstellung war der über 200 Meter hohe Trylon-Turm.
Beuter machte wenige Monate nach den Angriffen auf das World Trade Center ein Interview mit einem New Yorker, der kurz vor Einsturz der Türme mit einer U-Bahn unter ihnen herfuhr. Die erste Frage des Interviews lautete: „What is tomorrow“.
Der Bezug zwischen dem Zukunftsglauben der Weltausstellung Ende der 30er Jahre, in die dann der 2. Weltkrieg hinein brach zu einem erneut markanten Moment der Geschichte, dem 11. September, der in der Folge mindestens 2 Kriege auslöste und für viele eine Art Ende der unbeschwerten Zukunft bedeutete, spiegelt sich in der elektroakustischen Komposition wider.

Ianis Xenakis entwarf zusammen mit LeCorbusier das „Elektronische Gedicht für die Expo 1958 Brüssel. In dem Raum „Der mikroskopische Blick – Brüssel 1958“ hält der emeritierte Musikwissenschaftler Ulrich Maske einen Vortrag zu dem griechischen Mathematiker, Architekten und vor allem Komponisten.

Die Mezzosopranistin Edith Murasova und die Pianistin Elena Kassmann tragen Lieder von Edgar Vàrese vor.

Willem Schulz lässt sich im Raum „Aufbruch zu den Sinnen – Montreal 1967“ von Hugo Kükelhaus`Rotationsobjekte dazu animieren, Klänge mit dem Cello kreiselnd in die Luft zu schleudern.

Angelika Höger nimmt Bezug auf Arbeiten von Nikolaus Gansterer.
Seine großformatigen Zeichnungen, die als Rollbilder an der Wand
hängen, erinnern formal an Schulwandkarten. Die eher informell
anmutenden Zeichnungen benutzt Angelika Höger als Partitur. Sie
interpretiert die Bilder indem sie einzelne Elemente nachzeichnend in
Klang überträgt.
Auf Nikolaus Gansterers Kartenserie „Objects yet to become“ sind
kleine Skizzen zu sehen und kurze Texte mit Aufforderungen zu Aktionen
für kollektive und individuelle Ereignisse. Sie erinnern an
Fluxus-Partituren. Angelika Höger wird diese Karten als Ausgangspunkt
für partizipative Aktionen mit anwesenden Museumsbesuchern nehmen.

Ausgehend von der Kunst Hugo Kükelhaus‘ lädt Marcus Beuter zu einem Soundwalk ein. Er führt durch das Museum hinaus in die Umgebung. Kükelhaus sagte: „Nicht das Ohr hört, der Mensch hört“.
Länge: ca. 20 Minuten

Heidemarie Bhatti-Küppers nimmt Bezug auf das Thema „Träume von einer anderen Zukunft – Osaka 1970“, indem sie Hans-Magnus Enzensbergers Idee der Poesie-Automaten aufgreift.
Peter Schwieger bietet neben Robert Beers „Float“ einen Workshop für elektronische Klangerzeuger an.
Karl-Heinz Stockhausens „Aus den 7 Tagen“, die in Osaka über mehrere Monate immer wieder aufgeführt wurden, werden ausschnitthaft inszeniert.

Über die Arbeit mit den einzelnen Themen und Räumen hinaus nehmen die Mitglieder des Cooperativa Ensembles Bezug auf die Gehri-Architektur.
So wird Anke Züllich-Lisken ihr „Experiment für Sopran und Monochord“ durchführen:
3 bis 4 festgelegte Gegensatzpaare als Struktur einer experimentell ausgeführten Musik. Gespielt innerhalb der Ausstellung auf 3 Stationen, die noch ausgewählt werden müssen. Mit jedem Spiel etwas mehr eine Annäherung Richtung Komposition – bleibt dennoch bewusst eine experimentelle Musik.

Djamilija Keberlinskaja-Wehmeyer und Elena Kassmann geben ein Klavierkonzert:
1. Claude Debussy
-Six Épigraphes antiques (15 Min)
-Marche Ecossaise sur un theme populaire (6 Min)
2. Erik Satie
-Parade (11 Min)
-Trois Morceaux en forme de poire (14.43 Min)
3. Leo Smit
-Divertimento für Klavier zur vier Händen (14.03 Min)
Erwin Schulhoff
– Ironien für Klavier zur vier Händen (12.52 Min)
4.Boris Blacher
– Sieben Studien über variable Metren für Klavier (9.47 Min)
Ivan Spasov
-Sonate nr.1 (8.55)

Folgende Mitglieder des Cooperativa Ensembles sind an der Gesamtkomposition des Projektes „7 Stunden KLANG“ beteiligt:

• Edith Murasova – Mezzosopran, Vokale Animation
• Anke Züllich-Lisken – Sopran, Monochord
• Willem Schulz – Cello, Komposition und Improvisation
• Heidemarie Bhatti-Küppers – Sprache, Text
• Djamilija Keberlinskaja-Wehmeyer – Klavier
• Angelika Höger – kinetische Klangkunst
• Peter Schwieger – experimentelle Elektronik
• Marcus Beuter – fragmentrecordings, Elektronik
• Ulrich Maske – Musikwissenschaft

Eine Lange Nacht Musik

Samstag 07.04. 2018, 16 – 24 Uhr
Eine Lange Nacht Musik

Rudolf-Oetker-Halle
Kleiner Saal

Programmheft

[Eintritt: 20,- / 15,-]
VVK: Tourist Information, Neue Westfälische

Am Samstag, dem 7.April 2018 von 16 – 24 Uhr findet „Eine Lange Nacht Musik“ in der Rudolf-Oetker-Halle mit aktuellen Beiträgen der Neuen Musik statt. 8 Stunden lang spielen Expertinnen und Experten der Neuen Musik in Solo-, Duo- und Ensemble-Formationen Programme von 30-40 Minuten Länge mit anschließenden Publikumsgesprächen, moderiert von Anna Bella Eschengerd. Jeweils nach zwei Konzerten gibt es eine längere Pause zur Entspannung und Kommunikation, in der auch ein Imbiss angeboten wird.

Insgesamt werden in der Langen Nacht 7 Konzerte präsentiert.

Zu Beginn spielt die Akkordeonistin Mirjana Petercol aus Wiesbaden die minimalen Kompositionen zu den 12 Tierkreiszeichen von Karlheinz Stockhausen (1928 – 2007) im Wechsel mit ausgewählten Werken des Barockkomponisten Johann Abraham Schmierer (1661-1719) zur selben Thematik.

Der Bielefelder Gitarrist und Schlagzeuger Reinhold Westerheide schließt an mit Werken für Gitarre und Zuspielbändern von Steve Reich, Mike Starobin sowie einem eigenen Werk.

Die junge Kölner Saxofonistin Fanja Raum inszeniert den Raum mit neuen Stücken für Sopran- und Altsaxofon solo von Ehsan Khatibi, Francois Rossé und Willem Schulz wie auch mit freien Improvisationen.

Carsten Schneider aus Berlin ist Klang-Minimalist und Hörpspielpreisträger 2017: er dekonstruiert den Deutschlandfunk und setzt ihn nach künstlerischen Gesichtspunkten penibel neu zusammen. Aus dem Atem der Sprecher eines Tages oder aus Gefahrenmeldungen eines ganzen Jahres entstehen neue Hörstücke und Klanggedichte.

„5 Seen“ für Guzheng, Sanxian, chinesischen Gesang und ein Neue-Musik-Ensemble ist eine inszenierte Raum-Komposition von Xu Fengxia und Willem Schulz, ein Auftragswerk des Landesmusikrates NRW. Die Uraufführung dieser Co-Komposition realisieren die Komponisten zusammen mit dem Cooperativa Ensemble aus Bielefeld.

Angelika Sheridan und Frank Niehusmann bilden das Kölner Projekt STROM. Mit diversen Querflöten und Live-Elektronik kreieren sie ungemein rhythmische und spektrale Klanggebilde.

Den Abschluss bildet der Berliner Pianist Jan Gerdes. Sein Thema sind „Nachtstücke“ – ein Programm mit Klaviermusik von Salvatore Sciarrino, Robert Schumann und George Crumb.

7 KONZERTE

Mirjana Petercol – Akkordeon
Die 12 Tierkreiszeichen – eine Komposition von Karlheinz Stockhausen (1928-2007) im Wechsel mit 12 Sternbildern des Barockkomponisten Johann Abraham Schmierer (1661-1719).

Reinhold Westerheide – Gitarre und Tape
Die Gitarre im Dialog mit diversen Zuspielbändern. Werke von Steve Reich, Mike Starobin und Reinhold Westerheide.

Fanja Raum – Saxofon
Werke für Sopran- und Altsaxofon solo von Ehsan Khatibi, Francois Rossé, Willem Schulz sowie freie Improvisationen.

Carsten Schneider – Hörstücke und Klanggedichte

Hörspielpreisträger 2017. Eine Dekonstruktion des Deutschlandfunks.

Xu Fengxia und das Cooperativa-Ensemble (Shanghai – Bielefeld)
„5 Seen“, eine inszenierte Raum-Komposition von Xu Fengxia und Willem Schulz für Guzheng, Sanxian, chinesischen Gesang und das Cooperativa-Ensemble.
Uraufführung eines Auftragswerkes des Landesmusikrates NRW

STROM
Hochspannung im elekto-akustischen Strom: Angelika Sheridan – Querflöten, Frank Niehusmann – Elektronik

Jan Gerdes – Klavier
Nachtstücke – ein Programm mit Klaviermusik von Salvatore Sciarrino, Robert Schumann und George Crumb zum Thema Nacht.

Eintritt: 20,- / 15,-
VVK: Tourist Information, Neue Westfälische

Gefördert durch die Hanns-Bisegger-Stiftung und das Kulturamt Bielefeld

Neue Kammermusik: erfüllte augenblicke

Cooperativa Ensemble Bielefeld

Edith Murasova – Sopran
Stefan Kallmer – Klarinette
Gerd Lisken – Klavier
Willem Schulz – Cello

Unter dem Titel „Erfüllte Augenblicke“ präsentiert die Cooperativa Neue Musik im Haus Wellensiek zeitgenössische Liebeslieder und Kammermusik aus den letzten 50 Jahren. Das 2015 gegründete Bielefelder Cooperativa Ensemble tritt dafür in einer Quartett-Formation an mit der Mezzosopranistin Edith Murasova, dem Klarinettisten Stefan Kallmer, dem Cellisten Willem Schulz und dem Pianisten Gerd Lisken.

Das älteste Werk ist die berühmte Sequenza III for voice von Luciano Berio aus dem Jahre 1965, die von der legendären Cathy Berberian uraufgeführt wurde. 1976 komponierte Mathias Spahlinger seine „128 erfüllten Augenblicke systematisch geordnet, variabel zu spielen“. Eine „Aria“ für Cello und Klavier entstand zur Jahrtausendwende von dem Bielefelder Komponisten Gerd Lisken. Das intime „Nachtstück“ vollendete 2008 der inzwischen sehr bekannte junge Komponist Jörg Widmann, der jüngst sein Oratorium „Arche“ in der Elbphilharmonie aufführen konnte.

Wie lassen sich mit zeitgenössischer Musik heute noch Liebeslieder schreiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich Willem Schulz und fand bei dem jungen Adrej Murasov eindrucksvolle Gedichte. Diese und auch Lyrik des Bielefelders Wolfgang Schlüter inspirierten ihn zu zarten Klanggebilden, in denen sich die Texte wie Kirschzweige einzubetten suchen.

Der Eintritt ist auf Spendenbasis.
Freitag, 20.10., 20 Uhr, Capella hospitalis, Bielefeld
Sonntag, 22.10., 20 Uhr, Wie Rose, Melle

Vernissage der Klanginstallation subversiv in Lemgo

subversiv
Klanginstallationen im Landschaftspark der Staff-Stiftung
10.9. bis 15.10. 2017
Eröffnung: Sonntag, 10.9. 11.30 Uhr
Ein Projekt der Cooperativa Neue Musik e.V. Bielefeld

Ab Sonntag, den 10.9. um 11.30 Uhr wird die Klanginstallation subversiv im Landschaftspark der Staff-Stiftung in Lemgo zu hören sein.
Zur Eröffnung spielt das Cooperativa Ensemble live und leitet direkt in die Installation über.

Der Landschaftspark, ein Spazierweg, eine Hecke. Klänge wehen durch die Luft, mal kaum hörbar, so dass sie das Ohr an die Hecke locken, dann wieder nehmen sie den ganzen Raum ein.

Das Cooperativa Ensemble realisiert 2017 an 3 Orten der OWL-Region Klanginstallationen im öffentlichen Raum. Deutlich unterschiedliche Orte werden über mehrere Wochen klanglich subtil verändert, um Passanten zu neuen Erfahrungen auf ihren alltäglichen Wegen zu inspirieren.
Nach einer ersten Intervention in einer kleinen Seitenstraße in Halle/Westfalen wird die Installation nun oberhalb von und mit Blick auf Lemgo zu hören sein.
Klanginstallationen bieten die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum Orte subtil zu verändern, so dass diese von den Menschen neu wahrgenommen werden können.
Künstlerisch haben sie besondere Qualitäten: Kunst wird öffentlich gemacht und ist jedermann zugänglich. Die Klang-Intervention wird zudem in einem sich ändernden akustischen Umfeld immer wieder anders erlebt: mal regnet es, mal gibt es starken Verkehrslärm, mal ist es still.

Die Mitglieder des Cooperativa Ensembles haben nach einer Konzeption von Willem Schulz Materialien für die Installationen eingespielt. Die Komposition für 6 Lautsprecher erstellte Marcus Beuter.
Das Konzept basiert auf unterschiedlichen Assoziationen, wie Düfte, Schwärme, Winde, aber auch Unbekannte Sprachen oder Punkte und Linien sind Themen.
Das Ensemble verfügt über ein breites musikalisches Spektrum: diverse Instrumente, Gesang, Text und Elektronik bringen Klänge verschiedenster Art ein.

Die Besetzung im Einzelnen:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Monochord
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Gerd Lisken – Klavier
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, dem LWL, dem Landesverband Lippe, der Staff-Stiftung und der Sparkasse Bielefeld

Neue Kammermusik: erfüllte augenblicke

Cooperativa Ensemble Bielefeld

Edith Murasova – Sopran
Stefan Kallmer – Klarinette
Gerd Lisken – Klavier
Willem Schulz – Cello

Unter dem Titel „Erfüllte Augenblicke“ präsentiert die Cooperativa Neue Musik im Haus Wellensiek zeitgenössische Liebeslieder und Kammermusik aus den letzten 50 Jahren. Das 2015 gegründete Bielefelder Cooperativa Ensemble tritt dafür in einer Quartett-Formation an mit der Mezzosopranistin Edith Murasova, dem Klarinettisten Stefan Kallmer, dem Cellisten Willem Schulz und dem Pianisten Gerd Lisken.

Das älteste Werk ist die berühmte Sequenza III for voice von Luciano Berio aus dem Jahre 1965, die von der legendären Cathy Berberian uraufgeführt wurde. 1976 komponierte Mathias Spahlinger seine „128 erfüllten Augenblicke systematisch geordnet, variabel zu spielen“. Eine „Aria“ für Cello und Klavier entstand zur Jahrtausendwende von dem Bielefelder Komponisten Gerd Lisken. Das intime „Nachtstück“ vollendete 2008 der inzwischen sehr bekannte junge Komponist Jörg Widmann, der jüngst sein Oratorium „Arche“ in der Elbphilharmonie aufführen konnte.

Wie lassen sich mit zeitgenössischer Musik heute noch Liebeslieder schreiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich Willem Schulz und fand bei dem jungen Adrej Murasov eindrucksvolle Gedichte. Diese und auch Lyrik des Bielefelders Wolfgang Schlüter inspirierten ihn zu zarten Klanggebilden, in denen sich die Texte wie Kirschzweige einzubetten suchen.

Das Konzert wird gefördert von der Hanns-Bisegger-Stiftung, der Eintritt ist auf Spendenbasis. Es findet statt am Sonntag, dem 5. Februar um 18 Uhr im Haus Wellensiek, Wellensiek 108a in der ehemaligen Kirche in Bielefeld-Großdornberg.

Konzert CON-FUSION Stationen III

CON-FUSION
Stationen III – Neue Musik aus NRW

Stationen ist eine Zusammenarbeit von 9 Gesellschaften für Neue Musik in NRW und dem Landesmusikrat. Bei der 3. Ausgabe bilden Mitglieder des Neue Musik Ensemble Aachen, der Sinfonia Dortmund und von Ensemble Horizonte aus Detmold ein vielseitiges Projektensemble aus 20 Musikern, das neben Stücken von Iannis Xenakis und Manfred Niehaus Uraufführungen von Ulrich Schultheiß, Mijin Oh und Emanuel Wittersheim im Gepäck hat.
Das Konzert findet am Samstag, den 21.01. um 20 Uhr in der Zionskirche statt.

Cooperativa Ensemble – Klangnetz

Eine musikalische Inszenierung der Altstädter Nicolaikirche

Montag, 14.11. 2016, 20 Uhr

Das 2014 gegründete Cooperativa Ensemble tritt in seinem neuen Projekt musikalisch in Dialog mit dem Kirchenraum der Altstädter Nicolaikirche, ihrer Architektur und Gestaltung, ihrer Stimmung und Akustik, ihrem Wesen und ihren besonderen Möglichkeiten. Kompositionen und Konzepte aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und des 21. Jahrhunderts sowie freie Improvisationen werden in Ensemble- und Solostücken als räumliche Performance inszeniert. Das Publikum sitzt mitten drin.
Jeder Musiker tritt in dem Programm mit einem aktuellen Solowerk auf. Die Musiker spielen im ganzen Raum verteilt, durchkämmen diesen, um sich zu bestimmten Werken immer wieder neu zu formieren. Dabei werden sowohl die akustischen als auch die materiellen Möglichkeiten – wie z.B. die hölzernen Kirchenbänke – ausgelotet.

Im 10-köpfigen Ensemble wirken mit: Edith Murasova – Mezzosopran, Anke Züllich-Lisken -Sopran, Violine, Monochord, Heidemarie Bhatti-Küppers – Text, Reinhold Westerheide -Gitarre, Stefan Kallmer – Klarinette, Willem Schulz – Cello, Gerd Lisken – Klavier, Angelika Höger – Kinetische Klangkunst, Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys, Marcus Beuter – Laptop, fieldrecordings.

Das Konzert findet statt am Montag, den 14.11.2016 um 20 Uhr in der Altstädter Nicolaikirche. Es wird von der Cooperative Neue Musik veranstaltet und gefördert von der Hanns-Bisegger-Stiftung. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.