Klangspaziergang mit Marcus Beuter

Am Dienstag, den 18.7. lädt Marcus Beuter einem Soundwalk in Bielefeld ein.
Hörend und schweigend durch die Stadt gehen, die Klangkulisse der Umgebung als Konzert erleben.

Der 18.7. ist der internationale World Listening Day. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Listening to the Ground“ und ist Pauline Oliveros gewidmet.

Der Soundwalk beginnt um 19 Uhr vor dem Bunker Ulmenwall und wird etwa eineinhalb Stunden dauern.
Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Bitte auf wettergemäße Kleidung achten.

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Jour fixe Juli

subversiv
Jour fixe zu den Klanginstallationen im öffentlichen Raum

Das Cooperativa Ensemble realisiert in 2017 an 3 Orten der OWL-Region Klanginstallationen im öffentlichen Raum. Deutlich unterschiedliche Orte werden über mehrere Wochen klanglich subtil verändert, um Passanten zu neuen Erfahrungen auf ihren alltäglichen Wegen zu inspirieren.

Klanginstallationen bieten die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum Orte zu verändern, so dass diese von den Menschen neu wahrgenommen werden können.

Sie haben künstlerisch besondere Qualitäten: Kunst wird öffentlich gemacht und ist jedermann zugänglich. Die Klang-Intervention wird in einem sich ändernden akustischen Umfeld immer wieder anders erlebt: mal regnet es, mal gibt es heftigen Verkehrslärm, mal ist es still.

Die Mitglieder des Cooperativa Ensembles haben nach einer Konzeption von Willem Schulz Materialien für die Installationen eingespielt. Die Komposition für 6 Lautsprecher erstellt Marcus Beuter.

Das Konzept basiert auf unterschiedlichen Assoziationen: Düfte, Schwärme, Regen, aber auch Chaos oder Punkte und Linien sind Themen.

Das Ensemble verfügt über ein breites musikalisches Spektrum: diverse Instrumente, Gesang, Text und Elektronik bringen Klänge verschiedenster Art ein.

Die Besetzung im Einzelnen:
Edith Murasova – Stimme
Anke Züllich-Lisken – Stimme, Geige
Heidemarie Bhatti-Küppers – Text
Reinhold Westerheide – Gitarre
Stefan Kallmer – Klarinette
Willem Schulz – Cello
Gerd Lisken – Klavier
Angelika Höger – Kinetische Klangkunst
Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys
Marcus Beuter – Laptop, Field Recordings

Im Jour fixe werden Klanginstallationen im Allgemeinen, das hier entwickelte Konzept sowie die geplanten Orte vorgestellt.
Referent: Marcus Beuter

Der Jour fixe findet am Montag, den 3.7. um 20 Uhr in der Capella hospitalis statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Teutoburger Str. 50, 33604 Bielefeld

Jour fixe Juni

am 12. Juni 2017,
um 20 Uhr in der Capella hospitalis, Eintritt frei

„Kinder! Macht Neues!“ – Wagner, der Fortschrittliche.

Ein Erfahrungsbericht von Dr. Ulrich Maske

Das Bekenntnis zur Neuen Musik und zu Wagner ruft gegenwärtig eher Stirnrunzeln, wenn nicht Kopfschütteln hervor. Das ist durchaus verständlich.

Aber bei diesem Jour fixe soll es ausschließlich um Wagner den fortschrittlichen Komponisten von Zukunftsmusik, nicht nur für seine Zeitgenossen sondern auch für das 20. Und 21. Jahrhundert, gehen. Wagner wurde zu seiner Zeit als „Zukunftsmusiker“ abqualifiziert und in Karikaturen verspottet, so dass er 1861 in seiner Schrift „Zukunftsmusik“ diesen kritisch gegen ihn gebrauchten Begriff positiv aufgriff und seine Vorstellungen davon erläuterte.

Kaum zu überschätzen ist die Bedeutung der späten Werke Beethovens für Wagners Konzeption: „Beethovens 9. Symphonie ist das menschliche Evangelium der Kunst der Zukunft, zu der er uns den künstlerischen Schlüssel geschmiedet hat“, lautet seine Lobeshymne in seinem Essay „Kunstwerk der Zukunft“ (1851).

„Tristan und Isolde“, komponiert 1856-59, wird heute übereinstimmend als Beginn der modernen Musik angesehen, besonders eklatant durch die darin „ohrenfällig“ gewordene Emanzipation der Dissonanz sowie die extreme Ausweitung der Chromatik. Seine Vorgehensweise bei der Umwälzung der musikalischen Werte lässt sich auf die Formel bringen: Freiheit von und Rücksichtslosigkeit gegenüber tradierten Theorien und Praktiken, inklusive Überschreiten selbst der eigenen Systemgrenzen. Und das nicht in wohl dosierten Tabubrüchen, sondern, wie er in „Zukunftsmusik“ sagt: „…für die entscheidende Wahl seiner Ausdrucksmittel wird den Künstler nicht eigentlich die Reflexion, sondern immer mehr ein instinktiver Trieb bestimmen“.

Der Jour fixe am 12. 6. 2017 wird eine Auswahl von Fundstücken in Wagners Werken präsentieren, die exemplarisch die bleibende Originalität seiner Idee von Zukunftsmusik bestätigen, und das kombiniert mit Beispielen von Werken des 20./21. Jahrhunderts, die direkt oder indirekt Wagners Impuls zur permanenten Revolutionierung der Musik fortsetzen.

Jour fixe April

Jour fixe 03. April 2017

1. Conradiesische Abend
Ein Hörabend mit Gerd Lisken und Edith Murasova

Dr. Jürgen Conrady, der zu seinen Lebzeiten als Mitglied der Cooperativa in ungemein lebendiger und inspirierender Weise Zusammenhänge zwischen den Künsten wie auch zwischen der Natur und den kulturellen Schöpfungen der Menschheit aufzuzeigen vermochte, hat uns eine Botschaft hinterlassen:

Hört, schaut, fühlt genau hin.
Das Entdecken der Wunder dieses Lebens erzeugt den Sinn unseres Hierseins.
Ich gehe nun weiter.

Seine reichhaltige Sammlung an CDs neuer Musik und Kunstbüchern wurde der Cooperativa von der Familie Conrady großzügig überlassen. Hierfür sind wir überaus dankbar! Edith Murasova hat in ihrem Hause in der Bielefelder Rohrteichstraße einen Raum zur Verfügung gestellt, in dem mit diesem Material ein Archiv aufgebaut wird, das allen Interessierten zugänglich sein soll. Dr. Ulrich Maske und weitere Experten arbeiten zurzeit daran, die Schätze zu ordnen und digital zu registrieren. Perspektivisch können auch zukünftige Schenkungen das Archiv erweitern. Wir sind gespannt, was sich da entwickeln wird.

Jürgen Conrady erfand für die Vorbereitung seiner Vorträge eine liebenswerte Form: in hellen Stoffbeuteln sammelte er zu dem jeweiligen Thema diverse Materialien – Bücher, CDs, Zeitungsausschnitte und seine eigenen handgeschriebenen Gedanken, Verweise und Zeichnungen – und reihte sie hängend in seinem Keller auf. Diese Beutel haben wir samt Inhalt so belassen. Sie dokumentieren den ganz besonderen, forschenden Ansatz und die vertiefenden Ergebnisse seiner oft nächtlichen Arbeit.

Die Cooperativa beginnt nun die Verwirklichung der Idee, in unregelmäßigen Abständen sog. „Conradiesische Abende“ zu veranstalten, an denen ein oder mehrere Beutel neu gesichtet oder auch weitere Themen mit spartenübergreifendem Interesse von den jeweiligen Referenten aufgegriffen werden. Ganz im Sinne von Jürgen Conrady.

Jour fixe März

Jour fixe, 6. März, 20 Uhr
Capella hospitalis, Bielefeld, Teutoburger Str. 50

Elektroakustische Szenen
Arsalan Abedian – ein iranischer Komponist

In den Elektroakustischen Szenen gibt es 7 verschiedene akustische Szenarien, die sich nacheinander entfalten. Die Szenen wurden von den Tagebüchern zweier Personen – möglicherweise Komponisten – inspiriert.

Sie stellen in abstrakter Weise Situationen dar, die diesen zwei Persönlichkeiten in ihrem täglichen Leben in verschiedenen Ländern widerfahren. Ihre Leben sind geprägt von Nachrichten, persönlichen und globalen, die ihren Einfluss ausüben.

Das Stück ist in Csound geschrieben und befindet sich an der Grenze zwischen musique concrète und Hörspiel.

Arsalan Abedian wurde 1984 in Teheran geboren. Im Jahr 2007 absolvierte er an der Azad Universität einen Bachelor-Abschluss in Komposition und 2011 einen Master-Abschluss an der Kunst Universität Teheran. Im Jahr 2014 schloss er einen Master-Studiengang Komposition mit dem Schwerpunkt Elektronische Musik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover ab und 2016 ebendort ein Konzertexamen in Komposition.

Abedian studierte u.a. bei Joachim Heintz, Oliver Schneller, Gordon Williamson und Ming Tsao.

Seine Werke sind geprägt von Zahlen und elektronischen Mitteln. Sie werden verstärkt durch sichtbare Aspekte mit einem Geschmack der Absurdität.

Neue Kammermusik: erfüllte augenblicke

Cooperativa Ensemble Bielefeld

Edith Murasova – Sopran
Stefan Kallmer – Klarinette
Gerd Lisken – Klavier
Willem Schulz – Cello

Unter dem Titel „Erfüllte Augenblicke“ präsentiert die Cooperativa Neue Musik im Haus Wellensiek zeitgenössische Liebeslieder und Kammermusik aus den letzten 50 Jahren. Das 2015 gegründete Bielefelder Cooperativa Ensemble tritt dafür in einer Quartett-Formation an mit der Mezzosopranistin Edith Murasova, dem Klarinettisten Stefan Kallmer, dem Cellisten Willem Schulz und dem Pianisten Gerd Lisken.

Das älteste Werk ist die berühmte Sequenza III for voice von Luciano Berio aus dem Jahre 1965, die von der legendären Cathy Berberian uraufgeführt wurde. 1976 komponierte Mathias Spahlinger seine „128 erfüllten Augenblicke systematisch geordnet, variabel zu spielen“. Eine „Aria“ für Cello und Klavier entstand zur Jahrtausendwende von dem Bielefelder Komponisten Gerd Lisken. Das intime „Nachtstück“ vollendete 2008 der inzwischen sehr bekannte junge Komponist Jörg Widmann, der jüngst sein Oratorium „Arche“ in der Elbphilharmonie aufführen konnte.

Wie lassen sich mit zeitgenössischer Musik heute noch Liebeslieder schreiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich Willem Schulz und fand bei dem jungen Adrej Murasov eindrucksvolle Gedichte. Diese und auch Lyrik des Bielefelders Wolfgang Schlüter inspirierten ihn zu zarten Klanggebilden, in denen sich die Texte wie Kirschzweige einzubetten suchen.

Das Konzert wird gefördert von der Hanns-Bisegger-Stiftung, der Eintritt ist auf Spendenbasis. Es findet statt am Sonntag, dem 5. Februar um 18 Uhr im Haus Wellensiek, Wellensiek 108a in der ehemaligen Kirche in Bielefeld-Großdornberg.

Jour fixe Februar

Mein 20. Jahrhundert – was (mir) von der modernen Musik bleibt.
Referent: Dr. Ulrich Maske

Der Mitbegründer der Cooperativa Neue Musik, Ulrich Maske, wird in sehr persönlicher Weise über 70 Jahre Leben mit einem Jahrhundert neuer Musik berichten: Wie er zu ihr fand; wie sich allmählich heraus kristallisierte, was (nicht nur für ihn?) bleibende Bedeutung behalten wird; was ihn mit diesen Komponisten verbindet; und alles natürlich mit wunderbaren Musikbeispielen. Insgesamt also eine Art Führung durch sein imaginäres Museum der Musik seit dem Jahr 1900 oder auch: eine kleine Geschichte der modernen Musik.
Montag, 6.Februar, um 20 Uhr,
Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50

Konzert CON-FUSION Stationen III

CON-FUSION
Stationen III – Neue Musik aus NRW

Stationen ist eine Zusammenarbeit von 9 Gesellschaften für Neue Musik in NRW und dem Landesmusikrat. Bei der 3. Ausgabe bilden Mitglieder des Neue Musik Ensemble Aachen, der Sinfonia Dortmund und von Ensemble Horizonte aus Detmold ein vielseitiges Projektensemble aus 20 Musikern, das neben Stücken von Iannis Xenakis und Manfred Niehaus Uraufführungen von Ulrich Schultheiß, Mijin Oh und Emanuel Wittersheim im Gepäck hat.
Das Konzert findet am Samstag, den 21.01. um 20 Uhr in der Zionskirche statt.

Jour fixe Januar

CON-FUSION
Stationen III – Neue Musik aus NRW

Stationen ist eine Zusammenarbeit von 9 Gesellschaften für Neue Musik in NRW und dem Landesmusikrat. Bei der 3. Ausgabe bilden Mitglieder des Neue Musik Ensemble Aachen, der Sinfonia Dortmund und von Ensemble Horizonte aus Detmold ein vielseitiges Projektensemble aus 20 Musikern, das neben Stücken von Iannis Xenakis und Manfred Niehaus Uraufführungen von Ulrich Schultheiß, Mijin Oh und Emanuel Wittersheim im Gepäck hat.
Das Konzert findet am Samstag, den 21.01. um 20 Uhr in der Zionskirche statt.
Der Leiter des Ensemble Horizonte, Jörg-Peter Mittmann, führt in das Konzert ein.

Montag, 09.01., 20 Uhr, Capella hospitlais
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten