Konzerte 2016

Cooperativa Ensemble – Klangnetz
Eine musikalische Inszenierung der Altstädter Nicolaikirche

Das 2014 gegründete Cooperativa Ensemble tritt in seinem neuen Projekt musikalisch in Dialog mit dem Kirchenraum der Altstädter Nicolaikirche, ihrer Architektur und Gestaltung, ihrer Stimmung und Akustik, ihrem Wesen und ihren besonderen Möglichkeiten. Kompositionen und Konzepte aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und des 21. Jahrhunderts sowie freie Improvisationen werden in Ensemble- und Solostücken als räumliche Performance inszeniert. Das Publikum sitzt mitten drin.
Jeder Musiker tritt in dem Programm mit einem aktuellen Solowerk auf. Die Musiker spielen im ganzen Raum verteilt, durchkämmen diesen, um sich zu bestimmten Werken immer wieder neu zu formieren. Dabei werden sowohl die akustischen als auch die materiellen Möglichkeiten – wie z.B. die hölzernen Kirchenbänke – ausgelotet.
Im 10-köpfigen Ensemble wirken mit: Edith Murasova – Mezzosopran, Anke Züllich-Lisken -Sopran, Violine, Monochord, Heidemarie Bhatti-Küppers – Text, Reinhold Westerheide -Gitarre, Stefan Kallmer – Klarinette, Willem Schulz – Cello, Gerd Lisken – Klavier, Angelika Höger – Kinetische Klangkunst, Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys, Marcus Beuter – Laptop, fieldrecordings.
Das Konzert findet statt am Montag, den 14.11.2016 um 20 Uhr in der Altstädter Nicolaikirche. Es wird von der Cooperative Neue Musik veranstaltet und gefördert von der Hanns-Bisegger-Stiftung. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.

Performance-Reihe Schwellenbereiche von Geplante Obsoleszenz
Zwischen September und November 2016 finden 5 Raumbespielungen in ausgewählten Kunstvereinen in Ostwestfalen/Lippe durch das Trio Geplante Obsoleszenz statt.
25.09. ARTD Driburg
06.10. Kunstverein Kreis Gütersloh
30.10. Städtische Galerie Eichenmüllerhaus
17.11. Kunstverein Oerlinghausen
24.11. Kunstverein Bielefeld
Weitere Angaben unter http://www.geplante-obsoleszenz.eu
gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Ensemble Hannover-Teheran
Zeitgenössische iranische Musik im Konzert

In einem einzigartigen Konzert präsentiert die Cooperativa Neue Musik vier neue Kompositionen zeitgenössischer iranischer Musik.
Die Komponisten Kiawasch Sahebnassagh, Farzia Fallah, Mehdi Jalali und Ali Gorji stehen für eine junge Generation, die gleichermaßen in der traditionellen iranischen wie auch in der zeitgenössischen Musik ausgebildet sind.
Die Instrumente Akkordeon und Tanbur – eine iranische Langhalslaute – werden um eine 4-kanalige Live-Elektronik erweitert.
Margit Kern – Akkordeon, studierte Akkordeon an der Sibelius Akademie in Helsinki. Sie konzertiert in Solo-Recitals und als Kammermusikerin.
Mehdi Jalali – Tanbur – begann 1996 sein Studium der traditionellen iranischen Musik. Er lernte Daf, Tombak, Setar, Tar und Tanbur sowie Theorie und Komposition. 2001 wurde er Mitglied in Alireza Mashayekhis „Tehran New Music Group“ und dem „Iranian Orchestra for New Music“.
Das Konzert findet am Donnerstag, den 22. September 2016 im Haus Wellensiek statt. Beginn 20 Uhr.

TRIO WEGULI
Abenteuerliche Begegnungen zwischen improvisierter und klassischer Musik
Gerd Lisken – Piano
Andreas Gummersbach – Saxophone
Reinhold Westerheide – Gitarren, Percussion
Gerd Lisken, Bielefelder Musikprofessor im Ruhestand und im Bereich der Komposition und der freien Improvisation als Pianist seit vielen Jahren unterwegs, kam auf die Idee, seine Freunde, den Saxophonist Andreas Gummersbach und den Gitarrist / Percussionist Reinhold Westerheide, zu einer 3er-Gruppe zu laden, die sich einerseits die Künste der Improvisation erschließt, andererseits in Spannung hierzu klassische Musik spielen wird.
Nach mehreren Terminen der Annäherung ist nun ein abendfüllendes Konzept entstanden, das in freier Entscheidung beide Bereiche – die improvisierte Musik und klassische Musik in ein fruchtbares Gegen-, Mit-, und Ineinander bringen will. Die Improvisationen ähneln Gesprächen dreier neugieriger Menschen, die Spass an ungewöhnlichen und überraschenden Klängen und Entwicklungen haben und sich gern von den Kuriositäten der Anderen zu neuen musikalischen Abenteuern mitreißen lassen.
Sonntag, 8. Mai, 18 Uhr, Haus Wellensiek

für cello
Konzert-Performance
Ein Saal wie eine Landschaft. Eine Landschaft von hängenden, stehenden, liegenden Noten. Musiker mit ihren Instrumenten unterwegs – in jeglichen Haltungen hörend, spielend und interagierend. Die Zuhörer an den Wänden ringsherum.
Anlässlich seines 65. Geburtstages bringt der Musiker, Komponist und Performer Willem Schulz seinen Zyklus für cello zur Uraufführung. Hierin werden zahlreiche musikalische Ideen und Materialien zu Kompositionen formuliert, die er in fünfzig Jahren der Beschäftigung mit neuer Musik in Projekten der Improvisation, der Konzeptkunst, der Performance und der Interaktion mit Natur, Architektur, Technik, Kunst und Medien entwickelt hat. Die 23 Stücke werden in diesem völlig neuartigen Konzertformat als freies Material eines intuitiven Zusammenspiels eingesetzt und als eine komplex vernetzte musikalische Biographie erfahrbar.
Als Solistinnen für dieses Projekt konnten neben dem Komponisten zwei in der neuen und freien Musik äußerst engagierte und profilierte Cellistinnen gewonnen werden: Nora Krahl und Sue Schlotte. Somit wird der Abend mit Willem Schulz zu einem innovativen Mehrgenerationen-Konzert.
Nora Krahl (Berlin) – Cello
Sue Schlotte (Bonn) – Cello
Willem Schulz (Melle) – Cello
Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld
Veranstalter Cooperativa Neue Musik / Gefördert durch die Hanns-Bisegger-Stiftung, Kulturamt Bielefeld und Kultursekretariat Wuppertal
26.02.2016 20:00 Uhr, Einführung von Marcus Beuter um 19:30 Uhr