Vorschau

Auf Grund der Corona Krise werden viele Veranstaltungen zur Zeit abgesagt und verschoben. Wir informieren Sie sobald wir neue Informationen haben.

5.10.20 Jour fixe: Edith Murasov – Vokale Kammermusik von Adriana Hölszky
2.11.20 Jour fixe: Hörabend
7.12.20 Jour fixe: Oli Krüger – „Czellowfeld“ ein Solo-Experiment

Konzert: Cooperativa Ensemble – Liederabend
Konzert: ideenmanufaktur Lübbering, Herzebrock – Termin wird noch bekannt gegeben
Konzert: Cooperativa Ensemble – Weekly Tones, Thomaskirche Bielefeld – Termin wird noch bekannt gegeben

10.04.21 Festival: diagonal – Rudolf-Oetker-Halle, Bielefeld

Jour fixe Oktober

In der Reihe Komponistinnen der Gegenwart stellt Edith Murašov die vokale Kammermusik von Adriana Hölszky (geb. 1953) vor.
Die in Rumänien geborene Pianistin und Komponistin, in deren Schaffen die Vokalmusik eine zentrale Rolle spielt, lehrte an den Musikhochschulen in Stuttgart und Salzburg.

Montag, 5. Oktober 2020, 20.00 Uhr in der Capella hospitalis, Bielefeld.
Eintritt frei, Spende erwünscht

Jour fixe September

Einen Tag nach der Veranstaltung „SOLI“ findet unser Jour fixe statt. Das Cooperativa Ensemble lädt ein zu einem Nachklang zur Matinée. Kommen Sie mit uns ins Gespräch, erzählen Sie von Ihren Erlebnissen oder stellen Sie die Fragen, die Sie bezüglich der Veranstaltung „SOLI“ haben.
Montag, 7.9., 20 Uhr, Capella hospitalis

Cooperativa Ensemble – SOLI

SOLI – Simultan-Aufführungen in der Rudolf-Oetker-Halle
Das Cooperativa Ensemble auf neuen Wegen

Am Sonntag, dem 6. September eröffnet die „Cooperativa Neue Musik“ aus Bielefeld mit einer Matinée die Wiederaufnahme von Live-Konzerten der Neuen Musik in der Rudolf-Oetker-Halle. Mit einem experimentellen Format unter dem Titel SOLI gibt das 10-köpfige „Cooperativa Ensemble“ eine innovative Antwort auf die Corona-bedingten Regelungen des Kulturbetriebs.

Das Ensemble realisiert über 90 Minuten 10 Solokonzerte gleichzeitig – verteilt über die diversen Räumlichkeiten der Rudolf-Oetker-Halle. Wie einzelne Organe eines Körpers agieren die Solistinnen und Solisten auf ihre eigene Art an verschiedenen Positionen des Konzerthauses und bleiben dabei zugleich in vitaler Verbindung. Die Türen sind geöffnet, sodass sich akustische Überlagerungen ergeben, mit denen die Mitwirkenden spielen können.

Das Programm besteht aus Solo-Kompositionen der Neuen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie aus freien Improvisationen, Konzepten, Performances und Installationen.

Das Cooperativa Ensemble, das 2019 eine umfangreiche 3-jährige Förderung durch die Landesregierung NRW erhielt, besteht aus einer einzigartigen Zusammensetzung an Mitwirkenden mit sehr unterschiedlichen künstlerischen Hintergründen. Diese werden in ihrem neuen Projekt SOLI besonders erfahrbar, da sie hier ihre solistischen Beiträge aus dem Bereich der Neuen Musik einbringen.

Die Mitwirkenden sind: Edith Murasova – Mezzosopran, Anke Züllich-Lisken – Sopran und Monochord, Heidemarie Bhatti-Küppers – Texte, Stefan Kallmer – Klarinette und Bassklarinette, Willem Schulz – Cello und Performance, Reinhold Westerheide – Gitarre und Percussion, Djamilija Keberlinskaja-Wehmeyer – Piano, Angelika Höger – Kinetische Klang-Kunst, Marcus Beuter – Fragmentrecordings und Laptop, Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics und Toys.

Die Besucher bewegen sich je nach den gültigen Corona-Regelungen individuell oder in geführten kleinen Gruppen zwischen den Räumen und sind eingeladen, eine Vielfalt der Neuen Musik zu erleben und auf ihren Wegen auch die Welt der Zwischentöne wahrzunehmen.

Der Eintritt ist frei. 11.00 bis 12.30 Uhr.
Gefördert wird das Projekt durch das Kulturamt Bielefeld und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Jour fixe Juli

Wie klingt der Lock-Down?

Beim ersten Jour fixe nach den Beschränkungen geht es um die Veränderung der Klanglandschaft während des Lockdowns. Was hat sich generell verändert? Was im persönlichen Erleben?
Die Cooperativa Neue Musik lädt ein zu einem Austausch über Erfahrungen im Homeoffice, in menschenleeren Innenstädten, in einer Zeit ohne Flugverkehr.
Dazu gibt es Berichte aus der Community der akustischen Ökologie und Klangbeispiele aus verschiedenen Ländern.

Montag, 6.7., 20 Uhr, Capella hospitalis

subversiv am Projektbüro Kultur Osnabrück

subversiv
Klanginstallationen am Projektbüro Kultur Osnabrück
11.2. bis 10.3.2020
Eröffnung: Dienstag, 11.2. 15.30 Uhr

Ab Dienstag, den 11.2. um 15.30 Uhr wird die Klanginstallation subversiv am Projektbüro Kultur Osnabrück zu hören sein.

Die Klanginstallation subversiv wurde in 2019/20 an 3 Orten in Osnabrück realisiert.

Die Mitglieder des Cooperativa Ensembles haben nach einer Konzeption von Willem Schulz Materialien für die Installationen eingespielt. Die Komposition für 6 Lautsprecher erstellte Marcus Beuter.
Das Konzept basiert auf unterschiedlichen Assoziationen, wie Düfte, Schwärme, Winde, aber auch Unbekannte Sprachen oder Punkte und Linien sind Themen.

Das Ensemble verfügt über ein breites musikalisches Spektrum: diverse Instrumente, Gesang, Text und Elektronik bringen Klänge verschiedenster Art ein.
Die Besetzung im Einzelnen:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Monochord
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Gerd Lisken – Klavier
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

Gefördert durch den Landschaftsverband Osnabrücker Land und die Stadt Osnabrück

Porträtkonzert Ketan Bhatti

30 Jahre Cooperativa Neue Musik

Kunsthalle Bielefeld, 30.09.2019, 19 Uhr

Das Konzert bestreitet das Ensembles Adapter (Berlin) erweitert mit Mitgliedern des Ensembles Brandt Brauer Frick (Berlin), das die jüngst entstandenen Kom­positionen Ketan Bhattis unter dem Titel „Nodding Terms“ im letzten Jahr einge­spielt hat. Das Label COL LEGNO hat das Album im April 2018 veröffent­licht.

Ketan Bhatti ist als Grenzgänger zwischen den Musikstilen sowohl in populären Spielarten der elektronischen Musik wie im Jazz als auch in der experimentellen, zeitgenössischen Musik zuhause. Sein genuines Interesse gilt aber dem Zwischenbereich, in dem sich klangliche Ereignisse nicht mehr einem bestimmten Genre oder einem bestimmten Stil zuordnen lassen. In seinem neuen Projekt verbindet der Komponist, Schlagzeuger und Produzent auf einzigartige Weise die nüchterne Kühle durchkomponierter Kammermusik mit der spielerischen Leich­tigkeit aktueller Clubmusik.
»Nodding Terms« heißt das Album, das nun entstanden ist. Der englische Begriff bezeichnet eigentlich flüchtige Bekanntschaften und verweist damit einerseits auf die soziale Komponente der involvierten Kooperationspartner: neben Paul Frick und Jan Brauer von Brandt Brauer Frick, die jeweils ihre Produktions- und Remix­künste mit einfließen lassen, sind vor allem die MusikerInnen des Berliner Ensemble Adapter maßgeblich für die zwischen irisierend schimmerndem Ensembleklang und trockenen 4/4-Grooves changierende Umsetzung der Stücke zuständig. Frick und Brauer haben ein klassisches Instrumentalstudium absol­viert, beschäftigen sich in ihrer alltäglichen Arbeit aber primär mit den Struktu­ren und Wirkweisen von Pop und Clubmusik; Ensemble Adapter ist eines der führenden Ensembles zeitgenössischer Musik in Berlin.

Mit mehreren Musiktheaterproduktionen an verschiedenen Häusern in ganz Deutschland und interdisziplinären Projekten hat Ketan Bhatti in den letzten Jah­ren ästhetische Impulse gesetzt, die mit den vorliegenden Kompositionen fort­gesetzt werden. Das Innovationspotential seines künstlerischen Schaffens strahlt somit weit über den Berliner Raum hinaus und hat als Motor neuer Entwick­lungen erhebliche Bedeutung.

Biographie

Ketan Bhatti, geboren in New Delhi, aufgewachsen in Bielefeld, studierte Jazz-Drums an der Universität der Künste in Berlin, wo er seit 2002 lebt.
Von 2010 bis 2012 war Bhatti Stipendiat der Graduiertenschule für die Künste und die Wissen­schaften der UdK Berlin unter der Betreuung von Daniel Ott (Komposition) und Gunter Gebauer (Philosophie).
Als Schlagzeuger spielte Bhatti bei diversen Bands wie etwa bei Cyminology, die persische Lyrik in kammermusikalischen Jazz übersetzt, und dem Brandt Brauer Frick Ensemble, das Techno mit klassischen Instrumenten spielt.
2013 initiierten Ketan Bhatti und Cymin Samawatie das Kammerorchester Divan der Kontinente, das sich aus Instrumentalisten der Berliner Philharmoniker sowie Musikern aus Syrien, Japan, China, Israel, Sibirien, dem Libanon und der Türkei zusammensetzt, und u.a. auf dem Jazzfest Berlin 2015 gastierte.
Ketan Bhattis enge Zusammenarbeit mit dem Berliner-Isländischen Ensemble Adapter führte zu einer Reihe von Uraufführungen im Rahmen des Wien Modern Festivals 2015 zum Thema Groove und Neue Musik.
Als Komponist von Theatermusik arbeitet Ketan Bhatti seit 2003 mit seinem Bruder Vivan Bhatti regelmäßig für die Inszenierungen des Regisseurs Nuran David Calis u.a. am Deutschen Theater Berlin, Schauspiel Köln, Thalia Theater Hamburg oder für die Nibelungenfestspiele Worms.
Seit 2009 produzieren und komponieren die Bhatti-Brüder die Musik zu den Pro­duktionen der international tourenden Berliner Breakdance Gruppe Flying Steps. Die gemeinsame Produktion Flying Bach wurde mit dem Echo Klassik Sonderpreis 2010 ausgezeichnet. Die aktuelle Produktion „Flying pictures“ erlebte jüngst über 40 Aufführungen im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin. Die aus diesem Anlass entstandene Neukomposition der „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky ist im April 2019 bei Sony Classical erschienen.
Ketan und Vivan Bhattis Musiktheaterstücke basieren auf Kooperationen mit Autoren wie Feridun Zaimoglu oder Roland Schimmelpfennig, stellen Fragen zu Integration und Ausgrenzung und wurden z.B. an der Neuköllner Oper oder der Tischlerei der deutschen Oper Berlin aufgeführt.
Im Tanztheaterbereich arbeitete Ketan Bhatti mit den Choreografen Davide Camplani (Sascha Waltz & Guests) für ein inklusives Tanztheater mit Menschen mit Down-Syndrom und mit Kadir Amigo Memis für ein Stück über heutige Jugendkultur in sozialen Brennpunktmilieus zusammen.
Ihr Spielfilm-Musikdebüt gaben Ketan und Vivan Bhatti 2010 mit der Filmmusik zu Frühlingserwachen, gefolgt von der Woyzeck-Verfilmung 2013. Der Film „Glück ist was für Weicheier“ mit der Filmmusik von Vivan und Ketan Bhatti hatte im Oktober 2018 als Eröffnungsfilm der 52. Internationalen Hofer Filmtage Premiere.

Preise und Auszeichnungen
Ketan Bhatti blickt auf Stipendien und Auszeichnungen des Deutschen Musikrats, des Berliner Senats und des Goethe-Instituts zurück. Als Komponist eines mit Simon Stockhausen aufgeführten Konzerts für Jazz und Neue elektronische Musik wurde Bhatti 2008 mit dem Karl-Hofer-Preis ausgezeichnet. 2017 war er Stipen­diat der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Das preisgekrönte Istanbuler Hezarfen Ensemble spielte Werke Ketan Bhattis, die er eigens für das Ensemble arrangierte. Die Aufführung dieser Kompositionen fand mit großem Erfolg im November 2017 in Istanbul statt.

Jour fixe Juli

Acuisha – Klanginstallation

Marcus Beuter ist im vergangenen Winter im Rahmen einer Künstlerresidenz in Bolivien im oberen Amazonsabecken gewesen. Aus seinen Aufnahmen entstand die 4-Kanal-Installation Acuisha.
Sie wird erstmalig am 12.7. zur Nacht der Klänge an der Universität Bielefeld zu hören sein.
Im Jour fixe stellt Marcus Beuter die Klanginstallation vor und berichtet von seinen Erfahrungen und Herausforderungen, um in den Regenwald zu gelangen.

Acuisha ist ein Wort aus dem Ese Ejja, einer indigenen Sprache im Amazonasbecken Boliviens. Es bedeutet der Dorn / der Stachel.

Montag, 1.7.19, 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spende erbeten

subversiv am Hauptbahnhof Osnabrück

subversiv
Klanginstallationen am Hauptbahnhof Osnabrück
28.5. bis 24.6. 2019
Eröffnung: Dienstag, 28.5. 18 Uhr

Ab Dienstag, den 28.5. um 18 Uhr wird die Klanginstallation subversiv am Eingang des Hauptbahnhof Osnabrück zu hören sein.
Zur Eröffnung spielt das Cooperativa Ensemble live und leitet direkt in die Installation über.

Die Klanginstallation subversiv wird in 2019 an 3 Orten in Osnabrück realisiert.

Die Mitglieder des Cooperativa Ensembles haben nach einer Konzeption von Willem Schulz Materialien für die Installationen eingespielt. Die Komposition für 6 Lautsprecher erstellte Marcus Beuter.
Das Konzept basiert auf unterschiedlichen Assoziationen, wie Düfte, Schwärme, Winde, aber auch Unbekannte Sprachen oder Punkte und Linien sind Themen.

Das Ensemble verfügt über ein breites musikalisches Spektrum: diverse Instrumente, Gesang, Text und Elektronik bringen Klänge verschiedenster Art ein.
Die Besetzung im Einzelnen:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Monochord
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Gerd Lisken – Klavier
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

Gefördert durch den Landschaftsverband Osnabrücker Land und die Stadt Osnabrück

Jour fixe Mai: Komponistinnen der Gegenwart II – Rebecca Saunders

II. Rebecca Saunders (*1967). Referat: Ulrich Maske

Die aus London stammende Rebecca Saunders (*1967) lebt seit 25 Jahren in Berlin. Nach dem Kompositionsstudium bei Nigel Osborne in Edinburg und Wolfgang Rihm in Karlsruhe ist sie seit Mitte der 90er Jahre frei schaffende Komponistin und seit 2011 Professorin für Komposition an der Musikhochschule in Hannover. Sie ist Mitglied der Berliner und der Sächsischen (in Dresden) Akademie der Künste und wurde Anfang dieses Jahres mit dem Ernst von Siemens-Musikpreis, quasi dem Musik-Nobelpreis, ausgezeichnet, der mit 250.000 EUR dotiert ist.

Die 51jährige Rebecca Saunders ist inzwischen bei Kennern der Neuen Musik eine hoch geschätzte Komponistin, – die Menge an Aufrufen ihrer Musik bei Youtube kann dafür als Gradmesser dienen. Hochspannung und Dramatik kennzeichnet diese Musik, paradoxer Weise häufig ausgelöst durch Phasen der Stille im Klanggeschehen, welche das dann Folgende als um so heftigere Ausbrüche erscheinen lassen. Der Gegenpol sind ruhige, fast schon melancholische Abschnitte, mit denen einige ihrer Stücke dann auch zu Ende gehen. Obwohl absolute Musik, scheint diese dennoch zum Musikdramatischen zu tendieren. Vielleicht/hoffentlich kann die Musikwelt von ihr die Oper des abstrakten Exressionismus erwarten – als solchen lässt sich ihre Musik m.E. charakterisieren. Der Jour fixe wird anhand von Klangbeispielen dieser in jeder Hinsicht vielseitigen, komplexen, aber eben auch von gegensätzlichen Emotionen gezeichneten Musik und ihrer Schöpferin nachspüren.

Montag, 6. Mai, 20 Uhr, Capella hospitalis
Eintritt frei, Spenden erwünscht