Konzerte 2014


Der unendliche Klang

Zu einem außergewöhnlichen Klangereignis lädt die Cooperativa Neue Musik ein. Nach einer Idee des amerikanischen Komponisten La Monte Young wird sich über den permanent erklingenden Grundklang einer tiefen Quinte eine zeitlich unbegrenzte meditative Kollektivimprovisation aller Teilnehmer entfalten, die sich an den Tönen der Quinte und deren Oktavierungen orientiert. Rhythmen sollen nur als lebendige Atemrhythmen auftauchen, jedoch nicht als metrische Gliederungen. Dieses Konzept richtet sich an Vokalisten, Streicher, Bläser, Zungeninstrumente (shroty-Boxen, Akkordeon) und an elektronische Instrumente. Natürlich sind auch Zuhörer/innen herzlich willkommen, wobei eine mögliche Meditation durch Sitzkissen oder Decken
gefördert werden könnte (bitte mitbringen).
Die Organisation liegt in den Händen von Gerd Lisken
Zeit: Dienstag, 11. November, 20 Uhr Ende offen
Ort: Thomaskirche der Christengemeinschaft

Karlheinz Stockhausen: „Stimmung“ (1968) für 6 Oberton-Vokalsolisten
Vokalensemble belcanto Frankfurt, Dietburg Spohr
„Stimmung“ kann charakterisiert werden als „ein behutsam changierendes Spiel von gleitenden Farben und wechselnden Obertonmischungen, eine Art Klangséance, in deren leises Wogen von den im Kreis sitzenden VokalistInnen hereingerufene Götternamen der unterschiedlichsten Religionen und eigene Texte Stockhausens Bewegung und Dynamik bringen“ (Ulrich Dibelius). Das 70-Minuten-Stück meditativer Musik wird vom Ensemble Frankfurt interpretiert, das im Laufe der 25jährigen Vereinsgeschichte bereits zwei Mal (1992 und 2008) für die Cooperativa Neue Musik konzertiert hat.
Sonntag, 15. Juni, 17 Uhr, Ev.-Reformierte Süsterkirche, Güsenstr. 16-18


„Klänge von jenseits… Kammermusik von Giacinto Scelsi“

In Scelsi sehen viele inzwischen einen ‚Jahrhundertkomponisten‘, der aber immer noch viel zu wenig bekannt ist. Seine Musik hat einen eminent geistlichen Charakter, denn er war (als Buddhist) von den Trans-zendenz- und Jenseitsvorstellungen aller Religionen fasziniert und sagte von sich selbst, er lebe, auch als Musiker, nur für die Transzendenz. Programm: Hyxos (1955) für Alt-Querflöte und Percussion, Incantesimi/Zaubersprüche (1954) für Klavier, Ko-Tha – Tanz des Gottes Shiva (1967) für Guitarre als Percussionsintrument, Ho (1960) Cinq mélodies pour Soprano solo, Streichtrio (1958) für Violine, Viola und Violoncello. Ausführende: Gerlinde Dewald (Alt-Querflöte), Claudia Kohl (Klavier), Edith Murasova (Mezzosopran), Trio-Quartetto d’Archi Bielefeld, Reinhold Westerheide (Percussion und Guitarre als Percussions-instrument), Ulrich Maske (Moderation).
Sonntag, 18. Mai, 18 Uhr, Haus Wellensiek (ehem. Christuskirche), Wellensiek 108A


Stationen II

Neue Musik aus NRW
10 – 10 – 10
Zehn MusikerInnen aus zehn Städten Nordrhein-Westfalens geben im März und April 2014 zehn Konzerte.
Nach der Reihe mit Uraufführungen im Jahr 2012 haben die Initiativen im Arbeitskreis „Neue Musik in NRW“ für die zweite Ausgabe von STATIONEN ein 10-köpfiges Ensemble zusammengestellt. Dabei ist eine eigenwillige Konstellation mit einem ebenso eigenwilligen Programm zustande gekommen. In wechselnden Besetzungen werden neben bereits bestehenden Werken der neuen Musik zwei Uraufführungen zu hören sein. Außerdem finden sich in jedem Konzert zwei Musiker für eine Improvisation „vor Ort“ zusammen.
Werke von
Peter Gahn – George Crumb – Violeta Dinescu – Karlheinz Stockhausen – Rainer Bürck – Luciano Berio – Marcus Beuter – Jörg-Peter Mittmann
mit
Robert Beck, Klarinette – Marcus Beuter, fragment recordings, Laptop – Uwe Fischer-Rosier, Gongs – Olaf Futyma, Flöte – Marco Kassl, Akkordeon – Irene Kurka, Sopran – Ralf Kurley, Schlagzeug – Günter Marx, Violine – Gudula Rosa, Blockflöte – Mirjam Schröder, Harfe

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