Jour fixe 2013

02.12.2013
„Die Komponistin Ursula Mamlok – mit 90 Jahren zurück in Berlin“. Eine Hommage

Schon als Kind wollte Ursula Mamlok (geb. 1923 in Berlin) Komponistin werden. Die Familie wanderte 1939 über Ecuador in die USA aus, wo die junge Frau in New York an der MANNES MUSIC SCHOOL (anfangs bei George Szell) ein Stipendium erhielt. Ein langer Weg zum eigenen Stil. Ab den 60.er Jahren treten knappe konzentrierte musikalische Formen mit Transparenz und eigener Farbigkeit hervor, die in der amerikanischen Szene Neuer Musik zunehmende Beachtung fanden. Die bei uns weitgehend ungehörte Komponistin lebt seit 7 Jahren (nach dem Tod ihres Mannes) wieder in Berlin.

Biographie und Hörbeispiele in einem Vortrag von Dr. Jürgen Conradi.
Der im Juni ausgefallene Vortrag wird hier nach geholt.

04.11.2013
Der Bunker Ulmenwall zu Besuch bei der Cooperativa Neue Musik:

Der Bunker Ulmenwall ist seit den 60er Jahren in der regionalen und überregionalen Wahrnehmung ein Ort von Innovation und Austausch im Bereich aktueller musikalischer Strömungen mit dem Schwerpunkt Jazz, Pop- & Jugendkultur und seiner Vermittlung, im Besonderen an junge und jugendliche Musik- und Kulturinteressierte. Neben der Organisation eines breiten Veranstaltungsangebots (Konzerte, Poetry Slams, Lesungen & Vorträge, Musiksessions & Partys) initiiert der Bunker Ulmenwall e.V. musikpädagogische Projekte mit Schulen und Kooperationspartnern aus der Kinder- und Jugendarbeit.

Carsten Nolte und Cayan Cankatli werden die inhaltlichen Entwicklungen der letzten Jahre aufzeigen und wagen einen perspektivischen Blick in die Zukunft – vor dem Hintergrund der beschlossenen Kürzungen von 25.000 € für den Trägerverein zum 1.1.2014.

02.09.2013
Der Jour fixe im September steht ganz im Zeichen der 5. DIAGONALE.

Die einzelnen Beiträge werden ausführlich vorgestellt, das Programm erläutert.

Im August findet kein Jour fixe statt.

08.07.2013

Vardan Harutyunyan, Komponist aus Armenien

Der Komponist, Interpret und Improvisator Vardan Harutyunyan wird seine elektroakustischen Werke und seine Arbeit in Eriwan vorstellen.

03.06.2013
„Die Komponistin Ursula Mamlok – mit 90 Jahren zurück in Berlin“. Eine Hommage
Wegen Krankheit ausgefallen, siehe Dezember 2013

06.05.2013
Pavel Aleshin Re-Drum

Pavel Aleshin aus Orel, Russland arbeitet seit dem Jahr 2002 unter dem Pseudonym Re-Drum.
Re-Drums Musik changiert zwischen Deep Drone, Noise Soundscapes und warmen melodischem Ambient. Pavel Aleshin benutzt field recordings und verschiedene akustische Instrumente um eine spezielle Atmosphäre aufzubauen. Zum Jour fixe wird er neben seinem Laptop Klangschalen, seine Harmonika und Steinen im Gepäck haben.
Er veröffentlichte diverse Alben und trat in ganz Europa auf.

08.04.2013
Bernhard Wöstheinrich
Live-Looping und Stand-Up-Composition

“Im Jour Fixe möchte ich den konzeptionellen Aufbau einer
„Live-Looping-Performance“ vorstellen. Vielschichtige Klangmuster werden aus aus zuvor eingespielten, improvisierten sowie aus generativen Klangfolgen erzeugt.
Aus dem Grundmaterial der eingespielten, kurzen Improvisationsphrasen und den durch das generative System erzeugten Tonfolgen formt sich durch Repetition der Phrasen und Tonfolgen in verschiedenen Längen und
Metriken Laufe der Aufführung ein komplexer Klang-Schwarm.
In der Repetition werden die Elemente sukzessive wieder ausgeblendet; neuere Elemente sind daher eher tonangebend, ältere Elemente treten in den Hintergrund zurück. Dadurch treten die diversen Elemente
unweigerlich in einen Kontext zueinander.”


04.03.2013
Nachruf zum Tod des Komponisten Hans Werner Henze

Referentinnen: Heidemarie Bhatti-Küppers, Edith Murasov

Im Alter von 86 Jahren starb im November 2012 der am 01.07.1926 in Gütersloh geborene Komponist. Bei Henze, der sich als Schüler von Wolfgang Fortner und René Leibowitz mit der zwölftonalen Kompositionstechnik auseinander setzte, steht Atonalität nicht für Ausschluß und Überwindung der Tonalität, viel mehr führt die Spannung zwischen beiden Klangwelten und Kompositionsverfahren Henze zu seinem eigenen Stil einer hochexpressiven Musik.
Henze entzog sich dem Dogma der Darmstädter und Donaueschinger Avantgarde und kehrte 1953 Deutschland den Rücken, um in Italien zu leben. Neben seinem gesellschaftlichen Engagement kennzeichnet die Affinität zur Literatur Henzes Werk. Walt Whitman, Georg Trakel, Johann Wolfgang von Goethe, Franz Kafka, Heinrich von Kleist, Arthur Rimbaud inspirierten Henze zu Kompositionen. Er vertonte Gedichte seiner Seelen verwandten Freundin Ingeborg Bachmann, die zahlreiche Opernlibretti für ihn verfasste.
Anhand von ausgewählten Kompositionen wie „Apollo et Hyacynthus“, Ausschnitte aus dem „Floß der Medusa“ und aus der Oper „Prinz von Homburg“, werden die beiden Referentinnen Heidemarie Bhatti-Küppers und Edith Murasov wichtige Stationen aus Henzes Lebenswerk vorstellen.

04.02.2013
Fluxus-Concert
Anlässlich des Jour Fixe am Montag, den 4.2. erlebt die Capella Hospitalis eine Nuit Enchantée voller Irritainment und Amüsement.
Fluxus-Musik provoziert und erweitert die Experimente der Nachkriegsavantgarde noch einmal um ein Vielfaches. Allerdings mit Humor
und manchmal verliert sie dabei gänzlich ihren Klang. Die Grenzen zu anderen Disziplinen wie Bildender Kunst, Theater, Literatur sind
hinfällig. Werke von George Maciunas, Alison Knowles, George Brecht, La Monte Young und anderen stehen auf dem Programm.
Im Anschluss an das Konzert ist das Publikum ausdrücklich eingeladen, mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen.
Es musiziert die Gruppe “Music from Scratch”, die sich aus Studierenden der Abteilung Kunst und Musik der Universität Bielefeld formierte.

07.01.2013
Hörabend

Mitglieder stellen interessante Musikbeiträge vor

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