Vorschau

08.05. Jour fixe: Stefan Gwiasda, Beat Box bzw. Vocal Percussion
12.06. Jour fixe: Kinder macht Neues!, Wagner, der Fortschrittliche – Ulrich Maske
03.07. Jour fixe: Deep Listening, zum Gedenken an Pauline Oliveros

Jour fixe, 6. März, 20 Uhr
Capella hospitalis, Bielefeld, Teutoburger Str. 50

Elektroakustische Szenen
Arsalan Abedian – ein iranischer Komponist

In den Elektroakustischen Szenen gibt es 7 verschiedene akustische Szenarien, die sich nacheinander entfalten. Die Szenen wurden von den Tagebüchern zweier Personen – möglicherweise Komponisten – inspiriert.

Sie stellen in abstrakter Weise Situationen dar, die diesen zwei Persönlichkeiten in ihrem täglichen Leben in verschiedenen Ländern widerfahren. Ihre Leben sind geprägt von Nachrichten, persönlichen und globalen, die ihren Einfluss ausüben.

Das Stück ist in Csound geschrieben und befindet sich an der Grenze zwischen musique concrète und Hörspiel.

Arsalan Abedian wurde 1984 in Teheran geboren. Im Jahr 2007 absolvierte er an der Azad Universität einen Bachelor-Abschluss in Komposition und 2011 einen Master-Abschluss an der Kunst Universität Teheran. Im Jahr 2014 schloss er einen Master-Studiengang Komposition mit dem Schwerpunkt Elektronische Musik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover ab und 2016 ebendort ein Konzertexamen in Komposition.

Abedian studierte u.a. bei Joachim Heintz, Oliver Schneller, Gordon Williamson und Ming Tsao.

Seine Werke sind geprägt von Zahlen und elektronischen Mitteln. Sie werden verstärkt durch sichtbare Aspekte mit einem Geschmack der Absurdität.

Jour fixe November

Geplante Obsoleszenz
Marcus Beuter, Angelika Höger, Peter Schwieger

Zwischen Performance, Geräuschmusik und öffentlich gemachtem Experiment bewegen sich die Auftritte des Klangkunsttrios Geplante Obsoleszenz.
Gemeinsam gehen sie auf akustische Entdeckungsreise. Sie erkunden Räume, Materialien und Themengebiete. Experimentierfreude und Spontanität stehen dabei im Vordergrund.

Zur Zeit ist das Trio mit der Performance Schwellenbereiche in Ostwestfalen unterwegs. In fünf Kunstvereine werden die Räume selbst zum Klingen gebracht. Eichenbalken, Gaderobenständer, Verteilerkästen, Fußböden. Die Räume, in denen sonst Kunst gezeigt wird, werden selbst zum Kunstobjekt.
Drei der Performances haben schon stattgefunden, im November folgen noch die Bespielungen der Kunstvereine Oerlinghausen und Bielefeld.
Das Trio gibt Einblick in seine Arbeitsweise, zeigt Beispiele der bisherigen Aufführungen und lädt zur Diskussion über diese Form der Raumbespielung ein.

Geplante Obsoleszenz: Das Trio Beuter, Höger und Schwieger arbeitet seit 2009 zusammen und beschäftigt sich mit elektroakustischen Klangprojekten. Alle drei Mitwirkenden haben verschiedene künstlerische Herangehensweisen, die sich in ihrem gemeinsamen Projekt zu einem lebendigen Dialog bündeln. Infos zu aktuellen Projekten unter: www.geplante-obsoleszenz.eu

Montag, 07.11.2016, 20 Uhr
Capella hospitalis
Eintritt frei, Spenden erbeten

Das Projekt Schwellenbereiche wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.
In Kooperation mit der Cooperativa Neue Musik, dem Kunstverein Kreis Gütersloh, ARTD Driburg, Städtische Galerie Eichemüllerhaus, Kunstverein Oerlinghausen und Bielefelder Kunstverein im Waldhof

Jour fixe Oktober

Livemusik im Film
Das Trio NAMU 3 und seine improvisierte Klangwelt im Film

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Seit der Gründung ihres Trios NAMU 3 im Jahr 2012 haben der belgisch-amerikanische Gitarrist Steve Gibbs, der Cellist Willem Schulz und der Perkussionist Joachim Raffel stets hoch spannende musikalische Begegnungen gesucht. So arbeiteten sie im Rahmen von Joachim Raffels Werk „Drone for La Monte Young“ bereits in der Anfangsphase der Band mit mehreren Tänzerinnen und Tänzern zusammen, gaben sogar ein Konzert zusammen mit den 100 Jahre alten industriellen Webstühlen des Tuchmacher Museums Bramsche. Musikerinnen, wie Saxofon-Shooting-Star Anna-Lena Schnabel und wie die Ausnahmevokalistin Guylaine Cosseron zählten schon zu ihren Gästen. Auch für zwei Videokünstler war das Trio mit seiner improvisierten Musik zwischen rauem Noise, Momenten zarter Lyrik und dann wiederum geradezu rituell anmutenden Klängen interessant: Helmuth Kohn (D) und Jérémy Carpenet (FR).
Mehrere Arbeiten widmeten die beiden Filmer NAMU 3. Stilistisch ganz unterschiedlich geartet zwischen Close-Up-Realismus und poetischem Epos zeichnen diese ein sehr eindrucksvolles und facettenreiches Bild der Band. Erstmals werden die Filme nun in einem speziellen Programm kombiniert mit kurzen Live-Sets von NAMU 3 vorgestellt. Die Abende, an denen Helmuth Kohn auch persönlich präsent sein wird, bieten über das visuelle wie musikalische Erlebnis hinaus die ideale Voraussetzung für eine angeregte Reflektion mit dem Publikum über die Umsetzung von Musik im Film.
Die Veranstaltung findet statt am 24.10.16 um 20 Uhr im Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94.
Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.

Performance-Reihe Schwellenbereiche von Geplante Obsoleszenz

Zwischen September und November 2016 finden 5 Raumbespielungen in ausgewählten Kunstvereinen in Ostwestfalen/Lippe durch das Trio Geplante Obsoleszenz statt.
25.09. ARTD Driburg
06.10. Kunstverein Kreis Gütersloh
30.10. Städtische Galerie Eichenmüllerhaus
17.11. Kunstverein Oerlinghausen
24.11. Kunstverein Bielefeld
Weitere Angaben unter www.geplante-obsoleszenz.eu
gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Ins Offene – Premiere des Cooperativa Ensemble

Neue Musik – Text – Kunst – Performance

10 Aktive der Cooperativa Neue Musik haben im Herbst 2014 beschlossen, das erste Bielefelder Ensemble für Neue Musik zu gründen. Auf dem Hintergrund seines 25-jährigen Engagements für aktuelle Musik mit weit über 100 Konzerten, monatlichen Jour-fixe-Veranstaltungen, spartenübergreifenden Projekten und inzwischen 5 DIAGONALE–Festivals will der Verein sich nun auch mit einem einzigartigen Ensemble in das kulturelle Geschehen einmischen.

10 Künstler mit sehr verschiedenartigen Ansätzen, Musik neu zu suchen, spielen „Ins Offene“. Das Programm besteht zum einen aus völlig freien musikalischen Interaktionen – animiert nur durch das Ohr und die Idee des Momentes. Zum anderen aus Stücken und Konzepten, die die einzelnen Mitwirkenden aus ihrer künstlerischen Perspektive für diese außergewöhnliche Besetzung – bzw. Teile davon – geschrieben haben. Mit der Herausforderung und Chance, Neues zu wagen.

Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Stimme, Geige
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Gerd Lisken – Klavier
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

Mittwoch, 21.10., 20 Uhr, Capella hospitalis, Bielefeld
Donnerstag, 22.10., 20 Uhr, Kulturzentrum Wilde Rose, Melle
Samstag, 24.10., 20 Uhr, Universität Bielefeld – Spontan Festival

Eintritte auf Spendenbasis
Gefördert durch das Kulturamt Bielefeld

Konzert: Meine Klangwelt

Gerd Lisken
Meine Klangwelt
Komposition, Improvisation, Lieder und Texte

Konzert zur Veröffentlichung der neuen CD

Mittwoch, 27. Mai, 20 Uhr
im Kleinen Saal der Marswidis
Bielefeld-Schildesche, Marswidisstr, 38
Wegen begrenzter Platzkapazität bitten wir unbedingt um Anmeldung bis zum 23. Mai, Telefon 0521 – 82280 (bitte Name und Telefonnummer deutlich auf den Anrufbeantworter sprechen)

Katalog zu den bielefelder SCHWÄRMEN

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Die Kunst der Schwärme

Schwärme – Gleiches zieht sich an und bildet größere, kunstvolle Organismen. Dies beobachten wir überall in der Welt. Bei den Dingen, wie bei den Lebewesen. Auch wir Menschen versammeln uns in sehr unterschiedlichen Arten von Schwärmen.

Zum 800. Bielefeld-Geburtstag lädt die Cooperativa Neue Musik bunt gewürfelte Vereine und Gruppierungen der Stadt ein, miteinander ein riesiges Soziales Kunstwerk zu bilden. Sie alle schwärmen für etwas. In diesen Schwärmen gestalten sie auf eine je eigene Weise ihre Zusammenkünfte, ihre Zeiten und Räume. Diese kreativ umgesetzten Leidenschaften machen ganz wesentlich die Vitalität und Attraktivität einer Stadt aus.

An einem Sonntagnachmittag im September kommen 800 Menschen und zahlreiche Tiere rund um den Obersee zusammen, um in 80 Schwärmen – mobil oder positioniert – simultan über 3 Stunden ihre Gemeinsamkeiten zu leben – vom Begrüßen und Aufbauen bis zum Abschied, vom Aufwärmen über das Proben, Trainieren, Experimentieren, Spielen, bis zum Pausieren. Zugleich finden Berührungen und Kontakte mit den benachbarten Gruppen statt, die mobilen Gruppen durchdringen und kreuzen sie. Und das Ganze passiert in der Öffentlichkeit eines Publikums, das seinerseits zum großen Schwarm wird.

Alles ist in Bewegung, alles produziert Szenen, Bilder, Klänge, Geräusche, Sprache und Stille, alles ist Interaktion, alles ist Kunst – eine performative Installation, die an die großen kinetischen Objekte eines Jean Tinguely erinnert.

Künstler verschiedener Sparten – Fotografen, Filmer, Grafiker, Musiker – zeigen in diesem Katalog ihre Sicht auf die bielefelder SCHWÄRME.
72 Seiten, 1 DVD

Der Katalog ist für einen Preis von 15.– € zzgl. 2.– € Versandkosten zu beziehen bei:
Cooperativa Neue Musik
c/o Willem Schulz
Borgholzhausener Str. 77
49324 Melle
05422 951325
willemschulz[at]t-online.de

Besprechung des Katalaogs, NW, 21.01.15